Kultur der Zärtlichkeit


  • Baden-Württemberg

    Ich habe ein neues Thema zur Diskussion eingestellt, um den alten Thread zu entlasten. Signifikanterweise wusste ich nicht, wo ich es eröffnen soll. Haben wir vielleicht noch zu wenig Fokus auf Entwicklungsthemen?
    Ich nenne es "Kultur der Zärtlichkeit", weil es die Gratwanderung von struktureller Gewalt zeigt, zu der wir als Bewegung Position beziehen müssen. Welchen Weg wollen wir gehen. Ellen reklamiert die persönliche Freiheit, Mechthild findet, man kann an vielen Dingen nichts ändern, ich bin für radikale Umwälzung der bestehenden Verhältnisse in diesem Bereich der Erziehung. Gleichzeitig zeigt diese Diskussion, dass wir uns entscheiden müssen, wie wir mit Zwang umgehen.

    Mechthild BW-OrgaTeams vor etwa einer Stunde

    @Ellen, Lotte Schwieriges Thema. Für Hundehalter gibt es Kurse, die sehr besucht sind, Erziehungskurse gibt es schon, kosten aber Geld und werden die schlimmen Dinge, die heute bekannter werden als früher auch nicht verhindern. Man kann den Leuten auch nicht verbieten, Kinder zu bekommen und kann sie ihnen auch nicht wegnehmen. Ungewollte Schwangerschaften gibt es immer noch, trotz aller Aufklärung und Verhütungsmittel. Letztere sollte die Krankenkasse bezahlen, das ist in Frankreich besser. Abgesehen davon können auch später Situationen eintreten, denen die Leute nicht gewachsen sind, trotz Unterstützung durch das Jugendamt. Was festzustellen ist, ist, dass es nicht genügend Unterstützung gibt, die kann es auch nicht geben. Und dass sich in einigen Bundesländern der Staat fast ganz aus den Aufgaben zurückgezogen hat und die Aufgabe an Vereine übertragen hat.

    L

    Lotte Baden-Württemberg vor 15 Minuten

    Mechthild und Ellen
    Irgendwie ihr Moderatoren oder wir da unten müssten nun überlegen, wie wir die Themen konzentrieren. Ich finde gut, dass sich da was Intensiveres entwickelt.
    Und der Erziehungskurs für Neueltern ist exemplarisch für "Bevormundung" oder "Verbot" oder "Zwang".
    Mein leidenschaftliches Thema. Das machen die Bauern ja im Moment mit Giftspritzen.
    Ich bin für absoluten Zwang zum Fortschritt, wenn es um Menschen und Tiere geht. Was da mit Kindern in Familien oder Schule zum Teil abgeht, fällt für mich unter Körperverletzung. Und da wartet man nicht auf die Entwicklung Basisdemokratie.
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  • Baden-Württemberg

    Mechthild, wieso kann es diese Unterstützung nicht geben? Und wieso kann man Dinge nicht verhindern?


  • Sachsen-Anhalt

    Hallo, Mechthild und Lotte, zur " ErziehungsSchule" ...es gibt sogar verpflichtende für Hundehalter...trotzdem gibt es in Deutschland pro Jahr 35 000 ( offizielle! ) Übergriffe von Hunden in Deutschland. ..so manche tödlich. Mich selbst hätte es dieses Jahr fast 2 Mal erwischt. Was ich damit sagen will. ..in mancher Hinsicht gibt es schon ganz brauchbare Vorschriften. ..nur keine Umsetzung. Und da sind wir wieder beim Grundthema. ...egal mit welchem Thema wir uns beschäftigen...jegliche Veränderung scheitert am System. Wir müssen die Bevölkerung über Missstände aufklären ( Verseuchung Boden, Wasser, Luft. ..Massentierhaltung, profitorientiertes GesundheitSystem/ Folgen , hochsetzen von Grenzwerten gefährlicher Stoffe, u.u.u.).. viele verstehen ja unsere " Wut" nicht, weil sie die Wahrheit gar nicht kennen. ..und verstärkt zu bürgerlichen Ungehorsam aufrufen. ..auch die Verwahrlosung der Gesellschaft bekommen wir auf keinem anderen Weg ausgebremst...


  • Baden-Württemberg

    Ellen, wieso biste beim Hund dafür und beim Kind nicht?

    Du willst aufklären und scheiterst doch immer am System - wohin soll dann die Aufklärung führen? Zu einer neuen Partei, zur Absetzung von Politikern, zu einem veränderten Parlament?


