Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    @Steffen-Beck Ich verstehe die Marogal-Idee so, dass gar nicht erst falsch verteilt wird und daher keine Umverteilung nötig ist. Außerdem ist die Herangehensweise dadurch gekennzeichnet, dass in der kleinsten Einheit der arbeitsteiligen Gesellschaft, dem einzelnen Betrieb angesetzt wird und daher keine Mehrheiten im Vorhinein organisiert werden müssen, um eine Änderung durchzusetzen. Es wächst etwas Neues von Unten her heran. Das ist dann natürlich eine Generationenaufgabe, und man muss sich fragen, ob soviel Zeit bleibt, bevor die Welt bereits zugrunde gerichtet ist.
    Aber wenn das von Unten gehen soll, warum dann nicht auch durch Satzungsänderung bestehender GmbH's? Genauso wie es heute reiche Leute gibt, die für eine Reichensteuer eintreten, sollten sich doch auch Gesellschafter bestehender GmbH's finden, die den Ansatz unterstützen, @Marcel-Hammer ?



  • @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Müsste man dann nicht einfach AG´s verbieten?

    Steffen und @Marcel-Hammer, gerne möchte ich vermitteln, denn offenbar geht ihr von unterschiedlichen "Weltbildern" aus, die sich womöglich bedingt verbinden lassen:

    1) Steffen scheint eine normale "Weltsicht" zu Grunde zu liegen, die ich klassisch-idealistisch nennen möchte:

    • Es liegt dann eine Demokratie vor, wenn BürgerInnen die Möglichkeit haben regelmäßig an Wahlen teilzunehmen.
    • PolitikerInnen sind demzufolge Vertreter des Volkes und setzen entsprechend Interessen von Mehrheiten um.
    • Wir haben das Recht der freien Meinungsäußerung und wenn wir Mehrheiten finden dann können unsere Ziele von den Parlamentariern umgesetzt werden. Deswegen ist Meinungsbildung und dazugehörige "Politische Bildung" von erheblicher Bedeutung.
    • So in etwa bekamen wir es bereits in der Schule vermittelt. Es ist Teil unserer Sozialisation. Politische Teilhabe, Engagement und Politische Bildung sind sehr wichtig, da wir anhand derer die Werte und Ideale des Abendlandes und der Aufklärung vertreten.
    • Immer wieder steht Demokratie aufgrund "Dummheit" und den "Rechten" auf dem Spiel. Deswegen kämpfen wir gegen jene.
    • Wir haben gelernt, dass unsere Stimme zählt und wichtig ist, da sonst die Rechten stärker werden.
    • Im Westen war insbesondere der Spiegel für viele meinungsbildend. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Kampf gegen den Antisemitismus der Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit, Hass uns Faschismus. Insbesondere der böse Russe als auch der islamistische Terror wurden von vielen thematisiert. Weitestgehend wurde bei diesen das amerikanische Weltbild von 45 übernommen.
    • Zunächst bezeichneten sich jene, die pro Palästina waren, als "links".
    • Heute bezeichnen sich jene Personen, wie Uwe Becker (CDU Frankfurt) und Antideutsche, die pro Israel sind, als "links". Für jene spielt symbolische Politik eine große Bedeutung.
    • Insgesamt wird an dem Einfluss parlamentarischer Politik festgehalten. Kritische VertreterInnen räumen ein, dass die Möglichkeit linke Mehrheiten zu erzielen aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit sehr gering sind. Die Idee gar AGS zu "verbieten" erscheint jenen als frommer Wunsch. Folglich und allgemein kommt es zu Politikverdrossenheit. Es fehlen Wege
    • Mitunter wird die Meinung vertreten, dass Wut-Bürger der AfD einfach eine andere Partei wählten sollten und dann wird es die Politik schon richten
      ..

    .2) Marcel geht von einer Betrachtung aus, die ich als "postdemokratisch" bezeichnen möchte:

    • Aktuell wird in Politikwissenschaften [Uni] von Postdemokratie gesprochen. D.h. dass von einer Phase nach dem Zeitalter der großen Demokratien ausgegangen wird (vgl. Moderne).
    • Die EU wird aufgrund des neoliberalen Regelwerks keineswegs als demokratisch verstanden.
    • Mitunter wird davon ausgegangen, dass das politische System unterwandert wird. D.h. dass längst nicht mehr Interessen von Mehrheiten umgesetzt werden. Vielmehr beeinflusst durch u.a. Lobbyismus setzen große Konzerne oder eben Machteliten ihre Interessen um.
    • Meinungsbildung ist an sich wichtig, allerdings wird von einem maßgebenden Einfluss der Medien ausgegangen die mitunter Themen ausschneiden und weglassen (Schlagwort: "Medien-Lücke"). Deswegen fällt den alternativen Medien eine sehr wichtige Rolle zu.
    • Fakt ist, dass die wenigen großen Medienkonzerne in den Händen weniger Familien sind. https://www.nachdenkseiten.de/?tag=methoden-der-manipulation
    • Ein Netzwerk einflussreicher Alpha-Journalisten trägt zur Auswahl und Abstimmung der Themen bei. https://www.halem-verlag.de/meinungsmacht-und-elite-journalismus/
    • Politik ist längst unterwandert. Sowohl hinter Trump als Clinton stehen neoliberale Machteliten, die Politik vorgeben.
    • Der Einfluss der Parlamente nimmt Zugunsten des Einflusses von Netzwerken großer Konzerne ab. Wirtschaftsforen und Wirtschaftspolitik bestimmen den Lauf der Welt (u.a. Davos).
    • Der Glaube "etwas einfach zu verbieten" und dass diese Politik unsere Probleme löst, wird kritisch hinterfragt.
    • Diese Position ist quasi "überpolitisch", da sie sich nicht im politischen Diskurs verliert. Vielmehr wird der politische Diskurs als ein Teil des Gesamtsystems betrachtet und insbesondere wirtschaftliche Zusammenhänge und Machtstrukturen werden einbezogen.
    • Während nach Marx Politik die Welt gestaltet, wird nach der Konstitution der Welt/Wirklichkeit gefragt (u.a. auch psychologisch-sozialwissenschaftlich-philosophische Ansätze).

