Beitrag von Hans Christian im Stammtisch am 15.11.19


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    Das Ende von Aufstehen - Teil 1

    Macht Sahra Wagenknechts Mitarbeiterin aus der Sammlungsbewegung eine Ausgrenzungsbewegung?

    „Es geht nicht fair zu. Nicht in unserem Land, nicht in Europa und auch nicht auf der großen Bühne der Weltpolitik. Profit triumphiert über Gemeinwohl, Gewalt über Völkerrecht, Geld über Demokratie. … Eine vernünftige Politik kann den sozialen Zusammenhalt wiederherstellen und den Sozialstaat erneuern. … Wir gehören unterschiedlichen Parteien an oder sind parteilos. … Aufstehen ist auch keine neue Partei, sondern eine überparteiliche Sammlungsbewegung, in die jede und jeder sich einbringen kann, die oder der die in diesem Gründungsaufruf benannten Ziele unterstützt. … Vor allem aber werden wir die Forderungen, die die Menschen am meisten bewegen, auf die Straße und in die Politik tragen.“

    Diese Essenz aus dem Gründungsaufruf (1) der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ war so hoffnungserweckend, dass sich viele Menschen auf der Internetseite anmeldeten und in ihren Städten und Gemeinden trafen, um dem Aufruf zu folgen – motiviert durch das Versprechen des Aufrufs, getragen durch die Glaubwürdigkeit Sahra Wagenknechts, die in den Medien stets eine deutliche Form der Kritik an der marktkonformen Demokratie fand.

    Dass der Anfang nicht reibungslos verlaufen würde, weil noch keine klare Vision von der Umsetzung des Gründungsaufrufs vorhanden war und weil das Zusammentreffen verschiedener Parteizugehöriger und Parteiloser auch Meinungsverschiedenheiten mit sich bringen würde, war wohl zu erwarten. Dem entgegen setzten die bis zu 170.000 Aufstehen-Unterstützer (2) beträchtliche Hoffnungen, die sich in enormem Tatendrang und der überwältigenden Bereitschaft, ehrenamtlich all ihre Kompetenzen und darüber hinaus auch Spenden einzubringen, manifestierten. Die Basis für den Erfolg der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ war also von Anfang an vorhanden.

    Wie konnte dann aus einer Sammlungsbewegung eine Ausgrenzungsbewegung werden?

    Zunächst gab es eine „von oben“ eingesetzte, politische Führungselite, die einige treue Mitarbeiter im Politikbetrieb und einige besonders ehrgeizige Unterstützer – den selbst ernannten „Mittelbau“ – um sich scharte, um die Richtung vorzugeben und die Massen verfügbar zu halten. Während sich die Berufspolitiker im sogenannten „politischen Arbeitsausschuss“ (3) binnen weniger Wochen unrettbar zerstritten, unterdrückte der Mittelbau jede Form der Eigeninitiative aus der Basis der Bewegung. Ein Neustart war bereits nach dem ersten halben Jahr unabdingbar.

    Obwohl Sahra Wagenknecht den Neustart mit den Worten „… wir brauchen einen Neustart in der Führung von Aufstehen. Hier sollten sich die Berufspolitiker in Zukunft stärker zurücknehmen und die Bewegung denen übergeben, die sie ohnehin an der Basis gestalten.“ (4) einleitete, ließ sie gleichzeitig zwei Personen ihres Vertrauens an die Spitze des Trägervereins setzen, ihre Mitarbeiterin Paula Rauch (Die Linke) und den unbekannten Schauspieler Wolfgang Zarnack, der seinerzeit bereits im politischen Arbeitsausschuss mitwirkte. Und das, obwohl eben jene Paula Rauch bereits in den ersten sechs Monaten zentrale Fäden in der Hand hielt, u.a. den Internet- und Social-Media-Auftritt der Sammlungsbewegung steuerte, vom Mobbing verschiedener Unterstützer von „Aufstehen“ nicht nur Kenntnis hatte, sondern sogar involviert war und nunmehr an die Stelle des politischen Arbeitsausschusses einen ebenfalls nie von den Unterstützern der Sammlungsbewegung gewählten oder wenigstens nachträglich legitimierten, sondern von ihr berufenen Koordinierungskreis (5) setzte, der maßgeblich aus politischen Mitarbeitern und Parteifreunden der Partei Die Linke besteht. Diesen Widerspruch, der sich nur durch ihr völliges Desinteresse all jenen, größtenteils parteilosen Menschen gegenüber, die sich voller Hoffnung in den Aufbau der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ gestürzt und ein großartiges Potential an ehrenamtlicher Arbeit und eine erstaunlich große Spendenbereitschaft eingebracht hatten, verantwortet in erster Linie Sahra Wagenknecht.

    Geblendet durch ihre langjährige Zuneigung zu dieser prominenten Politikerin konnten die meisten Unterstützer der Sammlungsbewegung dies weder verstehen, noch wollten sie es wahrhaben. Wenn selbst der Gründungsaufruf nur leere Phrasen beinhaltete und die Verwaltungsebene der Sammlungsbewegung in noch fragwürdigerer Weise arbeitete als es die etablierte Parteipolitik dank Lobbyismus tagtäglich zu tun scheint, wie könnte man dann überhaupt etwas bewirken? Wie kann man dem Gründungsaufruf folgen und „gemeinsam für ein gerechtes Land aufstehen“, wenn es innerhalb der Sammlungsbewegung noch viel intransparenter, ignoranter und unfairer nach persönlichem Gutdünken eben jener Paula Rauch und dem durch sie handverlesenen Koordinierungskreis zugeht?

    Dieser eklatante Widerspruch, den die Personalwünsche von Sahra Wagenknecht bewirkten, führt die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ in ihrem Selbstverständnis ad absurdum. Es lässt sich nicht länger verbergen, dass das Handeln von Paula Rauch und ihrem Koordinierungskreis in völligem Gegensatz zu jeglichen Schriftdokumenten der Sammlungsbewegung steht, begonnen mit dem Gründungsaufruf und nicht endend mit der Satzung des Trägervereins, in der es heißt „Zweck des Vereins ist die wirtschaftliche und technische Unterstützung der Sammlungsbewegung Aufstehen“ (6), was auf der offiziellen Internetseite von Aufstehen mit den Worten „[Der Trägerverein] ist als eingetragene Rechtsperson satzungsgemäß Dienstleister der Bewegung zum Beispiel durch das Verwalten von Spenden, den Schutz der Daten der Aufstehen-Unterstützer/innen oder die Unterstützung von Aufstehen-Gruppen“ (7) beschrieben wird. Diese Diskrepanz zieht sich durch alle Bereiche der Sammlungsbewegung, vom Sammeln von Unterstützern und der Verwendung ihrer Daten über die Aktionsplanung bis hin zur Spendenverwendung.

