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    @gwhh sagte

    Der Hauptgrund und Zweck eines Statuts besteht m.E. darin, das bei Aufstehen - besonders durch den Trägerverein und seine Substrukturen - zerstörte Vertrauen wiederherzustellen und einen Machtmissbrauch - vor allem von seiten derer, die wichtige Ressourcen der Organisation (das sind vor allem EMaillisten, Zugang zu Foren oder anderen Kommunikationsstrukturen, das Recht, Aufrufe zu Aktionen durchzuführen und dergleichen - auszuschließen.
    An diesen Punkten wurde seit der Gründung viel Vertrauen zerstört und Frust verbreitet.
    Ein Statut hat vor allem den Zweck, dafür zu sorgen, dass bei diesen Dingen (basis)demokratische Regeln eingehalten werden, die allen Beteiligten / Aktiven eine gleichberechtigte Mitarbeit ermöglichen und einen fairen Umgang für alle Beteiligten sichern.
    Sobald das gesichert ist, kann es mit Aufstehen wieder voran gehen.

    Die inhaltlichen Punkte sind vergleichsweise nachrangig: bis auf ein paar Ausnahmefälle kann man da fürs Erste auf den Gründungsaufruf verweisen.
    Darüberhinaus kann man zu den inhaltlichen Punkten eine längerfristig angelegte Debatte organisieren, um sie zu klären, wo noch Unstimmigkeiten bestehen.

    Demgegenüber hat die Herstellung des Vertrauens in die zu nutzenden Orgastrukturen absoluten Vorrang, denn solange das nicht geschieht, bleibt Aufstehen in den Seilen hängen.


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    @Steffen-Beck

    "Es ist ein echter Irrtum, anzunehmen, dass berühmte Leute eine Bewegung anfeuern können. Wir haben, nebenbei bemerkt, das Gegenteil erfahren. Bleib mir also mit Ikonen vom Leib."
    Da bin ich ganz anderer Ansicht und es gibt genügend Beispiele dafür in der Geschichte.
    Ich würde diese Leute allerdings nicht einfach nur berühmt, sondern "charismatisch" nennen.
    Beispiele:
    Ernesto "Che" Guevara, Marx und Engels, Martin Luther King und viele viele andere - und wenn sie denn gewollt hätte - vielleicht auch Sahra Wagenknecht!


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    @Lotte

    Lotte Baden-Württemberg vor 2 Stunden
    Es bedarf einer genauen Definition von Basisdemokratie, samt "Augenhöhe", Führung und Leitung. Ich will das am Beispiel des Films "RebelHighschool" machen, wo einerseits diese Prinzipien herrschen und von uns bestätigt oder verworfen werden können. Christoph ist nur für Konsens und gegen jede Abstimmung, Günther findet Basisdemokratie unverwirklichbar, Willi ist radikalster Urschleim der Selbstbestimmung, ich finde eine weltweite Organisation von irgendwas ist mit Basisdemokratie in ihrem Urverständnis nicht vereinbar und muss neu definiert werden.

    Gleichzeitig zeigt der Film - stellvertretend für viele Prozesse - mit den erwachsenen Schülern eine Gruppe, die für die Abgehängten typisch ist und unsere politischen Absichten herausfordert. Zum Beispiel diese Geldforderungen. Braucht der Hartz IV ler mehr Geld oder was?

    Also schaut den Film. Sonst wabert es immer weiter mit der Nebelfront


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    @Steffen-Beck

    @Bruno Würdest Du Sahra in Bezug auf die Bewegung charismatisch beschreiben. Für einen Anführer war sie ein bisschen weit weg von der Basis. Das ist eben was Anderes.


