Das Wichtigste..


  • Baden-Württemberg

    Mir wäre das Wichtigste, zum Wichtigsten überhaupt zu kommen.

    Mittlerweile sind die Themen samt Vorschlägen und Meinungen zu einem Wortberg gehäuft, der undurchsichtig wird. Für mich.

    Ich würde für neue Schubladen plädieren, unter denen sich die Diskutanten versammeln können. Vision - Strategie - Organisation der Politik - Aktion - Resterampe.

    Das als erste Assoziation. Ich meine, der Kloß, der oft an Diskussion entsteht ist wichtig, aber strukturierbar . Zuviele wertvolle Diskussionsbeiträge werden nicht in die Tiefe nachverfolgt. Vielleicht hilft uns das weiter.

    Resterampe wären die Schnipsel, die uns oft einfallen, die Einzelthemen.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    Ich bin gerade dabei zu versuchen die Diskussion und die Themen noch mal auf zu dröseln. Denn eigentlich hatte ich mir gewünscht, dass viele zu den 4 Hauptthemen mal 3 bis 4 Kernsätze formulieren. Leider noch nicht so weit gekommen. Vielleicht versuchst du mal Lotte, zu beginnen.


  • Baden-Württemberg

    Ja, das ist eigenartig. Ich selber habe so viele Fragen und Meinungen, dass es mir außer Bildung gar nicht möglich ist, ein Programm zu entwerfen und deshalb halte ich mich zurück gegenüber den Theoretikern, Dass die so schweigsam sind, wundert mich auch.

    Ferner bin ich bei Mißbrauch, Gewalt und Drogen wie Diversität involviert -aber das scheinen hier keine wichtigen Themen zu sein. Nicht schlimm.


  • Baden-Württemberg

    Ich finde diesen Ansatz sehr spannend! Auch wenn bisher außer der Rubrik "Sonstiges" noch wenig Zählbares eingestellt wurde.
    Ich denke auch schon lange darüber nach, wie wir von der ewigen Diskussion über alle die schlimmen Probleme endlich einen Schritt weiter kommen. Ich meine, wir müssten unsere vielfältigen Meinungen bündeln, schriftlich festhalten und letztendlich politische Forderungen daraus ableiten.
    Wie könnte das in dem Forum gehen? Nur mit sehr viel Moderation: Einzelne Beiträge müssen ausgewertet werden und deren (brauchbarer) Inhalt in einem word-Dokument o.ä. zusammengeführt werden. Und dann wieder und wieder diskutieren und verfeinern. (Braucht auch jede Menge Wohlwollen und konstruktive Mitarbeit auch derer, die gerne mal ausfällig werden...). Aber ohne dieses Papier bleibt das hier wie alle anderen Foren halt eine Art Zettelwirtschaft, wo wertvolle und weniger wertvolle Beiträge alle bunt durcheinander gewürfelt sind. Das scheint mir auch Guidos Ansatz zu sein.


  • Baden-Württemberg

    Das Wichtigste für mich ist, warum hält der Mensch das aus, was er aushält.

    Um diese Frage herum gruppieren sich die Themen was ist der Mensch, was bringt er mit und was wäre ein menschliches System.

    Die Begriffe kann man ändern, die Fragen kann man modifzieren, aber den Kern dieses Wichtigsten und Wesentlichsten bleibt. Einen Menschen, der sich auf den Weg macht, hält niemand auf.


  • Web-Auftritt

    Die ganze Sache hat vor allem zwei Aspekte:

    • die Entscheidung über politische Themen und ihre Gewichtung.
      das heißt: welche Themen haben für Aufstehen sowie für die Bevölkerung insgesamt die höchste Bedeutung?
      also zB. soziale Gerechtigkeit, Frieden, Gleichberechtigung, Bildung usw.
      Mit welcher Gewichtung und welcher Positionierung vertreten wir diese Themen?

    • die Entscheidung über die Struktur, Aktionsformen & Selbstdarstellung von Aufstehen: wie wird unsere politische Arbeit gestaltet?
      legen wir Wert auf (interne) Basisdemokratie? Wie halten wir es mit zentralistischen Organisationsformen?
      Akzeptieren wir eher horizontale oder vertikale Strukturen?
      Welche Aktionsformen haben Priorität / sind wichtig?
      Wie gestalten sich die Beziehungen unter AktivistInnen?
      Wie können wir für unsere Sache mobilisieren? usw.



  • Ja, @gwhh, diesen beitrag finde ich sehr gut. Meinen dank.



  • "Das Wichtigste für mich ist, warum hält der Mensch das aus, was er aushält."