    Meinungen werden unterdrückt, Informationen innerhalb der Bewegung nicht weitergegeben, der Trägervereinsvorstand und sein Koordinierungskreis agieren in streng geheimen Beratungen und ohne transparente Dokumentationen derselben. Hier gilt nicht einmal der rechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz. Unliebsame Kritiker werden kalt gestellt. Bis heute versucht Paula Rauch, die politische Führung der Sammlungsbewegung zu behalten und ist dabei bereit, zu jeglichen lauteren und unlauteren Methoden zu greifen. All das geschieht größtenteils aus einem Berliner Bürohaus heraus, in dem Bundestagsabgeordnete mit ihren Mitarbeitern arbeiten, wo Paula Rauch mit engen Vertrauten ihres Koordinierungskreises wie in einer kleinen Blase sitzt und für die Lebensrealität der Menschen, die sich der Bewegung anschlossen, ebenso wenig Verständnis aufbringt, wie viele andere Berufspolitiker auch. Jegliche Versuche, Sahra Wagenknecht auf diesen fundamentalen Missstand anzusprechen oder anzuschreiben, verhallten ungehört.

    So stirbt die Bewegung "Aufstehen". Und mit "Aufstehen" stirbt die Hoffnung all jener Menschen, die sich einbringen wollten und die sich nun einmal mehr von der Politik verraten fühlen, diesmal allerdings sogar von außerparlamentarischer Politik sowie von der Partei Die Linke und ihrer Leitfigur. Hoffen wir, dass sie in ihrer Gesinnung gefestigt sein mögen, damit sie letztlich nicht durch ihre Enttäuschung – Wasser zu predigen und Wein zu trinken, ist keine linke Politik – in die falsche Richtung in der Parteienlandschaft getrieben werden.

    Eines bleibt allerdings offen: Macht Sahra Wagenknechts Mitarbeiterin Paula Rauch mit politischer Absicht aus der Sammlungsbewegung eine Ausgrenzungsbewegung – um sie zu zerstören, weil sie nicht mehr nützlich für Sahra Wagenknecht ist? Oder ist Paula Rauch einfach nur jung, unerfahren, überfordert und gleichzeitig kontrollsüchtig, machtbesessen und selbstüberschätzend?

    Weitere Informationen und Quellen:
    (1) Gründungsaufruf: https://aufstehen.de/gruendungsaufruf
    (2) Zitat „170.000 Unterstützer seit September“: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/sahra-wagenknecht-aufstehen-linke-sammlungsbewegung
    (3) Dem Arbeitsausschuss gehörten 2018 folgende Personen an: Sahra Wagenknecht, Fabio De Masi, André Schubert, Ludger Volmer, Simone Lange, Bernd Stegemann, Ida Schillen, Antje Vollmer, Ralf Köpke, Lühr Henken, Steve Hudson, Marco Bülow, Ingo Schulze, Peter Brandt, Sevim Dagdelen, Andreas Nölke, Florian Kirner, Wolfgang Zarnack, Torsten Teichert, Achim Hagemann, Frank Havemann.
    (4) Information zum Neustart auf der offiziellen Facebook-Seite der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ mit einem Zitat von Sahra Wagenknecht am 9.3.2019: https://www.facebook.com/aufstehenbew/posts/296652964336887?xts%5B0%5D=68.ARAMUZJXFX4YTwP98T7QV67lAVExY0sPnqS2-i-7ZlH0co1E6RKdfNj441HgWOAf6TsLuL0W085bElJLOpNUMo9tj5D6Iu25jh0_eVc32hX8rMg0vOMiFdT0xSdoSJ3n__8N-F0S9trwsElCUk2HE93EcOfXR_NY5Yjjce9AARzf07fiwcmAQ6hpgWdvKG7fZLw0Q6KT4URhZniVXrwr8AqtkkgvxyqMpYeP1pDPgkIm3uVNC0yST7MI4EvN6Jx8vCApc9NOLj2QIMUOF2CJxsBj157igu1Efdzf2Q7u6120T1JbyR91xOQLAhum5uEXHotee3Of7y_IxeaH_mM&tn=-R
    (5) Dem Koordinierungskreis gehören 2019 u.a. folgende Personen an: Paula Rauch (Mitarbeiterin von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Roman Veressov (Mitarbeiter von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Fabio De Masi (MdB, Die Linke), Stefan Herweg (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Ole Rauch (Ehemann von Paula Rauch, Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Lukas Scholle (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Patrick Wahl (Referent Die Linke), Christian Kruse (Schatzmeister, Die Linke Hamburg).
    (6) Satzung „Aufstehen Trägerverein Sammlungsbewegung“: https://aufstehen.de/wp-content/uploads/2019/09/190330_Satzung_Traegerverein.pdf
    (7) Organisation der Sammlungsbewegung „Aufstehen“: https://aufstehen.de/organisation



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    Das Ende von Aufstehen - Teil 2

    Undemokratisch und intransparent:
    die Sammlungsbewegung „Aufstehen“

    Die gesamte Kraft der Bewegung basiert auf zwei essentiellen Fragen: Wie viele Unterstützer können gesammelt, regelmäßig informiert und zu Aktionen motiviert werden? Wie kann dies finanziert werden, damit die Ziele und Forderungen der Bewegung öffentlich wahrnehmbar werden, bestenfalls sogar Druck auf die aktuelle Politik etablierter Parteien erzeugen?