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    @Bruno

    @Steffen-Beck
    es geht nicht um "Anführen", wir brauchen wie Du immer sagst, keine Anführer!
    Es geht um charismatische Vorbilder, mit denen denen man Massen bewegen kann. Sahra hätte das gschafft, sie hat allerdings ihr Baby Aufstehen schändlich im Stich gelassen.
    Von der Basis sind ausnamslos alle Politiker weit weg, da nehme ich Sahra nicht aus.
    Bei "Che" war das noch anders


  • Niedersachsen

    @Guido Doch Guido, eine Bewegung geht nicht ohne die Anführer. Aber die müssen geerdet sein, keine Idole. Sie sind es, die Aktionen anschieben, ob auf der Straße oder in der Diskussion. Was wir nicht brauchen sind gewählte Leitungen. Also fixe Strukturen. Was wir auch nicht brauchen sind parteipolitische Agitatoren, die nehmen der Bewegung die Breite und zerstören die Augenhöhe. Die Richtung der Bewegung gibt ein etwas unklarer Gründungsaufruf gut wieder. Der verhindert ein Abgleiten in die Beliebigkeit. Eine permanente Diskussion über diesen ist wichtig, aber nicht um ein fixes Positionspapier zu erstellen, sondern zur Auflärung der Beteiligten. Dieser Bildungsprozess muss sich ausbreiten wie eine Infektion und immer mehr Menschen erfassen. Du kannst zwar immer wieder den Konsens fixieren, aber im Idealfall ist er schon 3 Tage später überholt.


  • Sachsen-Anhalt

    Ein Problem unserer Gesellschaft. .. eine ( An -) Führung muss her. Genau aus diesem Grund sitzen wir jetzt in diesem System, weil der Großteil der Bevölkerung ausschließlich nach ( von anderen ) vorgegebenen Gesetzen agiert. .. keine Eigendynamik entwickelt.
    Wir hatten im Oktober ein tolles 12 er Treffen in Magdeburg, bei dem ich nicht den Eindruck hatte, dass eine dieser Personen eine Führung benötigt. Jeder agierte aus eigenem Antrieb. Den großen Nachteil von Führungen ist auch bekannt, bricht sie aus irgend einem Grund weg, kostet das meist große Substanz. Eine Organisation, die in Gruppen mit Schwerpunktthemen arbeitet und jeder aufgerufen ist, sich variabel einzubringen. ..also nicht auf andere und deren Anleitung wartet.


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    @Lotte schrieb (als Beitrag in "Antworten auf die 10 Fragen"; diskutiert werden soll ja hier im thread):

    Man sollte zwischen Ikonen und Vorbildern und mitreißenden Persönlichkeiten unterscheiden. Sahra Wagenknecht entwickelt sich stark zu einer Ikone.

    Trägerverein brauche ich nicht. Name auch egal.

    Die Vorschläge von Christoph, die nehme ich jetzt, weil sie am ausführlichsten sind, entsprechen eigentlich einem Lehrplan. Lernziele mit gruppendynamischen Elementen.
    Danke, ich verzichte auf die politische Soziologisierung der Verhältnisse. Natürlich bestimmen die Schwächsten das Tempo der Gruppenentwicklung. Aber bei drängenden Fragen des Agierens in der Politik nicht. Frieden und Ökologie haben von den Fortgeschrittensten schnell und präzise gelöst zu werden - dabei werden die anderen Schritt für Schritt mitgenommen, heißt informiert. Es gibt immer eine zweiseitige Beziehung. Jeder Fortgeschrittene hat auch sein primitiveres Niveau. Was zu einer interessanten Definitionskampagne Fortgeschritten und Primitiv führen würde.

    Grundsätzlich fehlt an diesem Lehrplan wie bei allen falschen Lehrplänen die Emotion. Engagement ist am wenigsten kognitiv am meisten emotional. Diese Analyse steht in der Bildung wie in der Politik noch aus. Dann werden wir sehen, warum uns die Leute immer wieder wegrennen.

    HCGuth antwortete:

    @Lotte Nur dass hier autodidaktisch gelernt werden muss; hinsichtlich der Katastrophen-Themen sind die Schubladen der "politischen" Experten LEER. Sogar die der bisherigen "Linken". ("Uns" rennt nichts weg: "bei uns" war noch keiner, und "uns" gibts noch nicht mal.)
    Die Frage der Vermittlung kulturell fortgeschrittener Bildungsstände ist viel zu zentral, als dass sie Pädagogik-Experten überlassen werden dürfte. Sie wirft ja die Frage nach der EIGENEN Fortgeschrittenheit auf, worin sie besteht; und: wie und warum man sie erworben hat, und andre (noch) nicht.
    Verständigung ist nicht "lehren". Verständigung findet unter Gleichgestellten, auf Augenhöhe, statt. Mehr lassen Aufgeklärte auch nicht zu. Prediger brauchen nur Gläubige.
    Aufgeregtheit haben wir mehr als genug.
    Ist eigentlich BESONNENHEIT kein Gefühlszustand?