    @Lotte, das ist doch eigentlich schon lange beantwortet. Die Gewohnheit. Wir halten fest an dem, was wir kennen und was wir gewohnt sind. Es sind unsere sicheren Pfade, auf denen wir wandeln koennen, ohne nachdenken zu muessen. Das passt auch gut zu unserem Egoismus, wenn wir ihn noch nicht verlassen haben, wir also in unserer frueh-infantilen Phase stecken geblieben sind.

    Da kannst du zurueck gehen zu Orwell, Fromm, Nietsche, Kant bis zu Sokrates und sein Hoehlengleichnis. Und, warum also diese Frage?


  • Web-Auftritt

    @gwhh sagte in Das Wichtigste..:

    Die ganze Sache hat vor allem zwei Aspekte:

    • die Entscheidung über politische Themen und ihre Gewichtung.
      das heißt: welche Themen haben für Aufstehen sowie für die Bevölkerung insgesamt die höchste Bedeutung?
      also zB. soziale Gerechtigkeit, Frieden, Gleichberechtigung, Bildung usw.
      Mit welcher Gewichtung und welcher Positionierung vertreten wir diese Themen?

    • die Entscheidung über die Struktur, Aktionsformen & Selbstdarstellung von Aufstehen: wie wird unsere politische Arbeit gestaltet?
      legen wir Wert auf (interne) Basisdemokratie? Wie halten wir es mit zentralistischen Organisationsformen?
      Akzeptieren wir eher horizontale oder vertikale Strukturen?
      Welche Aktionsformen haben Priorität / sind wichtig?
      Wie gestalten sich die Beziehungen unter AktivistInnen?
      Wie können wir für unsere Sache mobilisieren? usw.

    Wenn wir diese Dinge vermischen, dann ist das ein Schritt rückwärts, weg von der erforderlichen Klärung.


  • Baden-Württemberg

    Wenn es Gewohnheit wäre, wäre es relativ einfach. Es sind aber psychische Reaktionen von Abwehr, Angst und Verdrängung, die extrem stark verfestigt sind. Wir sehen das an der Sucht, neudeutsch Abhängigkeit sowie an Zwangshandlungen, die nur mühselig und langwierig verändert werden können. Ich sehe darin die Diskrepanz zwischen Bedürfnissen und Lösungen, parallel mit wirkungslos verpuffenden Appellen und Losungen. Letztlich sind wir immer noch an einer massenwirksamen Auflösung dieses Grundkonflikts am Suchen. Man kann ja nicht alle in Therapie schicken und doch müsste man es. Ein von Zwängen und Ersatzbefriedigungen befreiter Mensch lässt sich nicht aufhalten und kommt in Bewegung.



  • " Ich sehe darin die Diskrepanz zwischen Bedürfnissen und Lösungen, parallel mit wirkungslos verpuffenden Appellen und Losungen. Letztlich sind wir immer noch an einer massenwirksamen Auflösung dieses Grundkonflikts am Suchen."

    Ja, @lotte, genau das hat schon Sokrates vor 2500 jahren mit seinem Hoehlengleichnis versucht, zu beschreiben, in welchem dilemma Menschen sind, wenn sie ihre Realitaet nicht in Frage stellen wollen. Im grunde sind es unsere Kopfgeburten, die uns davon abhalten, die reale Wirklichkeit ernst zu nehmen und uns daran zu orientieren.

    Du selbst wehrst dich genauso wie die dort geborenen Hoehlenmenschen. Du suchst nach Erklaerungen in einem Raum, der nicht existiert. Du suchst nach der "Weltformel", die nie existieren kann. Und das alles nur, weil du die Wirklichkeit nicht ernst nehmen willst, sondern deine Kopfgeburt zur Wirklichkeit erklaerst.

    Das alles beschreibe ich mit dem einfachen Term "Gewohnheit". Wir koennen es im Ansatz vergleichen mit dem trainung unseres vegatativen, hoch dezentralisierten koerperlichen bewegungsapparat.

    "Ein von Zwängen und Ersatzbefriedigungen befreiter Mensch lässt sich nicht aufhalten und kommt in Bewegung."

    Damit sprichst du den einzigen weg an, der uns bleibt. Wie koennen wir bei uns selbst und helfend bei anderen den Ausgang aus einer "Welt der Zwänge und Ersatzbefriedigungen" finden? Doch nur, wenn wir uns auf unsere realen natuerlichen Existenzbedingungen fokussieren. Also Schluss machen mit unserer religioesen Ersatzwelt in unserem Kopf.

    Das trifft ja genauso bei unserem freund Hans ( @HCGuth ) zu.


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