Wie Deutschland den Krieg gegen Syrien fortsetzt und sich an einem Kriegsverbrechen beteiligt


  • Web-Auftritt

    In der breiten Öffentlichkeit herrscht die Vorstellung, Deutschland hätte mit dem Krieg in Syrien nichts mehr zu tun.
    Das ist leider ein Irrtum: das Gegenteil ist der Fall.

    Allerdings wurde der Krieg auf eine andere Ebene verlagert, die aber für die Menschen in Syrien kaum weniger schmerzhaft ist und die hunderttausende syrische Flüchtlinge dazu zwingt, in Deutschland zu bleiben.

    Nun betreibt Deutschland zusammen mit vielen EU-Ländern und den USA einen Wirtschaftskrieg: durch stetige Verlängerung der Sanktionen.
    Heute sterben Menschen in Syrien nicht mehr durch Bomben, sondern weil ihnen Medikamente fehlen, weil der Transport von Öl und anderen Energieträgern durch die westlichen Staaten abgeschnitten wird, weil eine völkerrechtswidrige Belagerung, also ein gemeinschaftliches Kriegsverbrechen der westlichen Regierungen stattfindet, das noch dazu den deutschen Steuerzahler einen Milliardenbetrag kostet - für die Flüchtlinge aus Syrien, die in ihrer Heimat keine Perspektive haben, weil sie durch die westlichen Länder blockiert wird.
    Keine Zeitung, kein Sender berichtet darüber.
    Eher hören wir von neuen "Heldentaten" der "White Helmets", deren Organisation in Syrien vor allem bekannt ist, durch ihren lukrativen Handel mit Organen von Kriegsopfern, durch den die Terrormilizen, die weiterhin (mit dem Segen des Westens) ihr Unwesen treiben, sich weiterhin finanzieren können.



  • Lieber @gwhh, ich kann dir ja wirklich zum teil zustimmen, aber Syrien braucht Deutschland und den Westen Europas nicht. Anfang November hat Bashar Al-Assad zwei interviews mit russisch-sprachigen Medien gegeben. Er wirkte eher sehr optimistisch und ich sehe es aehnlich.

    Die zeit des "Westen" ist vorbei. Es existieren Alternativen. Wie soll doch Gorbatschow gesagt haben: "Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben.", Vielleicht eher: "Ich glaube, Gefahren lauern auf diejenigen, die nicht auf das Leben reagieren." oder "Wenn wir zurückbleiben, bestraft uns das Leben sofort."

    Passt irgendwie alles, egal, was Gorbatschow wirklich zu Honecker sagte. Militaerisch ist der "Westen" zu keiner effektiven Aktion in der Lage. Und Infrastrukturen aufbauen koennen die SyrerInnen mit ihren Freunden selbst. Macron hat das schon etwas laenger begriffen, muss aber jetzt wegen den OPCW Luegen maechtig herumschleiern. Auch die Skrypal Luegen in UK haben ihre spuren hinterlassen.

    RTdeutsch hat auf der Bundespressekonferenz wieder nachgefragt zu Duma und OPCW. Das schauspiel war schrecklich verbloedet.


  • Web-Auftritt

    Ich halte das für eine ziemlich schiefe Darstellung / Einschätzung.
    Dass es Syrien / Assad besser geht, als vor 3 - 4 Jahren will ich gerne glauben.

    Dass die Probleme Syriens gelöst sind, kann ich nicht erkennen: warum hat sich Assad zB. darüber beklagt, dass die Amerikaner das syrische Öl stehlen, wenn das für Syrien kein Problem ist?
    Und: Assad persönlich und seinen Leuten mag es ja gut gehen. Auch mag er den amerikanischen Teilabzug und die russische Unterstützung positiv bewertet haben.

    Von der einfachen Bevölkerung hört man anderes: dass sie schwer um ihr Überleben zu kämpfen hat - wie die Iraner, die Venezolaner und viele andere Völker, die durch den Westen durch Sanktionen angegriffen werden.

    Auch scheint zum Teil die syrische Armee auf dem letzten Loch zu pfeifen, so dass sie oft nicht in der Lage war, die islamistischen Terrormilizen aus der Türkei aufzuhalten, so dass viele Soldaten getötet wurden.