    Den ersten Punkt haben die Initiatoren bereits in den Namen eingebracht: Sammlungsbewegung "Aufstehen". Noch ehe die Bundespressekonferenz mit dem öffentlichen Gründungsaufruf durch einige Initiatoren erfolgte, startete die Internetseite aufstehen.de, auf der sich Interessierte eintragen konnten. Die Sammlung von Mitstreitern begann. Bis zu 170.000 Menschen sollen es laut Sahra Wagenknecht (1) gewesen sein, die hier in kürzester Zeit ihr Interesse bekundeten und über "Aufstehen" informiert werden wollten.

    Sie kamen aus allen Teilen Deutschlands, stammten aus allen Bevölkerungsschichten, besaßen die unterschiedlichsten Berufserfahrungen und waren in überwältigender Mehrheit parteilos. Sie alle verband die Hoffnung, dass „jede und jeder sich einbringen kann“, um gemeinsam „die Forderungen, die die Menschen am meisten bewegen, auf die Straße und in die Politik tragen“ und auf diesem Wege „den sozialen Zusammenhalt wiederherstellen und den Sozialstaat erneuern“ zu können. Genauso, wie der Gründungsaufruf (2) es versprach.

    Voller Tatendrang versuchten sie, Strukturen zu schaffen. Viele wollten ihr Know How einbringen; es bildeten sich Arbeitsgruppen, um die bestmöglichen organisatorischen, technischen und finanziellen Ideen zusammenzutragen, zu diskutieren und umzusetzen. Zusammengetragen und diskutiert wurde anfänglich Vieles. Die Umsetzung wurde vom politischen Lenkungsausschuss (3) verhindert. Dieser Arbeitsausschuss, der überwiegend aus Berufspolitikern bestand, betrachtete sich als Entscheidungsgremium – obwohl weder gewählt, noch nachträglich legitimiert – und sorgte durch seine Bevollmächtigten, unter anderem Linke-Mitarbeiterin Paula Rauch, für das Ausbremsen des Tatendrangs der Basis. Stattdessen hielten zunehmend Meinungslenkung und Zensur Einzug. Daran änderte auch der von Sahra Wagenknecht nach dem ersten halben Jahr ausgerufene Neustart (4) nichts, denn sie selbst wünschte von den Mitgliedern des eigentlich nur zu rechtlichen und organisatorischen Verwaltungszwecken gegründeten Trägervereins, dass diese ihre Mitarbeiterin Paula Rauch zum geschäftsführenden Vorstand dieses Trägervereins wählen, was durch Paula Rauch und ihre Freunde zum geschäftsführenden Vorstand der Sammlungsbewegung "Aufstehen" umdefiniert wurde.

    Paula Rauch machte bereits bei ihrem Antritt auf der außerordentlichen Sitzung des Trägervereins am 30.3.2019 (5) deutlich, dass es eine „Chance für einen Neustart“ gäbe, dabei aber „ein Risiko der Vereinzelung“ regionaler Gruppen bestünde und sie somit beabsichtige, eine „funktionierende bundesweite Kammer aufzubauen“, indem sie „den Verein als ein Führungsgremium“ aufbauen wolle, was sie anschließend auch konsequent ohne irgendeine Form der Beteiligung der bei der Sammlungsbewegung registrierten Interessenten versuchte. Gleichzeitig kündigte sie den „Aufbau eines arbeitenden Kern-Team[s]“ an und äußerte auch ihre Meinung, dass „Mitgliederbetreuung dauerhaft nicht ehrenamtlich zu leisten“ sei. Damit erklärte Paula Rauch erstaunlich offenherzig und präzise, dass sie erneut ein nie gewähltes, nie legitimiertes, also undemokratisches Lenkungsteam (später Koordinierungskreis genannt (6)) einrichten und darüber hinaus auch die Spendengelder für dieses politische Lenkungsteam und dessen Bezahlung verwenden wolle.

    Von den großen Versprechen der Gründungsphase der Sammlungsbewegung, modernste Internettechnik, wie Internetforen und vor allem das Abstimmungsinstrument „Polis“, zu verwenden, um „den Sprachlosen eine Stimme geben“ zu können, wie es der Gründungsaufruf versprach, war die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ bereits nach einem halben Jahr so weit entfernt, dass die Ankündigungen von Paula Rauch zur zukünftigen Verfahrensweise nicht einmal eine Reaktion seitens anderer Trägervereinsmitglieder hervorrief. Keine Partei und kein Verein in der Bundesrepublik Deutschland ist so undemokratisch, intransparent und autoritär organisiert, wie die Sammlungsbewegung „Aufstehen“.

    Wären Protokolle und Finanzplanungen des Trägervereinsvorstandes jemals veröffentlicht worden, hätten wohl zumindest einige Unterstützer Fragen dazu gehabt. Aber da der selbsternannte Kopf der Sammlungsbewegung eher einem Geheimbund ähnelt, in dem die Verschwiegenheitspflicht über allem steht, drangen solche, ohnehin nur spärlich vorhandenen Unterlagen natürlich nie in die Öffentlichkeit. Wer innerhalb des Trägervereins Kritik äußerte, wurde ausgemustert. Die Methoden von Paula Rauch waren dabei wenig einfallsreich: Nur spärliche, undifferenzierte Aussagen; Fragen und Unterlagen ignorieren; Aussitzen; Beratungen vorzeitig beenden, um unbequemen Fragen auszuweichen; mangelhafte Protokolle bis zu völliger Dokumentationslosigkeit. Falls diese Verfahrensweise nicht ausreichte, um widersprechende Trägervereinsmitglieder auf Linie zu bringen, wurde der Vorwurf des Vertrauensverlusts erfunden. Damit wurde das Vorenthalten von Informationen und Ignorieren von E-Mail-Anfragen jener Trägervereinsmitglieder begründet, bis sie faktisch kaltgestellt waren.

