Das erweiterte MANIFEST der internationalen Brückenbauer am 23.10.2019 veröffentlicht


  • Brückenbauer Intern

    Liebe Freunde des Brückenbauens und andere Interessierte!

    Wie unten angekündigt und begründet, hat das MANIFEST der Brückenbauer einige Änderungen und Weitungen in der Sichtweise erhalten. Den einstimmig verabschiedeten Text findet Ihr unter: "MANIFEST der Brückenbauer" in diesem Forum.

    Das Echo auf unsere Brückenbauer Initiative ist überaus positiv. Wir haben eine grundsätzliche Debatte unter den "unabhängigen" Aufsteher ausgelöst und damit auch eine grundsätzliche Perspektive für diejenigen eröffnet, die den Glauben an eine Wiedergeburt oder gar Wachküssung von Aufstehen aufgegeben haben. Gleichzeitig können sich Trotz-Allem-Noch-Aufsteher mit uns bestens verbinden, denn wir stehen zu den progressiven Bewegungen und wollen sie an Runden Brücken Tischen versammeln. Dazu gehört freilich auch Aufstehen in seinen unterschiedlichen Schattierungen.

    Dennoch hat uns unser Diskurs-Prozess und unsere ersten Erfahrungen innerhalb und außerhalb der Brückenbauer ein gewisses Nachjustieren nahegelegt, das in dem neuen geänderten und zugespitzten MANIFEST-Entwurf zum Ausdruck gebracht wird.

    Das neue internationale MANIFEST sieht folgende Änderungspunkte gegenüber der bisherigen Fassung vor:

    • Wir sind als Brückenbauer selbst Teil der Bewegungen und nehmen an diesen unmittelbar und nicht etwa nur als "Moderatoren" teil.
    • Wir haben den Kampf gegen national-reaktionäre und rassistisch-faschistische Tendenzen ausdrücklich in dem Manifest aufgenommen; vielleicht ist aktuell in diesem Politikfeld sogar die größt mögliche Übereinstimmung unter den ansonsten unterschiedlichen Bewegungen zu finden.
    • In der Epoche der Welt umspannenden Akkumulation und Verwertung des Kapitals und seiner global existenziell wirksamen Folgen wie dem drohenden Klimawandel ist gesellschaftliche Transformation im nationalen Alleingang kaum mehr vorstellbar. Wir unterstreichen deshalb unsere internationale Ausrichtung und Verknüpfung mit den Bewegungen anderer Länder und setzen auf transnationale Movements wie FfF und XR etc.
    • Die geplante Online-Monatszeitschrift Brücken THEMEN wird um eine Rubrik erweitert: Die Brücken FUNDAMENTE. Hier sollen Fragen der politisch-philosophischen und ökonomischen Gesellschaftstheorie aufgeworfen werden.

    Die Brückenbauer
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  • Lieber @Gero-Hoffmann, etwas zu deinen/euren erweiterungen:

    "Wir haben den Kampf gegen national-reaktionäre und rassistisch-faschistische Tendenzen ausdrücklich in dem Manifest aufgenommen; vielleicht ist aktuell in diesem Politikfeld sogar die größt mögliche Übereinstimmung unter den ansonsten unterschiedlichen Bewegungen zu finden."

    Wenn ihr nun diesen weg gehen wollt, macht ihr euch zum spielball der theatralisch inszenierten Ablenkungen. "national-reaktionaere" sind nicht notwendig reaktionaer gegen soziale gerechtigkeit. "rassistisch-faschistisch" sind alle Atlantiker und USA/Israel-freunde, also alle freunde des Nato-Blocks, der mitglieder und alliierten.

    In Syrien koennen wir es wieder sehen. Ohne die Anerkennung des Prinzips der Selbstbestimmung aller Voelker, wozu die Israelis und andere Zionisten definitiv nicht gehoeren, sind stabile regionen auf unserem Planeten nicht moeglich. Und das verbindet sich auch mit dem naechsten Punkt.