    Es war / ist ja ein Aspekt der vom Westen unterstützten Fluchtbewegungen, dass dadurch Syrien ausgeblutet werden sollte, bis eine Gegenwehr nicht mehr möglich wäre.
    Viele syrische Männer sind auch aus Syrien geflohen, weil sie sich durch die brutalen Islamisten bedroht fühlten und nicht zur Armee eingezogen werden wollten.

    Die zeit des "Westen" ist vorbei. Es existieren Alternativen. Wie soll doch Gorbatschow gesagt haben: "Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben.", Vielleicht eher: "Ich glaube, Gefahren lauern auf diejenigen, die nicht auf das Leben reagieren." oder "Wenn wir zurückbleiben, bestraft uns das Leben sofort."

    Passt irgendwie alles, egal, was Gorbatschow wirklich zu Honecker sagte. Militaerisch ist der "Westen" zu keiner effektiven Aktion in der Lage.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass du eine Ahnung hast, wie der Syrienkrieg betrieben wurde und wird: das hat nichts oder sehr wenig mit militärischen Aktivitäten zu tun.

    Es werden Söldner bzw. Terroristen ausgebildet, trainiert, finanziert und benutzt, oft Einheimische, die eine Familie zu versorgen haben und keine Alternative zum Mordgeschäft der CIA sehen.

    Man baut Organisationen auf, wie die Weisshelme, die dann Propaganda betreiben und mit Organen der Kriegsopfer handeln - erst kürzlich wurde von den USA deren Finanzierung erneuert.
    Militärische Operationen des Westens gibt es zwar wenige; dafür aber massive Sanktionen, an denen sich praktisch ganz Europa und die USA beteiligen.

    Die Lügen der offiziellen Stellen bei uns und in allen westlichen Ländern sind nichts, als "business as usual": jeder, der in seinem Geschäft - als Politiker oder Journalist - beteiligt ist, betrachtet das als den Job, den man zu erledigen hat - ohne Klagen.
    Die lachen über die Wenigen, die die Lügen als solche erkennen.
    Solange die große Mehrheit ihren Narrativen folgt, ist für sie die Welt in Ordnung.



  • @gwhh, du kannst es so individuell empoert angehen. Klar. Aber du kannst es auch anders angehen. Frage nach der Energie, die die Motoren antreibt, um weltweit die stabilen Strukturen zerstoeren zu MUESSEN?

    Der "Westen pfeift aus dem letzten Loch". Er ist dabei, sich zu zersetzen. Und er zwingt die menschen ueberall, ihre lebensbedingungen vernuenftig anzugehen. Noch nicht bei dir, wo du lebst, ja, das ist richtig. Auch noch nicht in diesem Forum.

    Aber vielleicht werdet auch mal ihr "traege Tassen" subversiv aktiv? Oder muessen wir da noch lange warten? Ihr habt viele moeglichkeiten, wollt sie aber nicht nutzen, weil es vielleicht euch zu anstrengend ist. Ich spreche jetzt von EUCH, was wohl eine straefliche Verallgemeinerung ist. Aber du weisst natuerlich, wen ich meine.

    Hans ( @HCGuth ) nannte mich den "Elefanten im Raum". Warum? Weil ich es direkt anspreche und nicht herum schleichen will, wie IHR das so gerne tut. Solange ihr euch in eurem geraubten Wohlstand wohl fuehlt, wird sich bei euch nichts aendern. Da nuetzen auch keine wilden Analysen, auch wenn sie zumeist berechtigt sind.


  • GLOBALER MOD LOKALER MOD

    @willi-uebelherr Der Elefant warst nicht du, sondern vgl. https://aufstehen-forum.net/post/11010 : die "Maximal-arbeitsteilige HOCHPRODUKTIVE Hightech-Industrialisierung", die so einiges nach sich zieht an Folgen (kann dort nochmal nachgelesen werden).
    Weiter oben war von einigen Hindernissen die Rede, auf die wir hierzuland stossen. Schleicht da irgendjemand? Fühle ich mich wohl? Wir arbeiten doch grad dran, die Hindernisse wegzuräumen.
    Was sollten wir deiner meinung nach anders machen? Statt uns zb hier zu beraten?