    Die junge Paula Rauch agiert kontrollsüchtig, machtgierig und selbstüberschätzend, will alles allein steuern und entscheiden und lässt andere lediglich zuarbeiten. Das führt zu einer gnadenlosen Überforderung, so dass sie ihre öffentlichen Versprechen aus ihrem Antrittsvideo (7) „Viele von den Sachen, die wir versprochen haben, müssen auch endlich umgesetzt werden. ... Zusammen werden wir echt noch viel, viel erreichen.“ nicht einmal ansatzweise halten kann. Hatte sie jemals die Absicht, ihre Versprechen zu halten oder war das lediglich eine Marketingmaßnahme? Die im April angekündigte Erneuerung der Internetseite ist im November 2019 noch immer nicht vollzogen. Das liegt vor allem auch daran, dass Paula Rauch alle Informationen nach wie vor persönlich auf der Internetseite eintragen möchte und somit in Sachen Aktualität nicht hinterherkommt. Vor allem aber die versprochenen „Transparente[n] Strukturen, wo sich alle einbringen können, die sich auch engagieren möchten.“ (7) ist sie der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ schuldig geblieben. Nur mit ihrem handverlesenen Koordinierungskreis will sie die gesamte Sammlungsbewegung „Aufstehen“ steuern und Entscheidungen treffen.

    Aus dem Tatendrang der Unterstützer der Startphase wurden zwischenzeitlich einige Ideen weiterentwickelt, von einer „Jobcenter-Aktion“ gegen die Hartz-IV-Lüge aus Nordrhein-Westfalen, über die „Rote Karte“ für die Bundesregierung aus dem Saarland, die Erörterung des Grundgesetzes anlässlich seines 70. Geburtstages aus Sachsen-Anhalt/Schleswig-Holstein bis zu dem Versuch, selbständig bundesweite Aktionen auf die Beine zu stellen, wie die Aktion „Bunte Westen“ in Anlehnung an die französische Gelbwestenbewegung aus Mecklenburg-Vorpommern, um nur einige zu nennen. Sie alle stoßen bei Paula Rauch auf taube Ohren. Weder ist Paula Rauch bereit, diejenigen, die sich einbringen möchten, medial zu unterstützen, indem sie sie via Mailings, Internetseite oder Social Media Kanälen vorstellt, ihre Aktivitäten supportet oder mit ihrem Koordinierungskreis weiterentwickelt. Noch erhörte sie die Bitten, wenigstens einen Aufruf zu konkreten Aktionen an die 147.000 Menschen (8), die sich über Aktivitäten informieren lassen wollen, zu versenden. Im Gegenteil, sie verweigert die Kooperation, u.a. mit den Worten „Ich bleibe jedoch bei der Entscheidung, dass ich das nicht für ein bundesweites Mailing geeignet sehe.“ (9) Gleichzeitig blockiert sie seit Monaten die Aufgabenübertragung an sogenannte lokale Ansprechpartner (10), die solche Hinweise regional verbreiten könnten. Stattdessen verantwortet Paula Rauch auch die landesweiten Mailings in Bundesländern, wie Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen; in Hamburg und Berlin mittels ihrer Parteifreunde im Koordinierungskreis (11). Damit enthält sie Unterstützern jegliche Informationen über Aktivitäten der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ vor, die nicht in ihrem politischen Lenkungsgremium, dem Koordinierungskreis, entstanden. Für die Unterstützer blieb nur, parallel eigene Strukturen zu schaffen, auf die sie stattdessen zurückgreifen können. Da dieses vorsätzliche Ausbremsen und Abwürgen weder angemessen, noch zielführend erscheint, ist die Unterstützungsbereitschaft inzwischen stark zurückgegangen. Nur ein paar ganz Hartnäckige versuchen, trotzdem ihre Aktivitäten durchzuführen und dem Gründungsaufruf treu zu bleiben. Die einzigen bundesweiten Aufstehen-Aktionen im Jahr 2019 wurden nicht mit Unterstützung durch Paula Rauch, sondern trotz aller durch den Trägervereinsvorstand in den Weg gelegten Steine von einigen Basisaktivisten selbst geplant, organisiert, bezahlt und durchgeführt: Die Aktion Bunte Westen der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ fand im Februar 2019 in 14 Bundesländern (12) und im November 2019 in immerhin noch 8 Bundesländern statt.

    Der Trägervereinsvorstand, der Spendengelder für die sogenannte „professionelle“ Öffentlichkeitsarbeit verwendet, hat bis dato ausschließlich Negativschlagzeilen und Rechtfertigungen zu Negativschlagzeilen in der Presse produziert. Darüber hinaus unternehmen der Vorstand und sein Koordinierungskreis nichts in Bezug auf professionelle Pressearbeit, begründen ihre Ablehnung gegenüber bundesweiten Aktionen der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ sogar mit der Angst vor negativer Presse aufgrund zu geringer Beteiligung und erzielen so ein eindeutiges Ergebnis: "Aufstehen" ist in Presse, Funk und Fernsehen nicht existent.

    Paula Rauch bringt die Sammlungsbewegung in keinem einzigen Punkt voran. Im Gegenteil: Durch das Ignorieren der Unterstützer, die enttäuschenden Erfahrungen der sogenannten Basis mit ihr und dem stets ahnungslosen Wolfgang Zarnack im Trägervereinsvorstand sowie durch die vorsätzlich herbeigeführte Intransparenz ist die Bewegung in dem halben Jahr ihrer geschäftsführenden Vorstandstätigkeit nach außen nahezu nicht mehr wahrnehmbar und verliert weitere Interessenten. Paula Rauch behauptet zwar im August 2019 der Presse gegenüber noch immer, es seien „knapp mehr als 147.000 Personen als Unterstützer von ‚Aufstehen‘ registriert“, hat der Überschrift in der Presse „Linke Bruchpiloten – Die Sammlungsbewegung ‚Aufstehen‘ gilt als gescheitert“ (8) aber nichts Wirksames entgegenzusetzen; im Gegenteil die Zahl der Unterstützer schrumpft längst weiter. Nicht einmal die Hälfte der sogenannten Unterstützer liest noch die Informationen, die ohnehin nur sehr sporadisch kommen und zunehmend aus inhaltsloser Phrasendrescherei bestehen. Selbst Initiatoren und bekannte Unterstützer aus der Anfangsphase wenden sich von „Aufstehen“ ab. Während der Sänger und Songwriter Sebastian Krumbiegel in einem einzigen Demokratie-Song-Projekt die Unterstützung von mehr als 60 bekannten Personen aus Funk und Fernsehen einsammelte, gelingt es dem Vorstand der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ nicht, überhaupt noch namhafte Unterstützer zu finden.