    Ob jetzt "Politische Bildung" oder "Auseinandersetzung mit grundlegenden Zusammenhängen" erforderlich ist, hängt damit zusammen, ob Gesellschaft:

    **a) von Innen bedroht wird, also durch u.a. "Dummheit der Bevölkerung". Dann wäre "Politische Bildung" gefragt.

    b) Wenn allerdings eine Bedrohung von Außen vorliegt, Politik, Gesellschaft und Demokratie unterwandert sind, dann hilft "politische Bildung" nicht und "Auseinandersetzung mit grundlegende Zusammenhängen" ist angezeigt.** Genau dies wird auf Seite 17 dargestellt, bitte Link öffnen, rechts oben: http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=16

    Hier im Text wird erklärt, warum es eben nicht um mehr "Politische Bildung" geht und gehen kann. Wir wissen - wenn wir in der Postdemokratie angekommen sind - dass politische Einflussnahme an Ungleichheit nichts ändert und auch nichts ändern kann. Anhand der Auseinandersetzung mit grundlegenden Zusammenhängen verstehen wir, dass Kapitalkreisläufe abgeleitet, dass Kapital von unten nach oben transferiert wird. Damit wir und andere das besser verstehen, ist "Auseinandersetzung mit grundlegenden zusammenhängen" notwendig (s. Beitrag Marcel oben).

    In beiden Fällen geht es darum, dass wir linken und sozialen Menschen uns zusammenschließen.


  • Niedersachsen

    @Haraldu Verstehe bitte, die Erscheinung, dass Fremdentnahmen aus der Firma stattfinden ist vorrangig ein Problem der Aktiengesellschaften. Eine kleine Firma kann zum Beispiel durch eine Zwangsversteigerung in fremde Hände kommen, die die Firma aussaugen. Dagegen kannst Du vorausschauend gar nichts machen. Auch das Problem wird bei Marogal nicht präzise dargestellt. Die Ursache für die Schere arm-reich wird von ihm gar nicht beschrieben. Die Ausbeutung ist die Basis für die Freiheit der Herrschenden. Und jeder der sich beteiligt bekommt einen Anteil. Man kann Betriebe gründen, soviel man will. Wenn sie sich nicht an die Marktgesetze halten, gehen sie unter und landen in der Hand von Spekulanten. Wie falsch übrigens die mantraartige Analyse von Bedingungen sein kann, zeigt mir der Versuch von @Martin-Durel , mich in eine Schublade einzuordnen. Er hat es geschafft, mir 11 Merkmale zuzuordnen, von denen nicht ein einziges die Wahrheit triff. Jeder, der meine Texte kennt, wird sich mit mir sehr darüber amüsieren. Das ist übrigens der Hauptnachteil von Dogmatismen, sie treffen meist nicht zu. Auf jedem Fall würde ich auf der Basis von Glaubenssätzen keine Firma gründen. Wer es doch tut, hat noch verschiedene Möglichkeiten zu scheitern, mehr aber auch nicht. Und eigentlich möchte ich die Herren Prediger bitten, hier die Diskussion für unsere Fragen zur Aufklärung wieder freizumachen.



  • "Er hat es geschafft, mir 11 Merkmale zuzuordnen, von denen nicht ein einziges die Wahrheit triff."

    @Steffen-Beck, da stimme ich dir sehr zu. Ich halte den beitrag von @Martin-Durel fuer eine frechheit und eine ekelhafte Selbstbeweihraeucherung. Seit ein paar tagen treibt er sich hier herum und will mit grossem geschwaetz ertoenen. Zusammen mit seinem freund @Marcel-Hammer.

    Ich bitte dringend darum. das Maragol-Thema in ein eigenes thema zu verlagern. @Guido, @ThomasN, @Thorsten_HL, @Steffen-Beck. Mir geht dieses substanzlose gesaeusel tierisch auf den Geist.



  • Ich habe mich während der 10 Jahre Beschäftigung mit dem Thema Macht öfter mal gedacht, was passieren würde, wenn viele Menschen mehr Wissen über Macht hätten.