  • Web-Auftritt

    @willi-uebelherr
    Du hast hier die Neigung, mit oft erratischen Texten die Zusammenhänge so zu vernebeln, so dass die beabsichtigte Aufklärung neutralisiert bzw. gekontert wird.
    Wem hilfst du damit?

    Es wird Zeit, den Menschen / der Bevölkerung mitzuteilen, was ihre Regierung / der Verbund der NATO-Staaten tatsächlich tut, dass sie systematisch Terror und Verelendung verbreitet.

    Diese Aufklärung brauchen wir, damit sich die Dinge signifikant ändern können.
    Denn die meisten von ihnen sind zwar sauer über die Dinge, die geschehen. Sie können sich aber keinen vernünftigen Reim darauf machen.
    Damit bleibt weiterhin die Option bestehen, dass man - wie das etwa die BILD-Zeitung gern tut - sie auf irgendwelche Sündenböcke (Migranten, HartzIV-Empfänger usw.) hetzt, anstatt vernünftige Reaktionen zu veranlassen.
    Ob der "Westen aus dem letzten Loch pfeift", ist davon abhängig, ob solche Bemühungen um Aufklärung bei uns gelingen, und nicht sabotiert werden. Ansonsten bleibt weiterhin die Option, in Narrativen des letzten Jahrhunderts zurückzufallen - dazu neigen viele der über-50jährigen immer wieder, weil diesen Narrativen nur auf Alternativmedien widersprochen wird, die leicht als "Fake News" zensiert werden können.
    So können dann die neoliberalen Propagandisten und die Militaristen wieder Oberwasser bekommen und die Dinge zu ihren Gunsten drehen, während die Bemühungen um Frieden abgewürgt werden.



  • @gwhh, die Verbrechen der BRD-Apparate gegen den Frieden und gegen eine freie Verstaendigung der Voelker aufzuzeigen, da stimme ich dir sehr zu. Aber wir sollten dabei auch die SyrerInnen mit in den Blick nehmen und nicht nur unser eigenes problem mit unseren Apparaten zu den ihren machen.

    Faktisch hat sich Syrien in Uebereinstimmung mit dem grossen teil seiner Bevoelkerung vom "Westen" abgewandt auch, weil sie ihn nicht mehr brauchen. Also nicht nur, weil sie seinen wirklichen kern, den Raub, den Hass, die Pluenderung, offen gesehen haben. Und sie wissen, dass diese jihaddistischen Schlaechter nur ueber und vermittels dem "Westen", also auch mit Israel, Saudi Arabien, Quatar und Vereinigte Arabische Emirate, der grosse Nato-Block der Mitglieder und Partner, dort so agieren konnten.

    Das verstaendnis darueber fehlt weitestgehend im deutsch-sprachigen Raum. In Latein Amerika existiert es, in Syrien, Libanon, Irak und Afghanistan ebenfalls. Deine Argumentationsweise tut so, als waere der Wiederaufbau irgendwie vom Westen abhaengig. Wegen vorhandener reste in der Infrastruktur kann das tatsaechlich punktuell so sein. Aber die Basis und Orientierung in Syrien ist eindeutig richtung Osten gerichtet. WestEuropa spielt da keine Rolle mehr. Und Frankreich mit ihrem Macron wird das auch in Afrika erleben in naechster Zeit.

    Fuer mich ist es immer wichtig, jene Potentiale und Kraefte in den Vordergrund zu schieben, die auf Selbstbestimmung orientiert sind.


  • Größte Truppenverlegung Ost-Europa

    Wir müssen auf jede mögliche Art und Weise die Menschen informieren und zum Denken anregen und vielleicht ihnen auch öfter mal sagen: "Denken tut nicht weh!"!!!


  • Web-Auftritt

    @willi-uebelherr sagte in Wie Deutschland den Krieg gegen Syrien fortsetzt und sich an einem Kriegsverbrechen beteiligt:

    @gwhh, Deine Argumentationsweise tut so, als waere der Wiederaufbau irgendwie vom Westen abhaengig. Wegen vorhandener reste in der Infrastruktur kann das tatsaechlich punktuell so sein.