    PS: "Politische Soziologisierung der Verhältnisse" - was ist DAS denn?


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    @Lotte antwortete (drüben): Vermittlung wird heute schon nicht nur Pädagogen überlassen, das zeigen Projekte und Konzepte, die in einer Fülle entstehen. Du redest klug, aber hohl, weil genau diese Ansprüche seit 100 Jahren von den "Führungspersonen" des Lernprozesses analysiert und Gegenmodelle entworfen wurden.
    du möchtest gern eine Nullsituation erklären, wo alle nix wissen und ganz neu anfangen müssen. Dem ist nicht so. Die innovativen Inhalte vn Verständigung sind eben nur rudimentär im System angekommen, weil sie mit der autoritären Eliteherrschaft nicht vereinbar sind. Wenn aber dort nix ist, heißt es nicht, dass nix existiert. Das ist dein Irrtum.
    Siehe Rebel High School, in den 70ern gegründet, andere schon 50 Jahre vorher. Das Prinzip herrschaftsfreies lernen und verständigen ist alt.

    Ich erwidere:
    Meine Behauptungen oder Thesen sind Platzhalter, erste Stellungnahmen, die (im Rahmen einer Verständigung; ob hier dafür je Platz sein wird, ist offen) viel ausführlichere Begründungen und Erläuterungen verlangen. Auch du, @Lotte, hast hier nichts andres als die vorläufig uneinlösbare (ebenso "hohle") Berufung auf irgendwelche ("Führungspersonen" des Lernprozesses) und irgendwas da draussen, was zu kennen weiterhelfen soll. Deine 40 Jahre Studium gegen ebensoviele meine. Tja. Da sind wir nun keinen Schritt weiter (und geben, nebenbei, ein schönes Beispiel dafür, wie Verständigung wohl NICHT begonnen werden kann; wovon man in diesem Forum auch noch einige mehr finden kann...).
    "du möchtest gern eine Nullsituation erklären, wo alle nix wissen und ganz neu anfangen müssen. " In der Tat, Lotte: Denn dann würden wir über eine Theorie der Geschichte im allgemeinen und der Geistesgeschichte im besonderen verfügen, und das im Konsens der Experten (was für welcher eigentlich? schon wer für was zuständig ist, ist strittig) und als allgemeines Bildungsgut. Davon sind wir unsagbar weit entfernt.
    Ich habe vor, in meinem Blog eine Darstellung der Ergebnisse meiner "Studien" zu versuchen. Vielleicht solltest du etwas vergleichbares auf deinem Blog tun. Dann hat man Grundlagen, über die man reden kann.


  • Baden-Württemberg

    Auch du, @Lotte, hast nichts andres als die vorläufig uneinlösbare Berufung auf irgendwelche und irgendwas da draussen, was zu kennen weiterhelfen soll

    Nein, ich habe Beweisbares vorzuweisen und bringe das hier themenbezogen ein. Ich brauche keinen Studienlehrgang einzuspeisen. Ich versuche - wie bei gwhh - gleichgesinnte zu finden und mit denen etwas weiterzuentwickeln. So entstehen in der Bewegung Strömungen, man kann sich gemeinsam weiterentwickeln und man wird sehen, wohin sich die Bewegung entwickelt. Du kannst das machen, ist interessant und wirst deine Menschen finden, mit denen du zirkelst. Alles gut (der meist gehasste Begriff laut BZ) 😉

    Ich hatte das übrigens mal eingespeist als Artikel, WO ich meine gesicherten Erfahrungen gesammelt habe, um das zu belegen, da hast du mir - ich fands suffisant - konstatiert, ich wollte für meine Lebensleistung belobigt werden. Fuck.
    Das ist kein persönlicher Streit - das ist Alphatierrevier. Auch das muss eine Bewegung aushalten können.


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    @Lotte Wissenschaft ist nichts für Tiere. Die Bewegung soll ziemlich viel aushalten...


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