    Es ist wie bei der Erfindung einer neuen Waffe.
    Es kommt darauf an, wer sie mit welchen Motiven anwendet.
    In Richtung linkem (mit Herz) oder rechtem (ohne Herz) Pol der Systeme.

    Solange die Medien-Organisationen das Wissen über Macht verheimlichen, findet das Experiment nicht einmal statt.

    Mehr Wissen allein würde wohl nicht viel ändern.
    Mehr Wissen und mehr Herz oder weniger Herz würde wohl viel ändern.

    Anders sieht die Sache aus, wenn die Machtverhältnisse durch Aufklärung geändert werden. Wenn das Herrschaftswissen nach unten durchsickert. Dann können sich die unteren Schichten besser gegen die oberen Schichten wehren.

    Fazit :

    Aufsteher können sich um Förderung des Gefühls der Nächstenliebe / Solidarität bemühen.

    Aufsteher können sich bemühen, das Herrschaftswissen zu suchen und unten zu verteilen.
    Zu diesem Punkt ein Daumen hoch für @Steffen-Beck

    @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Übrigens weiß ich nicht, welches Wissen den meisten Menschen fehlt, ich weiß nicht einmal, welches Wissen mir fehlt. Denn ich bin kein Guru. Und mir geht es auch nicht darum, die Menschen zu belehren. Mir geht es nur darum, zu zeigen, dass ohne Kenntnis der wirklichen Machtstrukturen ein Kampf gegen die Wirkung dieser Strukturen nicht zu führen ist. Der Lernprozess ist ein kollektiver, ganz auf solidarischer Basis durchzuführender Prozess.



  • @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    @Marcel-Hammer

    @Marcel-Hammer sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Was soll bitte "Politische Bildung" da weiterhelfen, eine Ideologie kann nicht abgewählt werden und überschreitet die Grenzen des Politischen: Deswegen Auseinandersetzung mit Grundlagen und reparieren von grundlegenden Defiziten.

    Du irrst in dieser Frage. Ideologie kann durchaus abgewählt werden. Nicht in einer Bundestagswahl, aber sicher durch Aufklärung ganz individuell. Anders lässt sich eine Ideologie nicht durchschauen. [..] Wie soll durch Gründung kleiner Unternehmen, aus denen von außen kein Kapital abgezogen wird, das Problem der ungerechten Verteilung gelöst werden?

    Die Ideologie, von der wir beide sprechen, lautet Neoliberalismus und geht, und auch darin kommen wir sicherlich überein, u.a. mit dem Prinzip der Gewinnmaximierung einher. Diese allgemeine Maxime greife ich heraus, da diese unter anderem im Zusammenhang von Marogal diskutiert wurde – ich wundere mich, warum hier einige wissen, dass Marogal über so vieles nicht diskutiert hat, wäre aber ein anderes Thema – und da sich hier offensichtlich zeigt, dass es sich auf jegliche Lebensbereiche ausweitet. Unser Alltag ist vom Prinzip der Gewinnmaximierung geprägt und deswegen möchte ich gerne nicht nur den „politischen Bereich“ betrachten. Denn wenn wir uns auf das „Politische“ versteifen, dann greift wir zu kurz und beschneiden zugleich unserer eigenen Handlungsmöglichkeiten. Ich habe mich beim Verständnis von „Politischer Bildung“ zu sehr auf meine Erfahrungen und das klassische Verständnis von „Politischer Bildung“ Sinne beschränkt und bin zu sehr von der Bezeichnung „Politisch..“ ausgegangen, als ich meine obigen Zeilen verfasst habe. Damit habe ich einen Fehler begangen und vor allem dir Unrecht angetan. Ich bitte um Entschuldigung. Erst beim Lesen deiner Antwort ist ein Licht aufgegangen: Wir vollen in vielen Punkten das gleiche, meinten letztlich ähnliches. Letztlich ist es unser Wunsch, dass Menschen solidarisch zusammenfinden und gerade das ist der entscheidende Moment von Marogal: Es geht um die Entwicklung des einzelnen Menschen, der schließlich in der Gemeinschaft ankommt. Dies wird bereits in der ersten Illustration zum Ausdruck gebracht http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=4 Verkürzt gesagt, wurde jene politische Welt, die mit dem fordernden Kind assoziiert wird, mit jenem narzisstischen Neoliberalismus, der mit ausufernder Jugendzeit assoziiert wurde [per Definition narzisstisch], in Verbindung gebracht. Schließlich - und hier stehen wir gerade - heißt es einen Schritt weitergehen und eben in jener Gemeinschaft ankommen. Um Wissen kann es alleine nicht gehen, sondern um die Entfaltung des einzelnen Menschen: Geht es nicht gerade darum, dass jene idealistisch-vorgestellten, politischen Welten zurück gelassen werden und eben jener der Mensch der Gegenwart, der sich als Kämpfen für einzelne Werte, immer mehr in politischen und digitalen Welten identifiziert und längst sich selbst verloren hat, dass dieser wieder zu sich findet, indem jener „da raus“, eben einen Schritt weiter geht?