  • Sachsen-Anhalt

    @Lotte ...ich habe mit dem Vergleich zum Hund aufgezeigt, dass Schulungen wirkungslos sind. ...zig Schulungen und mindestens 35 000 Übergriffe im Jahr. ...
    Mit allem, was wir uns hier so ausdenken ( um Verbesserung zu schaffen ) ...werden wir letztendlich am System scheitern. ..weil es nicht gewollt ist. ... nicht umgesetzt wird. ..
    KEINE weitere Partei. .... mehr das Model von Marianne Grimmenstein aus NRW. ..für jeden WK parteilose Kandidaten mit einem Bürgerkomitee , das stetig Kontakt zum Bürger hält. ..und diese mit in Entscheidungsfindungen einbezieht.... Wir standen 2017 als BÜRGERKANDIDATEN zur Wahl. ...aus dem jetzigen korrupten System können wir nichts anderes " formen " ...das vertritt ausschließlich Konzerninteressen und hat die Bürger versklavt. .


  • Baden-Württemberg

    Ich habe es verstanden, Ellen.

    Also jetzt ist es beschissen. Aber was fordern die neuen parteilosen Kandidaten samt dem Bürgerkomitee? Was fordern wir als Veränderung?`Oder kann man da auch noch nichts formen? Ich fordere nach wie vor Qualifizierung bei Autos, Hunden und Kindern. 🙂

    Ich habe das Thema Kultur der Zärtlichkeit genannt, weil das Problem ja tiefer geht. Es rührt daran, wie wir die Gesellschaft transformieren. Wir haben hier ja überzeugte Autonome, die zwar theoretisch überzeugend darlegen können, dass nur das was von unten aufgebaut wird, eine Nachhaltigkeit erzielt und das Überzeugung der bessere Weg als Zwang ist, aber an der derzeitigen Praxis grandios scheitern.

    Nun stehen wir vor einem gewalttätigen System, das auf Ausbeutung ausgerichtet ist und dessen Mitglieder abgestumpft und mutlos in den wenigsten Fällen zu Autonomie und Selbstverwaltung neigen.

    In diesem Fall bin ich für autoritäre Durchsetzung der Zärtlichkeit. Beispiel habe ich ja schon mehrere dafür gebracht.

    Ich finde, das ist eine wichtige grundsätzliche Frage für aufstehen und etwaige Bürgerkandidaten.


  • Sachsen-Anhalt

    Parteilose Kandidaten + Bürgerkomitee ist eine Umsetzung der Demokratie. ..die Bürger werden direkt mit einbezogen. ..was eine Systemveränderung bedeutet.
    Schulung für Autos. ..ok.... für Lebewesen ist das nach meiner Ansicht nach nicht möglich / nötig. ...
    Entweder man " hats" ...oder man hat es nicht. ..das Händchen für andere Lebewesen. .... das hat für mich auch etwas mit den Beweggründen für die Anschaffung zu tun. ...holt sich jemand einen Hund als " tierischen Partner" ....oder für Hundekämpfe..... da müsste dann ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden ( was in unserem Land nicht funktioniert )... um " Schaden " abzuwenden. ...bei einem Tierhalter, der sein Tier für Kämpfe nutzen will, verändern auch Schulungen nichts. ..viele Tiere dienen als " Blitzableiter " ...zu beobachten ist, dass mit steigender Verwahrlosung der Gesellschaft die Anzahl der Haustiere steigt ( und damit das Tierelend) ....leider ist es auch kein Klischee, das es viele Kinder nur gibt, um mit ihnen das " Einkommen " aufzubessern ..auch hier verändern Schulungen nichts an der Einstellung. ...deshalb mein Vorschlag, die falschen Anreize abzuschaffen. ... wo fair honoriert wird, ist auch kein Kindergeld u.ä . nötig. ...


  • Baden-Württemberg

    Ok. Dann hoffe ich, dass ihr Bürgerkandidaten findet. 🙂


  • Sachsen-Anhalt

    @Lotte das war vor 2 Jahren zur Bundestagswahl. ..um den Leuten zu zeigen. ..schaut, es könnte auch anders gehen. ...das die Zustände für uns immer schlimmer werden. ..liegt an der Ignoranz ( auch Trägheit ) unserer Mitbürger. ...die sich gar nicht einbringen möchten. ..einen brauchen, der ihnen sagt, was sie machen sollen. ..das ist wunderbar einfach. ...das System hat Wahlen und deren " Einstimmung" so eingerichtet, dass " Neues" nicht bekannt wird....das gelingt auch mit der Gestaltung des Wahlzettels ...bei dir Lotte stand Daniel Barski drauf. ..


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