Versuch - ob mein Beitrag zur Kategorie passt. An anderer Stelle hieß es, es könnten auch Kommentare sein. So groß und einflussreich sind wir ja noch nicht. Wir haben in Freiburg eine sehr konservative Ausprägung zur Haltung zu Israel. Jüdische Gemeinden, DIG und Parteien lassen kaum kritische Haltungen zu, die Monopolpresse hat zwei relativ kritische Journalisten, die Kommentare dazu bleiben stumm bis ablehnend, bis auf Volker, einen Freund von mir, der zuverlässig Gegeninformationen einbringt. Über Monate hat er sich mit einem jungen zionistischen Juden einen hochdifferenzierten Diskurs geliefert, der von vielen Lesern begeistert gelesen wurde, weil "man so viel lernt dabei." Alles im Kommentarbereich, einer Zeitung in der Zeitung. In Freiburg nun eine Veranstaltung mit David Ranan und dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung Felix Klein. Hier der Kommentar von Volker vom 9.11. 2019, der nun auf einen Vortrag von Ranan bei aufstehen TV gestoßen ist und den sofort veröffentlicht hat. Das finde ich gelungene Pressearbeit. Da dies Zufall war, sollte man sich über die Professonalisierung der Medienarbeit von aufstehen tv noch Gedanken machen. volker o´barden 753 seit 9. Mai 2009 Die Gegenüberstellung von zwei kontroversen Positionen zu dem zentralen Nahostkonflikt und seiner öffentlichen Wahrnehmung ist durchaus erhellend. Da die Einschätzung des Antisemitismusbeauftragten Felix Klein in den Medien ständig wiedergegeben wird, ist es erfreulich, dass die BZ auch anderen Auffassungen einen Platz einräumt, ohne diese gleich wertend zu kommentieren. Vor gut einem Jahr interviewte Annemarie Rösch den jüdischen Kultur- und Politikwissenschaftler David Ranan. Die Frage damals: »Was ist muslimischer Antisemitismus - und wo liegen seine Ursachen?« http://www.badische-zeitung.de/was-ist-muslimischer-antisemitismus-und-wo-liegen-seine-ursachen--153867376.html Klein zeigte sich in Freiburg zu Recht entsetzt darüber, dass 40 Prozent der Deutschen der Aussage zustimmten, dass die Israelis den Palästinensern das antun würden, was die Nazis den Juden angetan haben. In seiner rollenfixierten Weltsicht erkennt er darin einen Antisemitismus, der im Gewand von Israel-Kritik daherkommt. Wie Ranan sehe ich hier aber zunächst nur einmal einen Beleg dafür, dass die Befragten offensichtlich weder Ahnung von der Shoa noch von der Situation in Israel/Palästina haben. Der deutsch-britische-israelische Kultur- und Politikwissenschaftler: "Es gibt eine große Unkenntnis des Nahostkonflikts." Die Motivation, warum jemand die israelische Politik kritisiert, ist durchaus berechtigt und interessant. Besonders für Psychologen. Historiker, Politiker, Journalisten, Juristen, Menschenrechtler und alle anderen sollten sich nach Auffassung von Ranan aber bei der Klärung der Frage, ob die gegen Israel erhobenen Vorwürfe berechtigt sind, allein auf die Fakten beziehen. Der Versuch, den notwendigen Gedankenaustausch über den Charakter und die Zulässigkeit der Okkupation und Annexion syrischer, libanesischer und palästinensischer Gebiete und die permanente Verletzung des Luftraumes seiner Nachbarn durch Israel, mit der Stigmatisierung Andersdenkender zu verhindern, ist laut David Ranan nicht nur illegitim. Auf diese Weise wird auch die Wahrheit unterdrückt und die Kluft zwischen den involvierten Völkern und Menschen vertieft. Noch schlimmer: Es ist zu befürchten, dass so der beklagenswerter Weise noch immer vorhandene oder neu aufkommende Antisemitismus angefacht wird. Der überfällige Interessenausgleich und eine friedliche Lösung dieses Konfliktes, der den ganzen Nahen und Mittleren Osten seit über 50 Jahren nicht zur Ruhe kommen lässt, wird dadurch erschwert. Das schadet letztendlich vor allem dem Staat Israel und den Juden in aller Welt. Dr. David Ranan am 22. Juni 2019 in Dortmund - »Die Lage spitzt sich zu« https://m.youtube.com/watch?v=BBw-8ZPgp0k (Tipp: Wenn die falsche Übersetzung des UT eingeblendet wird, sollte man sie beim Zuhören besser abdecken.) https://www.badische-zeitung.de/bis-heute-gelten-juden-als-ein-barometer-fuer-die-demokratie-in-deutschland