    Wohl kaum jemand wird leugnen, dass der Inhalt von Politik Herrschaftsstrukturen und das der Wunsch nach Gerechtigkeit im Zentrum politischen Handels steht. Ist Gerechtigkeit und Gleichheit nun das gleiche? Können durch Steuern oder andere politische Einflussnahme Probleme gelöst werden oder werden grundlegende Probleme lediglich immer schon überbrückt? Zumindest werden sich einige Menschen aus guten Gründen damit schwer tun, Machtstrukturen auch dem politischen Bereich zuzuschreiben, fallen diese zumindest im universitären Betrieb eher den Sozialwissenschaften und Philosophie zu. Bitte lass uns nicht über Zuordnungen streiten, ich möchte - leider etwas weit ausholend - mich deiner Frage nähern. Tatsächlich geht der marogalische Ansatzpunkt aufgrund einseitiger Auseinandersetzung mit Herrschaftsstrukturen und da wir alle stets durch nicht zufällige Befeuerung medialer Inhalte verschüttet: Der marogalische Ansatz macht nichts anderes, als dass ein „Systemfehler“ aufgedeckt wird, auf den diverse Denker und Theoretiker immer schon zeigen und sorgt konsequent durch grundlegende Einflussnahme für Abhilfe. Humane Unternehmen tragen dazu bei, dass Gewinne nicht weiter abgezogen werden. Wenn wir uns also die gegenwärtigen Kapitalströme anschauen, dann fällt auf, dass diese der Grund dafür sind, dass bald ein Prozent mehr als 85 % des ganzen, weltweiten Besitzes haben. Je mehr Unternehmen also in ihrer Satz festhalten, dass keine Gewinne abgezogen werden, um so weniger werden Kapitalströme von unten nach oben umgeleitet. Eine Entwicklung Humaner Unternehmen könnte sich übrigens sehr rasant vollziehen.

    Im Detail sollte dies an dieser Stelle ausreichen. Mein Gedanke und Vorschlag ist: Warum sollte weiterhin missverständlich von „Politischer Bildung“ gesprochen werden? Wie wäre es Inhalte verständlich auf den Punk zu bringen und konkret anzubieten und zur Auseinandersetzung mit „Grundlegenden Zusammenhängen“ ermutigen? Statt uns in einzelnen Konflikten und manipulierten und ausdifferenzierten Konfliktparteien zu verlieren, finden wir in den gemeinsamen Grundlagen zusammen und stimmen gemeinsam gegen den Abbau der Ideologie, den Neoliberalismus, an und setzen konkret Handlungsmöglichkeiten mit hinreichender Reichweite um. Auch Politikverdrossene könnten auf diese Weise wieder mitmachen. Wir verstehen uns nicht als „Politisches Wesen“, sondern als Menschen. Dafür stehen wir gemeinsam auf.

    Im Anschluss an die Aufklärung und insbesondere den Diskurs des Abendlandes: http://online.fliphtml5.com/djgvf/sodw/
    Ausführlich und „im literarischen Stil“:
    http://online.fliphtml5.com/djgvf/wzac/


  • Niedersachsen

    @Marcel-Hammer Auch die fortgesetzte Wiederholung der ungeklärten Glaubenssätze macht die Diskussion nicht wertvoller. Viel Text ist nicht immer viel Inhalt. Ich wiederhole also meine Bitte uns hier zum Thema diskutieren zu lassen. Und ich sage es nochmal: Jede Form von Religion ist ungeeignet, Ermächtigungsprozesse auszulösen und Veränderungen der gesellschaftlichen Realität herbeizuführen.



  • Lieber @Steffen-Beck,

    Bitte sage mir, was du mit "ungeklärten Glaubenssätzen" meinst? Meinst du die Verankerung der Grundsätze in der Satzung von Unternehmen? Diese ist real und bereits juristisch abgeklärt und möglich. Oder zielst du darauf ab, dass keine empirischen Daten vorliegen? Von einer Religion zu sprechen ist in jedem Fall nicht fair und sollte eigentlich unter deinem Niveau liegen. Bitte revidiere dies, du sprichst schließlich in deinen einleitenden Worten selbst von solidarischen Umgang.
    Wenn du "Politische Bildung" konkreter fassen willst, wo ist das nachzulesen und wo wird das geklärter dargestellt? Du sprichst von "Ermächtigungsprozesse": Wer soll ermächtigt werden, geht es dir also nicht um eine Bewegung und Befreiung aller Menschen? Vielen Dank



  • @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    .. Versuch von @Martin-Durel , mich in eine Schublade einzuordnen. Er hat es geschafft, mir 11 Merkmale zuzuordnen, von denen nicht ein einziges die Wahrheit triff.

    Lieber Steffen,
    du scheinst schnell zu schießen und hier hast du offenbar über das Ziel hinaus geschossen. Lies gerne in Ruhe nach, ich habe geschrieben, du "scheinst" und nicht dass du überhaupt in einer Schublade steckst. Also alles gut! Geht für mich so okay, ich bin nicht nachtragend. Mir ist solidarischer Umgang wichtig.