    Aktuell wurde die Kriegführung der NATO-Länder großenteils auf die Ebene des Wirtschaftskriegs verlegt: eine ganze Anzahl von Ländern, die sich nicht in die neoliberalen Konzepte des Westens / des IWF usw. einfügen, werden ausgehungert, und das gilt insbesondere für Syrien (aber natürlich auch Venezuela, Nicaragua usw.).
    Der Westen bemüht sich, Syrien in einem Zustand der Schwäche zu halten - ähnlich wie den Irak in den 90er-Jahren - um bei passender Gelegenheit zB. militärisch zuschlagen zu können.
    Viele syrische Flüchtlinge - zB. in Deutschland - kehren deshalb nicht in ihr Land zurück, obwohl sie dort gebraucht werden.
    Gleichzeitig wird durch die Belastung, die diese Flüchtlinge bei uns verursachen, die AFD gesponsort und verschiebt die politische Balance nach rechts - was unseren System-Parteien natürlich gelegen kommt.

    Russland und China haben nicht die Mittel, um mal eben einen Scheck über 200 Milliarden Dollar für den syrischen Wiederaufbau locker zu machen.
    Deshalb wird sich der verelendete Zustand des Landes noch über viele Jahre hinziehen.
    Das könnte viel schneller gehen, wenn hierzulande die Erkenntnis reifen würde "was sollen wir mit Millionen syrischer Flüchtlinge, die uns ein massenhaftes Obdachlosenproblem bescheren? Stecken wir doch das Geld, das sie uns hier kosten, in Wiederaufbaumassnahmen dort und stellen gute Beziehungen zu der Region her, weil so auch unsere Wirtschaft davon profitiert".
    Damit wäre allen geholfen, nicht nur den krebskranken Kleinkindern in syrischen Krankenhäusern.
    Die brutale Logik der Belagerungsmassnahmen, die derzeit im Westen politisch èn vogue sind und die Tausende Monat für Monat mit ihrem Leben bezahlen müssen, sollten wir nicht tolerieren, wenn wir nicht mitverantwortlich sein wollen.
    Und dazu muss Klarheit darüber hergestellt werden, was hier wirklich vor sich geht.
    Auch wenn ich hier Einiges an positiven Entwicklungen sehe, kann es nicht sein, dass wir die Zukunft der Menschheit Putin und Xi Jinping überlassen. Das wäre ein ziemliches Armutszeugnis und auch mit dem Ansatz von Aufstehen nicht vereinbar.

    https://www.youtube.com/watch?v=eklne9-2ah8

    Aber die Basis und Orientierung in Syrien ist eindeutig richtung Osten gerichtet. WestEuropa spielt da keine Rolle mehr. Und Frankreich mit ihrem Macron wird das auch in Afrika erleben in naechster Zeit.

    Fuer mich ist es immer wichtig, jene Potentiale und Kraefte in den Vordergrund zu schieben, die auf Selbstbestimmung orientiert sind.

    Die werden aber nur wenig Chancen haben, wenn sie militärisch unter Druck gesetzt werden - oder hältst du etwa die Beziehung, die die Kurden mit den USA eingegangen sind, für eine akzeptable Lösung? Das Ende war letztlich von vornherein abzusehen und die Notwendigkeit eine Lösung mit Assad zu finden, schließlich unaufschiebbar.



  • ".. eine ganze Anzahl von Ländern, die sich nicht in die neoliberalen Konzepte des Westens / des IWF usw. einfügen, werden ausgehungert, und das gilt insbesondere für Syrien (aber natürlich auch Venezuela, Nicaragua usw.)."

    Ja, @gwhh, dieses Streben existiert. Aber ich kenne Venezuela, Nicaragua, Ecuador und Bolivien. Die oekonomische Unabhaengigkeit, hier vor allem gegenueber dem Nato-Block, auch oft auf die De-Dollarisierung fokussiert, war gegenstand aller debatten in diesen laendern. Nur die (selbsternannten) Eliten der PSUV (ve) und FSLN (ni) und MAS (bo) straeubten sich dagegen, weil sie von den Dollar-Fluessen profitierten. In Venezuela war ich viel an den TUs unterwegs und weiss, was im Bereich Petro-Industrie und Technologie dort stattfand. Die gesamten technischen bereiche waren komplett in auslaendischer hand und die professoren unterstuetzten dies zumeist. Das gleiche galt in den bereichen Telekommunikation und Datenverarbeitung.

