Wahlen in den USA



  • https://www.tagesschau.de/ausland/midterm-kongress-kandidaten-101.html

    *Die Midterm Elections, die Zwischenwahlen in den USA, sind eine Zäsur: Nach zwei Jahren Amtszeit wird sich US-Präsident Donald Trump nicht mehr auf eine republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus stützen können, im Senat bleibt die Mehrheit nur knapp erhalten. Viele US-Demokraten schöpfen daraus Hoffnung für eine Wende - denn nun statt "regiert zu werden", können sie wieder stärker als politische Kraft auftreten und US-Gesetze mitgestalten.

    Noch nie saßen so viele Frauen im US-Repräsentantenhaus: Bislang 99 Kandidatinnen werden demnach künftig in der Kammer des US-Parlaments vertreten sein - auch wenn die Mehrheit der 435 Abgeordneten im Repräsentantenhaus weiterhin männlich ist. Zu Hoffnungsträgern werden auch demokratische etliche Kandidatinnen und Kandidaten, die als "erste Vertreter ihrer Art" gewählt wurden: Zwei Muslimas, zwei US-Ureinwohnerinnen und einer Frau unter 30 Jahren ist der Sprung ins US-Parlament gelungen.

    Als jüngste Frau überhaupt sitzt die Demokratin Alexandra Ocasio-Cortez nun im Repräsentantenhaus. Ihren republikanischen Gegenkandidaten Anthony Pappas schlug die 29-jährige Tochter puerto-ricanischer Einwanderer aus dem New Yorker Stadtteil Bronx haushoch. Sie hatte im Sommer über die USA hinaus Aufsehen erregt, da sie in einer Vorwahl überraschend den Demokraten Joe Crowley besiegt hatte.

    Ilhan Omar wurde in Somalia geboren. Ihre Familie floh vor dem Bürgerkrieg aus Ostafrika, als sie acht Jahre alt war. Zunächst lebte die Familie in einem Flüchtlingslager in Kenia, bevor sie 1997 in die USA einwanderte. Die 36-Jährige wurde 2016 als erste muslimische US-Amerikanerin aus Somalia in das Repräsentantenhaus in Minnesota gewählt. Künftig sind mit ihr und Rashida Tlaib aus Michigan zwei Muslimas auch im nationalen Kongress vertreten.

    Sharice Davids ist in mehrfacher Hinsicht eine Pionierin: Als erste Lesbe aus Kansas und als erste frühere Profi-Kampfsportlerin sitzt sie künftig für die Demokraten im US-Repräsentantenhaus. Die 38-jährige Ureinwohnerin wurde von ihrer Mutter, einer US-Veteranin, allein erzogen und ist studierte Juristin.
    Deb Haaland ist zusammen mit Sharice Davids eine von zwei US-Ureinwohnerinnen im neuen Repräsentantenhaus. Die 57-Jährige aus New Mexico stammt aus einer Militärfamilie und war bis 2017 Vorsitzende der Demokratischen Partei in ihrem Bundesstaat.*

    Nils: Wir haben gewonnen!! Endlich auch mal gewonnen. Solche Zustände sehe ich auch für Deutschland voraus. Erst mal gibt es nach Merkel einen Rechtsruck. Die Polarisierung in Deutschland nimmt zu. Wo die Kräfte von Hass, Lüge und Unterdrückung wachsen, wächst aber auch die Liebe, die Wahrheit und der Willen zur Befreiung. Der rechtspopulistische US-Präsident Trump ist immer noch an der Macht. Trotz seiner Lügen, seiner Wut, seiner Politik für die Superreichen, seiner Klimafeindlichkeit, seiner Menschenfeindlichkeit und seiner militärischen Aufrüstung konnte er sich an der Macht halten. Aber die demokratische Partei erneuert sich. Die unterdrückten Minderheiten wehren sich und werden langsam zur Mehrheit. Langfristig wird die Liebe, der Frieden und das Glück auf der Welt siegen. Es lohnt sich dafür zu kämpfen.


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