    Wer von Bildung spricht, der sollte unbedingt wissen,
    das Bildung ein Ganzes und nicht vom Menschen zu trennen ist.
    Die Loslösung eines Teils von Bildung,
    auch hier die Loslösung von "Politischer Bildung",
    macht aus Bildung nichts weiter als die Anhäufung von Wissen,
    wir sollten von Einbildung sprechen.

    Da du - lieber Steffen - also auch bei einer multipolaren Welt angekommen bist, ist dir längst aufgegangen,
    dass es die Mechanismen des Neoliberalismus sind,
    die uns, unser Wissen und unsere Bezüge lösen und vor allem jene Themen, um die es eigentlich geht verschleiern,
    uns ablenken.

    Um einem aufgeklärtem Verständnis von Bildung gerecht zu werden, dürfen wir jener Ablenkung nicht zum Opfer zu fallen.
    Deswegen möchte ich den konstruktiven Vorschlag von Marcel unbedingt aufgreifen:
    Bildung bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung und unbedingt die Auseinandersetzung mit grundlegenden Zusammenhängen.

    Ansonsten schließen wir Lösungswege aus.
    Ihr kennt vielleicht auch noch die Heftchen in der Grundschule,
    die mit "Politischer Bildung" überschrieben waren.
    Hier dürfen wir nicht stehenbleiben,
    müssen vielmehr Grundlagen verstehen
    und uns mit Grundlagen auseinandersetzen.

    .


  • Niedersachsen

    @Martin-Durel Auch hier wieder : Klar am Thema vorbei. Hier geht es nicht um politische Bildung und schon gar nicht um Heftchen aus der Grundschule, die ich nicht kenne, weil ich nie eine Grundschule besucht habe. Bevor also noch mehr Text hier alles zuschreibt, bitte ich auch Dich, dich mit dem Thema hier zu befassen. Und sonst bitte ich Dich, im eigenen Threat zu bleiben. Leider werde ich den Verdacht nicht los, dass es Euch hier nicht um eine sinnvolle Diskussion geht.



  • @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    1. Bildungsziel ist nicht die Herausbildung von Führungspersonal, sondern ..

    Lieber Steffen,
    ich lese aufmerksam deine Formulierungen. Du schreibst selbst, dass es um Bildung geht, siehe Zitat oben und hinterfragst selbst "traditionelle gewerkschaftliche oder proletarische Bildungsformen". Mir geht es genau um das, was du ansprichst.

    Ist es nicht okay, wenn Themen auch kritisch analysiert werden? Wie stellst du dir vor, dass umfassende politische Aufklärung etwas bewirkt, wenn grundlegende Inhalte von vornherein ausgeschlossen werden? Mein Vorschlag ist es, bereits vor dem "Verständnis von Herrschaftsmethoden" - so wie du es schreibst - anzusetzen, da diese aus Machtstrukturen erst hervorgehen. Eine Ideologie bzw. Neoliberalismus geht nicht aus speziellen Herrschaftformen hervor, sondern aus grundlegenden Misständen. Werden Werte und Normen einer Gesellschaft nicht hinterfragen, so wie hier vorgeschlagen das "Klassische Verständnis von Handel", wird Neoliberalismus nicht verständlich und dessen Reproduktion kann nicht erreicht werden, da dem Ansatz die Reichweite fehlt.

    Meine These: Politische Aufklärung macht nur dann Sinn, wenn thematisch grundlegende Zusammenhänge eingeschlossen werden. Ansonsten werden immer wieder Folgeprobleme bekämpft (Ausländerfeindlichkeit, Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung usw.)


  • Niedersachsen

    Aufklärung tut not. Erste Hilfe gegen die Verblödung durch die Medien. Wie beispielhaft in diesem wirklich guten Beitrag gezeigt wird. Wie sind auf einen guten Weg, wenn wir uns dagegen immunisiert haben: https://deutsch.rt.com/meinung/98050-heuchelei-ist-deutsche-staatsrason/?fbclid=IwAR24NX0fDnxW4l7XzMAbwt_hUbFSnYlaOGaMhCzOHOuyQUiZAsK2lLJq6cI#.Xkpi-bQfRwE.facebook



  • @Steffen-Beck sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Aufklärung tut not. Erste Hilfe gegen die Verblödung durch die Medien. Wie beispielhaft in diesem wirklich guten Beitrag gezeigt wird. Wie sind auf einen guten Weg, wenn wir uns dagegen immunisiert haben: https://deutsch.rt.com/meinung/98050-heuchelei-ist-deutsche-staatsrason/?fbclid=IwAR24NX0fDnxW4l7XzMAbwt_hUbFSnYlaOGaMhCzOHOuyQUiZAsK2lLJq6cI#.Xkpi-bQfRwE.facebook

    "Aufklärung tut Not!" - ja wohl! Und deshalb gilt es zu unterscheiden zwischen A) Mainstream Diskurs und "Aufklärung" B) Tatsächliche Inhalte von Aufklärung, bei denen C) Grundlegende Zusammenhänge eine gewichtige Rolle spielen. Was daraus unbedingt geschlossen werden sollte möchte ich abschließend in D) Aufklärung und Handlungsalternative zusammenfassen:

    A) Mainstream Diskurs und "Aufklärung" - Im wesentlichen Basiert der Mainstream Diskurs auf dem Weltbild von 1945, dass sich insgesamt auf das amerikanische Weltbild bezieht. Nach 1945 gibt es, so will man uns zumindest Glauben schenken, keine großen Fragen mehr (s. S. 8 http://online.fliphtml5.com/djgvf/wzac/#p=8). Folglich werden Feindbilder konstruiert. Hier der böse Russe und da der islamistische Terror, damit dann im Namen der NATO Kriege geführt werden dürfen oder eben Länder "vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit" befreit werden können. Völkerrecht und UNO werden mit den Füßen getreten, der Rest ist bekannt. Wir alle wurden in diesen Mega-Frame oder eben jene westliche Welt - wenn wir im Westen sozialisiert wurden - hineingeboren. In Schulbüchern wurde uns ebenso trügerisch vermittelt, dass wir mehr "Politische Bildung", mehr formales Wissen brauchen, ebenso falsch wie uns heute China und Russland als Gefahren präsentiert werden. Ob wir "verdummen" sollen sei dahingestellt. Wir haben allerdings so lange keine Möglichkeit zu verstehen, wie wir an jenen "Ausgewählten Inhalte" und medial vermittelte, verkürzte Bild glauben. Mit gutem Beispiel wie wir aus dieser "Blase" und jener medial vermittelten Wirklichkeit kommen können, geht der Historiker Daniele Ganser voran (Hier wird beispielsweise grundlegend die NATO hinterfragt: https://www.medimops.de/daniele-ganser-illegale-kriege-wie-die-nato-laender-die-uno-sabotieren-eine-chronik-von-kuba-bis-syrien-broschiert-M03280056314.html?variant=UsedVeryGood&creative=&sitelink=&gclid=EAIaIQobChMInrWw_O_Y5wIVCbrtCh24SQHREAYYAyABEgKadPD_BwE). Trotzdem ist es insgesamt gelungen, dass die sogenannten Qualitätsmedien uns eine lückenhafte Wirklichkeit präsentieren, die immer noch von der Mehrheit der Bevölkerung angenommen wird: Wer sich auf wissenschaftliche Forschung bezieht, wird mitunter als VerschwörungstheoretikerIn bezeichnet.

    B) Tatsächliche Inhalte von Aufklärung
    Bei den tatsächlichen ("wahren") Inhalte der Aufklärung handelt es sich deswegen keineswegs um das "Klassische Politik-Wissen". Allein diesen Unterschied zu benennen ist Aufklärung. Tatsächlich tragen andererseits "Oberlehrer" gerade dazu bei, dass Menschen immer wieder ins Zentrum dieser Welt hinein stürmen und sich verirren (vgl. Kulturindustrie). Jene vermeintliche Aufklärung ist nichts anderes als Ablenkung. Freilich sind wir nicht verblödet, auch wenn dies im Rahmen des Programms uns immer wieder erzählt wurde. In gewisser Weise hat (jene!) Politik eine Funktion: "Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubringen, für Fragen, die keinerlei Bedeutung haben." (Zitat s.S.17 http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=16).

    C) Grundlegende Zusammenhänge
    Wie im Artikel angesprochen, brauchen wir Grundlegendes Wissen - hier wird die Unterscheidung von Faschismus und Nazismus angeführt - um grundlegende Zusammenhänge zu verstehen. Achtung: Grundlegendes Wissen darf nicht zum Selbstzweck werden. Trotzdem geht es also nicht um die Anhäufung von historischem Wissen, sondern um den Aufbau des Bewusstseins von Ungleichheit.

    Beispiel: Nach und nach haben sich Bewusstsein von Ungleichheit und Umweltbewusstsein etabliert. Ohne diese Grundlagen von Politik wäre selbige und politisches Handeln nicht möglich.

    D) Aufklärung und Handlungsalternative
    Wer grundlegend verstanden hat, dass Gesellschaft und Demokratie längst unterwandert werden, der wird nicht weiter von klassischen Aufklärungsbestrebungen abgelenkt. Jene ab-lenkende Funktion wird hier ebenso wie die Hintergründe der AfD (Wirtschaftspartei) schön herausgearbeitet: https://www.perlentaucher.de/buch/paul-schreyer/die-angst-der-eliten.html.
    Menschen werden außerdem abgeschreckt und fühlen sich klein und handlungsunfähig, wenn wohlwollend in alternativen Programmen komplexes Wissen präsentiert wird. Setzen sie sich hingegen mit grundlegenden Zusammenhängen auseinander, dann stoßen sie - so wie es u.a. auch Marx gesagt hat - auf den grundlegenden Missstand, der zugleich der Anfang des Bewusstseins von Gleichheit ist: Nach dem Klassischen Verständnis von Handel ist es normal, dass die von uns erarbeiteten Gewinne abgearbeitet werden. Der Schritt zu Humanen Unternehmen, die in der Satzung aufnehmen, dass Gewinne nicht abgezogen werden und das jegliche Geschäfte offen gelegt werden, ist für alle leicht zu greifen. Wir brauchen keine weitere Ablenkung/klassische Aufklärung. Wir brauchen nur eins: "Bewusstsein von Gleichheit - nie mehr werden unsere Gewinne abgezogen!"