    Im Gegenteil: Mit dem selbstherrlichen Stil von Paula Rauch und dem nach wie vor selbstverständlichen, politischen Führungsanspruch durch linke Berufspolitiker, die Unterstützer lediglich als meinungslose Verfügungsmasse betrachten, verwaltet der Trägervereinsvorstand mit seinem Koordinierungskreis den Untergang von „Aufstehen“.

    Weitere Informationen und Quellen:
    (1) Zitat „170.000 Unterstützer seit September“: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/sahra-wagenknecht-aufstehen-linke-sammlungsbewegung
    (2) Gründungsaufruf: https://aufstehen.de/gruendungsaufruf
    (3) Dem politischen Lenkungsausschuss gehörten 2018 folgende Personen an: Sahra Wagenknecht, Fabio De Masi, André Schubert, Ludger Volmer, Simone Lange, Bernd Stegemann, Ida Schillen, Antje Vollmer, Ralf Köpke, Lühr Henken, Steve Hudson, Marco Bülow, Ingo Schulze, Peter Brandt, Sevim Dagdelen, Andreas Nölke, Florian Kirner, Wolfgang Zarnack, Torsten Teichert, Achim Hagemann, Frank Havemann.
    (4) Information zum Neustart auf der offiziellen Facebook-Seite der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ mit einem Zitat von Sahra Wagenknecht am 9.3.2019: https://www.facebook.com/aufstehenbew/posts/296652964336887 (5) Protokoll der Außerordentliche Sitzung des "Aufstehen Trägerverein Sammlungsbewegung e.V." am 30.3.2019 (Anlage: 190330_Protokoll-MV.pdf)
    (6) Dem Koordinierungskreis gehören 2019 u.a. folgende Personen an: Paula Rauch (Mitarbeiterin von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Roman Veressov (Mitarbeiter von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Fabio De Masi (MdB, Die Linke), Stefan Herweg (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Ole Rauch (Ehemann von Paula Rauch, Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Lukas Scholle (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Patrick Wahl (Referent Die Linke), Christian Kruse (Schatzmeister, Die Linke Hamburg).
    (7) Video Paula Rauch April 2019 „Neuer Vereinsvorstand stellt sich vor“: https://aufstehen.de/organisation/maschinenraum
    (8) Zitat vom 28.8.19 „Gegenwärtig sind … knapp mehr als 147.000 Personen als Unterstützer von “Aufstehen” registriert“: https://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Linke-Bruchpiloten-Die-Sammlungsbewegung-Aufstehen-gilt-als-gescheitert
    (9) Mailingverkehr zwischen Guido Schulz (Aufstehen Magdeburg) und Paula Rauch zur Unterstützung der Aktion Bunte Westen im Herbst 2019: https://www.dropbox.com/s/71byzpn7nst64il/Schriftverkehr Paula Rauch.pdf?dl=0&fbclid=IwAR3D4btAQZ-ct1nOGtUlGVhHYu25i7rFKD2b3IOQECDr51EFHbkUhp2Sx8g (10) Veraltete Darstellung der lokalen Ansprechpartner: https://aufstehen.de/lokale-ansprechpartner
    (11) Ist-Zustand der lokalen Ansprechpartner: Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Thüringen sind ohne lokalen Ansprechpartner – Informationen können nur über den geschäftsführenden Vorstand des Trägervereins der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, Paula Rauch, und den durch sie Bevollmächtigten versendet werden, was nicht, nicht rechtzeitig oder mangelhaft vollzogen wird Berlin, Hamburg haben lokale Ansprechpartner aus dem Koordinierungskreis Lokale Ansprechpartner in Bayern, Hessen und anderen Bundesländern reagieren nicht
    (12) Aktion Bunte Westen: https://www.youtube.com/watch?time_continue=164&v=f6nHBJ7hgoM



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    Das Ende von Aufstehen - Teil 3

    Wie Paula Rauch mit Spendengeldern
    von Armutsrentnern umgeht

    Während der Vorstand des Trägervereins (1) der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, Paula Rauch und Wolfgang Zarnack, zusammen mit seinem Koordinierungskreis (2), durch eklatante Fehler beim Sammeln von Unterstützern und Mitstreitern versagte und das Vorschussvertrauen der bis zu 170.000 Menschen (3) aus der Anfangsphase der Bewegung nahezu vollständig verspielte, indem er sie als meinungslose Verfügungsmasse betrachtete, verprasste er auch deren Spendengelder.

    Beim Start der Sammlungsbewegung waren nicht nur das ehrenamtliche Engagement, sondern auch die Spendenbereitschaft der Unterstützer der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ sehr hoch. Bereits im September 2018 wurden mehr als 38.000 EUR gespendet, in den Folgemonaten ebenfalls Summen im fünfstelligen Bereich, so dass Ende 2018 mehr als 80.000 EUR auf dem Konto der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ zu verzeichnen waren (vgl. „Finanzplan“ (4)). Hinzu kommen noch eine ganze Menge weiterer Aufwendungen, die für die Beschaffung von „Aufstehen“-Bannern, -Buttons und weiteren Materialien sowie für die Organisation von Treffen und Aktionen durch die mitwirkenden Unterstützer in den regionalen Gruppen zweckgebunden gesammelt und verwendet wurden.

    Den ersten fatalen Fehler machte Sahra Wagenknecht bereits vor dem offiziellen Bewegungsstart, als sie sich im Vertrauen auf die Unterstützung aus ihrem Bekanntenkreis auf ein Handschlaggeschäft mit der Firma Dreiwerk GmbH einließ, die eine untaugliche Webseite und einige bedeutungslose Unterstützervideos produzierte und pünktlich zu Weihnachten 2018 ihre Bescherung abholte, indem sie für ihre Leistungen Forderungen in Höhe von ca. 80.000 EUR erhob, was die Bewegung faktisch bankrott machte. Bemerkenswert ist in diesem Kontext, dass seinerzeit der Dreiwerk-Geschäftsführer André Schubert im sogenannten politischen Arbeitsausschuss (5) und seinem Arbeitsstab (6) mitwirkte, also über die Geschicke des Trägervereins der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ bestens im Bilde war. Man einigte sich dann auf eine Ratenzahlung, so dass im Dezember 2018 und im Februar 2019 riesige Summen aus der Kasse des Trägervereins abflossen (4). Selbstverständlich bekamen die 170.000 Unterstützer von diesen Machenschaften nichts mit. Erst, als die Firma in erpresserischer Manier die Webseite abschaltete und Zeitungsartikel in der Presse erschienen (8), erfuhren sie von den Streitigkeiten, die später mit der Meldung „heute haben sich der Aufstehen Trägerverein Sammlungsbewegung e.V. und die Dreiwerk Entertainment GmbH gütlich geeinigt“ völlig intransparent beendet wurden. Echten Fans konnte das natürlich nichts anhaben; sie vermuteten ein Komplott und konnten sich nicht vorstellen, dass Sahra Wagenknecht oder der Trägerverein der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ solch fatale, nepotistische Geschäfte mit ihren Spendengeldern zulassen würde.