    "In der Epoche der Welt umspannenden Akkumulation und Verwertung des Kapitals und seiner global existenziell wirksamen Folgen wie dem drohenden Klimawandel ist gesellschaftliche Transformation im nationalen Alleingang kaum mehr vorstellbar. Wir unterstreichen deshalb unsere internationale Ausrichtung und Verknüpfung mit den Bewegungen anderer Länder und setzen auf transnationale Movements wie FfF und XR etc."

    Das erinnert mich sehr an @HCGuth. Es ist eines seiner kernelemente. Das macht es ihm einfach. Nehmen wir 2 extreme beispiele:

    Venezuela. Von den gedanklichen Konzepten ganz klar auf Unabhaengigkeit orientiert. Real eine Importabhaengigkeit von 80-100%. Finanzbasis fuer den ganzen staatlichen ueberbau zu 95% aus Petro-Exporten. Generell in allen technischen bereichen 100% Importabhaengig.
    Portugal. Das prinzip der Unabhaengigkeit hat sich erst langsam entwickelt. Finanzbasis fuer den staatlichen ueberbau der Tourismus. Die allgemeine Importabhaengigkeit hat sich auf etwa 50% reduziert.
    Kuba geht den gleichen weg. Der Puffer ist der Tourismus.

    Ich weiss, aus diesen groben zahlen lassen sich keine detailierten Erkenntnisse ableiten. Aber eure "Welt umspannende Akkumulation und Verwertung des Kapitals" truegt enorm, weil sie prinzipiell immer auf der regionalen Unfaehigkeit oder dem Unwillen aufsetzt.

    Und zum "drohenden Klimawandel". Ist er neu? Oder begleitet er uns nicht schon seit unserer Muenchner Zeit? Hat sich da substantiell etwas wesentliches veraendert? Denke an den Raubbau, den die Javanesen in Ozeanien mit unterstuetzung der "fuenf Eyes" dort organisierten? Wieviel millionen Menschen haben sie vernichtet, um diesen brutalen Zerstoerungswahn frei ausleben zu koennen? Und immer nur mit Unterstuetzung aus den "industriellen Zentren". Und auf den Phillipinen ist doch das gleiche. Da muessen wir gar nicht nach Afrika oder Latein Amerika gehen.

    FfF und XR(ER) koennen nur dann als Ausrichtung herhalten, wenn sie sich vorgraben zu den bedingungen, warum das "Kapital", eine komplett virtuelle und spekulative Groesse, einen solchen einfluss generieren kann. Es laege also nahe, wenn es uns um perspektiven geht, auch dort anzusetzen.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @willi-uebelherr EINFACH? Eher nicht. Ich rede doch auch nicht von anderm als von "langsamer Entwicklung" - darf gern auch schneller sein; nur eben Entwicklung. Geht also von gedanklich, bloss vorgestellt als Ziel, und real NOCHNCHT (lokal, unabhängig, von aussen nicht mehr mit Gewalt störbar usw) zu Real so.
    Verstehe deine Zuschreibungen nicht, Willi.
    Zu anderm anderswo.



  • Doch, mein lieber @HCGuth, du willst es dir einfach machen, in dem du die anforderungen externalisierst, und es dir dabei auch so schwer machst, weil jede Transformation sich nur regional und lokal vollziehen kann. Es sind eben menschen, die dies nur tun koennen, und keine globalen Kopfgeburten, die nur auf papier existieren.

    Das nenne ich den "Kampf mit den Windmuehlen", auch wenn mich viele in Latein Amerika zum "Don Quijote" erklaeren und erklaerten.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @willi-uebelherr naja die nukes sind leider keine chimären, da kann man nur hoffen, dass sie kaputtsind, bevor man sie einsetzen konnte. und die ungleiche verteilung der produktionsstätten... mit denen man die gleichverteilung herstellen könnte... die ist leider auch nicht eingebiildet.
    aber nur darum ging es ja. immer nur um transformation.
    für danach... hatte ich dir doch schon zugestimmt.
    wobei du ja gegen global denken bzw sich verständigen nichts einzuwenden hast, richtig?



  • ".. wobei du ja gegen global denken bzw sich verständigen nichts einzuwenden hast .."

    Absolut richtig, lieber Hans-Christoph (@HCGuth). Und nicht nur "nichts einzuwenden", sondern als dringende notwendigkeit von mir gesehen.


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