  • Web-Auftritt

    Ein wesentlicher Erkenntnisfortschritt liegt darin, zu verstehen, dass Dummheit / Verblödung der Massen kein Zufall, sondern gewollt, beabsichtigt sind von der herrschenden Elite. Dass wir von seiten des bestehenden Systems diesbezüglich keine Hilfe sondern Widerstand zu erwarten haben bei unseren Bemühungen um Aufklärung.

    Das bestehende System entfaltet zunehmend totalitäre Züge, die von Orwell inspiriert sein könnten. So sehen wir inzwischen auch von den Grünen, die ansonsten auftreten, als seien sie eine liberale politische Kraft, Forderungen, die in Richtung eines Wahrheitsministeriums, von Denkverboten und Zensur gehen und die zum Teil bereits in den sozialen Medien zur Durchsetzung kommen: immer mehr Dinge dürfen nicht mehr gesagt oder gedacht werden.

    Auch bei der Linken gibt es dagegen nicht allzuviel Widerstand.
    Es reicht heute bereits, dass man zu verstehen gibt, dass man Aufklärer, wie Daniele Ganser, ernstnimmt, dass man mit Berufsverbot belegt wird und seine berufliche Perspektive vernichtet.

    Die Linke geht diesbezüglich meist in Deckung, anstatt Aufklärung zu fördern und zu unterstützen. Deshalb befindet sie sich immer wieder in der Defensive, anstatt linke Politik zu machen, da sie sich den Richtlinien der Massenverblödung unterwirft.


  • Niedersachsen

    @Martin-Durel liefert uns wieder ein Beispiel, wie mit viel verschwurbeltem Text (vgl. Darstellungen bei Mausfeld), eine durchaus abwegige Ideologie begründet werden soll. Diese Technik wird auch von den Herrschenden verwendet. Beispiele finden wir in der Begründung der Notwendigkeit von Kriegen, die Segen von Hartz4 und so weiter, und so weiter. Hierbei wird auf die Autorität von Eliten gesetzt, sowohl bei den begründenden Fakten, wie auch in der Formulierung selbst. Es ist dabei nicht wichtig, ob Zusammenhänge tatsächlich bestehen, der Autor versucht, den Wahrheitswert über seine unterstellte Autorität zu vermitteln. Hierbei wird also die verinnerlichte Elite-Massen-Konzeption wirksam zur Anwendung gebracht. Es kommt also nicht auf Inhalte, nur auf Wirkung an, letztendlich aber um das "Verkaufen" des eigentlichen ideologischen Inhalts. Aufklärung, die eine Immunität gegen solcherart Manipulationen möglich macht, richtet sich direkt gegen die Elite-Massen-Konzeption und stärkt das Selbstbewußtsein desjenigen, der sich damit auch ermächtigt zu selbstbestimmtem Handeln.



  • @gwhh sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Auch bei der Linken gibt es dagegen nicht allzuviel Widerstand.
    Es reicht heute bereits, dass man zu verstehen gibt, dass man Aufklärer, wie Daniele Ganser, ernstnimmt, dass man mit Berufsverbot belegt wird und seine berufliche Perspektive vernichtet.

    Die Linke geht diesbezüglich meist in Deckung, anstatt Aufklärung zu fördern und zu unterstützen. Deshalb befindet sie sich immer wieder in der Defensive, anstatt linke Politik zu machen, da sie sich den Richtlinien der Massenverblödung unterwirft.

    Deine Darstellung bringt die aktuelle Situation der Linken m.E. sehr gut auf den Punkt. "Wir" haben gelernt - oder sollten es zumindest gelernt haben, wenn es nach jenen Vertretern der Eliten geht - dass alles was gegen den Mainstream Diskurs geht, gleich Verschwörung ist. Allen voran jene "Antideutschen" die selbst einem Höcke zu rechts seine (vgl. MMM.).

    Die Frage:

    • was ist Links?
    • Ist es überhaupt sinnvoll sich als Links zu verstehen?
    • Oder besser gar davon Abstand nehmen?

    ..all diese Fragen werden nicht zufällig aktuell aufgeworfen. Entsprechend wird die Frage relevant: Was hält uns alle zusammen und verbindet uns?

    In jedem Fall unsere gemeinsamen Ziele. Darüber hinaus möchte ich nach einem "Bewusstsein" fragen: Wie fühlt es sich an, was verbindet uns, welche Erfahrungen teilen wir und was motiviert uns alle gemeinsam?