    Doch auch die von Sahra Wagenknecht protegierte Paula Rauch sollte im nächsten halben Jahr nicht besser mit Spendengeldern umgehen. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2019 war die Spendenbereitschaft ungebrochen hoch, von Januar bis April waren laut einer „Finanzplan“ genannten Exceldatei – erstellt und verwaltet von der geschäftsführenden Vorständin Paula Rauch und dem vom Vorstand ernannten Schatzmeister des Trägervereins, Lukas Scholle (Mitarbeiter Fabio De Masi, MdB Die Linke) – knapp 70.000 EUR eingegangen (4). In den Folgemonaten sank das monatliche Spendenaufkommen dann in den mittleren vierstelligen Bereich. Da viele der Unterstützer der Sammlungsbewegung selbst Geringverdiener, ALG-II-Empfänger oder Armutsrentner sind, investierten sie mit ihrem Engagement auch sehr viel Hoffnung in kraftvolle Aktionen der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, damit der damit auf die aktuelle Politik entstehende Druck letztlich auch eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse bewirkt.

    Wofür aber wollte Paula Rauch dieses Geld verwenden? Laut Finanzplanversion vom 11.6.2019 (4) sollten insgesamt mehr als 70.000 EUR in die allgemeine Verwaltung (verteilt auf Verwaltungs-, Personal-, Technik-, Büro- und sogenannte Merch-Fixkosten) fließen. Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen sowie Material wurden mit 30.000 EUR geplant. Dabei gilt zu bedenken, dass bei dem einzelnen Unterstützer, der sich in Düsseldorf mit seinen Mitstreitern trifft und Aktionen vor Ort ohne irgendeine Form der Unterstützung durch den Trägervereinsvorstand plant, organisiert, bezahlt und durchführt, nichts davon ankommt. Betrachtet man weiterhin den Fakt, dass an der 2018 teuer bezahlten Internetseite nichts Wesentliches mehr verändert wurde und neben der ehrenamtlichen Pflege dieser Internetseite sowie der Sozialen Medien auch die lokalen Ansprechpartner (8), die für regionale Mailings in ihren jeweiligen Bundesländern verantwortlich sind, keine Aufwandsentschädigung für ihre ehrenamtlichen Arbeiten erhalten, stellt sich die Frage, wozu dieser riesige Verwaltungsüberbau der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ notwendig ist.

    Fahrt-/Bewirtungs- und Raumkosten kommen zum Beispiel vorrangig dem Vorstand und seinem Koordinierungskreis sowie dem Trägerverein zugute, da es über Treffen dieser Kreise hinaus keine Beteiligung der Unterstützer an Planungen und entsprechenden Meetings gibt. Und obwohl Paula Rauch bei Sahra Wagenknecht angestellt ist und somit ein Bürostuhl besitzen müsste, plante sie zusätzlich noch mehr als 14.000 EUR Bürokosten (inklusive Miete, Strom, Einrichtung und Geräten) ein. Sämtliche Dienstleistungskosten fließen ebenfalls in Kassen der von Paula Rauch ausgewählten, begünstigten Personen. Bemerkenswert sind hier auch der für 2020 avisierte Geschäftsführungsbetrag in Höhe von mehr als 30.000 EUR sowie der Buchhaltungsbetrag in Höhe von mehr als 18.000 EUR.

    Weitere ca. 25.000 EUR sollen in das Personal einer auszugründenden Firma (9) investiert werden, worüber selbstverständlich auch im Geheimen entschieden wird und womit Paula Rauch ihre Ankündigung vom 30.3.2019, dass „Mitgliederbetreuung dauerhaft nicht ehrenamtlich zu leisten“ (10) sei, vollzieht. Anstatt ihrem Versprechen in ihrer öffentlichen Videobotschaft „Transparente Strukturen, wo sich alle einbringen können, die sich auch engagieren möchten“ (11) zu schaffen, nachzukommen oder zumindest einmal nachzufragen, ob innerhalb der Sammlungsbewegung eine gute Lösung für Mitgliederbetreuung und Materialvertrieb gefunden werden könne oder einem arbeitslosen Unterstützer mit entsprechender Qualifikation die Gelegenheit zu bieten, an dieser Stelle mitzuwirken, straft Paula Rauch sich hier einmal mehr selbst Lügen und entscheidet die Personalfrage mit ihren Parteifreunden aus dem Koordinierungskreis (2), ohne dass die Unterstützer und Spendengeldgeber auch nur informiert, geschweige denn gefragt werden. Ob die fehlerhaften Formeln und die Verteilung zusammengehörender Positionen auf verschiedene Tabellen in der Exceldatei „Finanzplan“ (4) zur Intransparenz dienen oder auf die Unfähigkeit von Vorstand und Schatzmeister schließen lassen, bleibt unklar.

    Schaut man sich die Zusammensetzung des von Paula Rauch persönlich zusammengestellten Koordinierungskreises, dem aktuellen politischen Lenkungsausschuss, an, stellt man fest, dass sich darin überwiegend Angestellte im Politikbetrieb der Partei (Die Linke) befinden, vor allem bei Sahra Wagenkencht und Fabio De Masi, die sogar im gleichen Bürohaus in Berlin arbeiten, sich also zwischendurch sehen und abstimmen können. In Bezug auf diese Verfahrensweise, die vom Beginn der geschäftsführenden Vorstandstätigkeit von Paula Rauch bis zum heutigen Tage für die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ keinen Fortschritt, nicht einmal eine über die im Web veröffentlichten Grafiken und Slogans hinausreichende Wahrnehmung innerhalb der Bewegung bewirkte, sind die Ausgaben sämtlicher Spendengelder für den Überbau in Berlin geradezu grotesk. Abgesehen von den Fehlern im Finanzplan (4) verweist der Hyperlink „Transparenz“ auf der Internetseite aufstehen.de seit Monaten auf eine Fehlerseite und wird – obwohl mehrfach an Paula Rauch herangetragen – nicht korrigiert (12).