    Trotz Manipulation, Ablenkung und sonstigen Strategien ist und kann es nur das Bewusstsein von Gleichheit sein, dass uns immer schon verbindet. Wenn wir verstanden haben, dass uns niemand in kleine Grüppchen aufteilen kann, dann finden wir in jenem Bewusstsein von Gleichheit zusammen: Es darf keinen Kapitalströme von unten nach oben geben. In keinem Unternehmen der Welt dürfen die von uns gemeinsam erarbeiteten Gewinne abgezogen werden. Klassenkampf und Revolution sind unrealistisch. Wir brauchen Humane Unternehmen. Danke @Martin-Durel für die schöne Darstellung.


  • Niedersachsen

    @Marcel-Hammer sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Es darf keinen Kapitalströme von unten nach oben geben. In keinem Unternehmen der Welt dürfen die von uns gemeinsam erarbeiteten Gewinne abgezogen werden. Klassenkampf und Revolution sind unrealistisch. Wir brauchen Humane Unternehmen.

    ..."und Karthago muss vernichtet werden..." Cato auf jeder Sitzung des römischen Senats.



  • "Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen! Er bleibt stehen, während sich rings um ihn die angeschwollenen Gewässer legen." Mark Aurel

    Es macht keinen Sinn sich zu bekriegen. Freilich macht es keinen Sinn über Klassen und Klassenbewusstsein nachzudenken, wenn längst Machteliten unsichtbar sind. Und doch ist Aufklärung ohne gemeinsames Bewusstsein nicht mehr als leere Worte. Eine Revolution lässt sich nicht umsetzen, aber Bewusstsein von Gleichheit verbindet uns. Ich reiche all jenen die Hand, die gemeinsame Ziele verbindet. Wir können Humane Unternehmen aufbauen, sollten selbige fordern.


  • Niedersachsen

    @Marcel-Hammer sagte in Politische Aufklärung-wichtige Aufgabe der Bewegung:

    Wir können Humane Unternehmen aufbauen, sollten selbige fordern.

    Was Du hier zum wiederholten Male gemacht hast. Fall Du und @Martin-Durel noch ein wenig Anstand haben solltet, würdet Ihr Eure Diskussion in Eurem Threat weiterführen. Vielen Dank.



  • (Lieber @Steffen-Beck, bitte lies nach, wer sich hier womöglich im Ton vergriffen hat und damit falsch lag. Ich bin voll beim Thema und freue mich demnächst auf konstruktiven Austausch.)

    Ich möchte die Feststellung von Steve Williams "Zwei Jahre später haben viele dieser Bewegungen ihren anfänglichen Schwung verloren, die Hoffnung aber ist geblieben." aufgreifen und ihm zustimmend "Eine fundamentale gesellschaftliche Veränderung ist weiterhin notwendig, vielleicht ist sie sogar noch dringlicher geworden. Radikale und linke Kräfte müssen sich heute mehr denn je der Organisierung widmen." und ebenfalls die Notwendigkeit einer Verbindung linker Kräfte unterstreichen.
    Mit Williams beton(t)e ich die Notwendigkeit, sich mit Grundlagen auseinanderzusetzen: "Das Ergebnis ist, dass viele progressive Gruppen den Großteil ihrer Anstrengungen darauf
    verwenden, schlechte Politik und schlechte
    Verfahrensweisen weniger schlecht zu machen,
    ohne jemals das System und die Strukturen, die
    Ungleichheit erzeugen, ins Visier zu nehmen."

    Ergänzen möchte ich:

    • und die Frage stellen, ob tatsächlich das Problem der unzureichenden Organisation das Hauptproblem jener Ansätze ist, dass immer wieder zuletzt die Hoffnung blieb?

    • Zudem möchte ich freundlichst auf eine "gemeinsame Vision gesellschaftlicher Transformation" hinweisen. Hierbei wird zunächst von einer politisch-fordernden Gesellschaft ausgegangen, der (1) sozial-wirtschaftliche Modelle zugrunde liegen ausgegangen (vgl. Keyns, Sozialismus), die schließlich (2) neoliberal unterwandert wurde (vgl. Mont Pelerin Society, Chicago Boys). Wir stehen vor dem Schritt in (3) eine Welt jenseits des Gewinnprinzips, indem das grundlegende Problem durch die Umsetzung von Humanen Unternehmen behandelt wird.

    • kritisch möchte ich zur Diskussion einladen, ob jener Weg über demokratisch-politische Mehrheiten überhaupt erfolgreich sein kann, wenn diese Welt längst Unterwandert wird? Stellt dies nicht gar einen Rückschritt in eine politische Welt dar (vgl. (2)), in der passiv auf dem Weg von Demos und Aktionen - indirekt ohne die "Verirrung" zu erkennen letztlich von Machteliten - gefordert wird? Wird nicht immer wieder hoffnungslos bei Herrschaftsstrukturen angesetzt und werden zugleich Machtverhältnisse nicht zugleich übersehen? ODER: Wird hier an eine Revolution im Sinne von Marx geglaubt, der auf dem Weg der Enteignung das erzwingen wollte, was wir friedlich auf dem Weg der Bildung Humaner Unternehmen haben können?


Anmelden zum Antworten
 

Dies ist ein unabhängiges Forum für die Sammlungsbewegung aufstehen. Wir stehen für Meinungsfreiheit und effektive Vernetzung.