    Da Paula Rauch durch den intransparenten, autokratischen Stil in Kombination mit mangelhafter Kommunikation die zunehmend schnellere Schrumpfung der Bewegung – zum Jahresende 2019 werden weitere Unterstützer ihre Aktivitäten einstellen – zu verantworten hat, erscheint die desaströse Finanzplanung beinahe als vorsätzliches, mindestens aber inkompetentes Herunterwirtschaften der Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Offen bleibt nur: Schauen Sahra Wagenknecht und Fabio De Masi ignorant weg, weil sie sich wirklich niemals für die Menschen interessierten, die ihre Hoffnungen, Kraft und Gelder in „Aufstehen“ investierten? Oder wissen sie es sogar?

    Weitere Informationen und Quellen:
    (1) Videos Vorstand April 2019 „Neuer Vereinsvorstand stellt sich vor“: https://aufstehen.de/organisation/maschinenraum
    (2) Dem Koordinierungskreis gehören 2019 u.a. folgende Personen an: Paula Rauch (Mitarbeiterin von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Roman Veressov (Mitarbeiter von Sahra Wagenknecht, MdB Die Linke), Fabio De Masi (MdB, Die Linke), Stefan Herweg (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Ole Rauch (Ehemann von Paula Rauch, Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Lukas Scholle (Team Fabio De Masi, MdB Die Linke), Patrick Wahl (Referent Die Linke), Christian Kruse (Schatzmeister, Die Linke Hamburg).
    (3) Zitat „170.000 Unterstützer seit September“: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/sahra-wagenknecht-aufstehen-linke-sammlungsbewegung
    (4) Finanzplan des geschäftsführenden Vorstands und des Schatzmeisters des Trägervereins der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ vom 11.6.2019 (Anlage: 190611_Finanzplan_LS.xlsx)
    (5) Dem Arbeitsausschuss gehörten 2018 folgende Personen an: André Schubert, Sahra Wagenknecht, Ida Schillen, Fabio De Masi, Ludger Volmer, Simone Lange, Bernd Stegemann, Antje Vollmer, Ralf Köpke, Lühr Henken, Steve Hudson, Marco Bülow, Ingo Schulze, Peter Brandt, Sevim Dagdelen, Andreas Nölke, Florian Kirner, Wolfgang Zarnack, Torsten Teichert, Achim Hagemann, Frank Havemann.
    (6) Dem Arbeitsstab gehörten 2018 folgende Personen an: André Schubert, Sahra Wagenknecht, Ida Schillen, Fabio De Masi, Ludger Volmer, Bernd Stegemann, Marco Bülow, Sevim Dagdelen.
    (7) Meldungen zur Abschaltung der Internetseite aufstehen.de durch die Firma Dreiwerk GmbH im Dezember 2018 sowohl von der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ selbst als auch Presse:
    (a) Aufstehen-Fanpage: https://www.facebook.com/aufstehenbew/posts/265162714152579
    (b) https://www.n-tv.de/politik/Agentur-knipst-Aufstehen-Website-aus-article20774943.html
    (c) https://www.focus.de/politik/deutschland/aussagen-gegen-aussage-streit-mit-werbeagentur-sahra-wagenknecht-soll-rechnungen-nicht-bezahlt-haben_id_10074946.html
    (d) https://www.facebook.com/aufstehenbew/posts/267272003941650?tn=-R (8) Lokale Ansprechpartner: https://aufstehen.de/lokale-ansprechpartner
    (9) Kostenplan für eine zu gründende Full-Service-Agentur „Aufstehen UG“ (Anlage: 190612_AufstehenUG_Materialvertrieb.pdf)
    (10) Abschrift des Protokolls der Außerordentliche Sitzung des "Aufstehen Trägerverein Sammlungsbewegung e.V." am 30.3.2019 (Anlage: 190330_Protokoll-MV.pdf)
    (11) Video Paula Rauch April 2019 „Neuer Vereinsvorstand stellt sich vor“: https://aufstehen.de/organisation/maschinenraum
    (12) Unter „Finanztransparenz“ auf aufstehen.de angegebener, fehlerhafter Link https://aufstehen.de/finanzplan sowie https://aufstehen.de/transparenz



    1. Anlage
      (4) Finanzplan des geschäftsführenden Vorstands und des Schatzmeisters des Trägervereins der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ vom 11.6.2019 (Anlage: 190611_Finanzplan_LS.xlsx)

    zu Das Ende von Aufstehen - Teil 3


  • Niedersachsen



  • Meine Kommentare zu Teil 2,3 sind am Stammtisch z.zt. nicht lesbar. Ich werde sie hier nachtragen.



  • Hier nun meine antwort zu den teilen 1-3:

    Liebe freunde,

    fuer mich sind diese beitraege von Hans Christian zwar interessant, aber zu sehr auf das "so war es" gerichtet und es fehlt der perspektivische Ansatz.

    Ich stelle auch grundsaetzlich in Frage, ob jene, die dies initiiert haben, dazu in der Lage waren. Ich denke, sie waren sich ueber den Begriff "Aufstehen" nicht im Klaren und wollten eigentlich ein besseres "weiter so". So lag auch nahe, dass die Methoden aus ihren alten Kisten entstammten.

    Ich sage auch klar, dass "Aufstehen" nichts mit diesen leuten zu tun hat, die sich da nach vorne draengeln. Ihre substanzlose Existenzweise als teil des parasitaeren politischen Apparates laesst auch nichts anderes zu. Wenn so manche unserer freunde darauf warten, werden sie lange warten.

    Ich stimme allerdings auch vielen unserer freunde nicht zu, die den Namen "Aufstehen" als verbrannt bezeichnen. Er wurde mit Schmutz beworfen, richtig. Er wurde missbraucht, richtig. Etwas reinigen hilft da. Dem begriff selbst konnte dadurch kein Schaden zugefuegt werden. Aufstehen, stand up, levantarse/rebelde oder anderes in anderen sprachen bleiben davon unberuehrt, dass in der region Deutschland damit Mist produziert wurde.

    Ein Aufstehen kann sich nur lokal entfalten und setzt die lokalen akteurInnen voraus. Es gibt hierfuer auch keine vorgegebenen Methoden oder Formen. Die lokalen akteurInnen kooperieren im regionalen sowohl thematisch als auch zeitlich.

    In einem prozess des aufstehens werden keine Zentralismen gebraucht. Und wenn sie existieren, stoeren sie. Das ist doch eine der wesentlichen Erfahrungen, die wir alle selbst machten und wie sie Hans Christian hier vortraegt. Nur, bei ihm fehlt das verstaendnis, dass es notwendig so kommen musste. Fast alle AkteurInnen von Aufstehen sind gebrannte Kinder mit Erfahrungen aus dem Parteisumpf. Und totz unterschiedlicher Namen und so mancher politischer Phrasen sind sie sich darin gleich: Das Volk, die Bevoelkerung, darf niemals sich in den Stand setzen, selbst zu bestimmen und zu gestalten.

    Zu diesem Zweck wurde aus dem Feudalismus heraus, der ja auch vollstaendig repraesentativ organisiert war, die repraesentative Republik konstruiert. Das hoert sich dann etwas anders an und sieht etwas anders aus, ist aber das gleiche.

    Dem steht nun nach wie vor die demokratische Selbstorganisation der Bevoelkerung als politischer Souveraen als Alternative entgegen. Aber niemals kann irgend eine Partei, deren Existenzgrundlage die Repraesentation ist, da mitspielen. Und deswegen kann niemals eine Partei, egal mit welchem Namen, ein Aufstehen unterstuetzen. Sie koennen es nur als "Soeldnertruppen" fuer ihre eigenen Interessen missbrauchen. Geht doch anders nicht.



  • ".. ein gesichertes Stück von dem Kuchen für sich haben, von dem die leben, die sie
    angeblich bekämpfen."
    "Dabei arbeiten sie nur darauf hin, endlich auch mit am Tisch sitzen zu dürfen.."

    Lieber @Ottopeter, voellig richtig. Das trifft es exakt. Es wird noch etwas dauern, bis unsere freunde dies auch so sehen.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @Steffen-Beck
    Auch die xls-Datei kann man öffnen, z. B. mit Open Office Calc.



  • Es mag alles oder vieles richtig sein, was in diesen Abhandlungen steht... Wir haben es in Dresden von Beginn an so gehalten, Dinge vom TV oder aufstehen bundesweit anzunehmen, die wir gebrauchen können und ansonsten darauf zu verzichten... Ich denke, wir sind damit bisher gut gefahren.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    Ich hatte die Informationen von Hans Christian per Mail erhalten, würde gerne mehr darüber wissen, was ihn bewegt, diese zu verteilen und habe ihn diesbezüglich um ein Telefonat gebeten. Vermutlich handelt es sich bei Hans Christian um den LAP von Bayern, oder?


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @Thorsten_HL sagte in Beitrag von Hans Christian im Stammtisch am 15.11.19:
    Zitat " Vermutlich handelt es sich bei Hans Christian um den LAP von Bayern, oder?"
    das kann ich mir nicht vorstellen



  • "Hallo,
    hier noch das Infomagazin des Freien Radios Neumünster vom 5.11.19 zur
    Aktion Bunte Westen 4 gegen Hartz 4. Am Ende des Interviews war die
    Situation von Aufstehen ein Thema.
    https://freiesradio-nms.de/2019/bunte-westen-demonstrierten-in-neumuenster-gegen-das-hartziv-regime/"

    Lieber @Thorsten_HL, meinen grossen dank fuer deine email mit dem Link zu dieser Infosendung. Sehr gute beitraege unserer freunde, der Moderator war wohl etwas ueberfordert. Aber sein Ende ist auch sehr gut.

    mit lieben gruessen, willi


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @RHLingenau yepp, vielleicht sollte nur der Eindruck erweckt werden, es handele sich um den LAP aus Bayern...


  • Nordrhein-Westfalen AG Soziales

    Der aus Bayern, nein, unvorstellbar. Das ist ein OBEN-treuer aus der Linkspartei.



  • Also der LAP aus Bayern ist es nicht. Aber wer ist es dann? Gab es noch ein Hans Christian, der solche Insider-Infos haben konnte? Oder wurde dieser Alias-Name mit Bedacht gewählt, um dem LAP in Bayern zu schaden?



  • Zum Beispiel die Kampagne "Würde statt Waffen". Oder der Workshop in Dortmund im Frühjahr...


  • Niedersachsen

    @Doris . Da bin ich genau entgegengesetzter Menung. "Würde statt Waffen" ist ein Phantasieprodukt der Führung und die Rekrutenarmee sollte ausführen. Um den Aufbau einer Rekrutenarmee ging es auch in Dortmund. Siehe das Thema "Organizing". Nrgendwo ging es um Demokratie oder um die Basisgruppen.



  • @Ma-Krause : Was ist den ein OBEN-treuer? Jemand der OBEN TREU und HUI ist und unten Pfui? Heißt das er SPRICHT Fabio nach dem Mund, oder Sahra. Oder gehört er zum KADER von KATJA KIPPING? . . . .Erklär bitte mal, was DU da WEM unterstellst! DANKE - lG Roland


  • Niedersachsen

    @Bruno Ein ehemaliger Benutzer ist einer, der gegangen ist.


  • Niedersachsen

    @R-A-Reiter Ich meine, Du hast Ma recht gut verstanden. Hätte Aufstehen das Oben und Unten überwunden, wäre alles gut gewesen. War aber nicht. Und falls Du die Obentreuen noch nicht kennst, dann lies mal in FB die Beiträge, wo unreflektiert Sahra, Fabio oder auch andere angehimmelt werden. So kann Aufstehen nicht funktionieren.


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