    Wenn du dich etwas an deutschen universitaeten auskennen wuerdest, dann wuerdest du dort das gleiche erleben.

    Schon Hugo Chavez hatte hier eine starke Opposition aus dem politischen Ueberbau und den Universitaeten gegen sich, weil sie praktisch alle an diesen Dollar-Fluessen haengen wollten. "Die Staerke der Interventionisten ruht immer auf der inneren Schwaeche." Auch Nicaragua ist ein gutes beispiel dafuer. Ebenso jetzt Bolivien.

    Syrien kenne ich nicht. Vermute aber, dass es dort genauso aussieht.

    ".. oder hältst du etwa die Beziehung, die die Kurden mit den USA eingegangen sind, für eine akzeptable Lösung?"

    Du musst sehr vorsichtig in der benutzung des begriffs "Kurden" sein. Mitglieder der kurdischen Etnie sind nur eine Minderheit im Norden. Und insgesamt In Syrien leben die meisten Kurden nicht im Norden. Es gibt im Norden nur wenige Gemeinden, Doerfer und Staedte, wo eine "kurdische" Mehrheit lebte. Heute hat sich dies nach der "kurdisch" ethnischen Saeuberung an manchen Orten geaendet. Aber auch im Norden ist die Mehrheit der Kurden auf der Seite eines "plurinationalen" Syrien, wie es in Bolivien genannt wird.

    Das, was du faelschlicher Weise als Kurden bezeichnest, sind die patriarchal organisierten Mafia-Clans bei den Kurden. Aber das sind nicht "die Kurden". Im Prinzip sind es die gleichen kolonialen Landraeuber wie die Israelis in West-Palaestina. Wie es wirklich in der YPJ, den femininen milizen, aussieht, weiss ich nicht genau. Aber ich vermute, dass sie es ganz anders sehen wie die fuehrung der YPG (maskulin) und der PYD, ihrer politischen Partei. Und ich spreche hierbei immer von der Fuehrung, weil die kurdischen Gemeinden nach wie vor extrem patriarchal organisiert sind trotz Abdullah Oecelan und Murray Bookchin. Seine junge Frau, eine deutsche, hat bei ihren besuchen in NordSyrien es zwischen den Zeilen deutlich anklingen lassen, dass sie mit diesen Methoden nicht einverstanden ist und Murray, als er noch lebte, ebenfalls nicht war.

    Bashar Al-Assad hat in seinen Interviews deutlich gemacht, dass fuer ihn die sich kurdisch bezeichnete bevoelkerung genauso wichtig ist wie die anderen gruppen. Und dies gilt fuer ihn insbesonder fuer die Jessiden, der Ursprung der Kurden. Die Fuehrung der sogenannten "Kurden" sind durchwegs extreme Rassisten, was ein deutscher in seinen berichten aus NordSyrien sehr deutlich gemacht hat. Das hat keine Basis in Syrien und erinnert uns mehr an die Zionisten. und die Nakba in WestPalaestina.


  • Web-Auftritt

    @willi-uebelherr sagte in Wie Deutschland den Krieg gegen Syrien fortsetzt und sich an einem Kriegsverbrechen beteiligt:

    ".. eine ganze Anzahl von Ländern, die sich nicht in die neoliberalen Konzepte des Westens / des IWF usw. einfügen, werden ausgehungert, und das gilt insbesondere für Syrien (aber natürlich auch Venezuela, Nicaragua usw.)."

    Ja, @gwhh, dieses Streben existiert. Aber ich kenne Venezuela, Nicaragua, Ecuador und Bolivien.

    Es geht hier nicht um "Streben".
    Es handelt sich um eine brutale politische Praxis, um einen Wirtschaftskrieg, der zehntausende Menschenleben kostet.
    Das hat unter anderem der Bericht des UN-Beauftragten für Venezuela offen gelegt.

    Das Traurige ist, dass in den hierfür verantwortlichen Ländern - und dazu gehört Deutschland - diese brutale Praxis nicht infrage gestellt wird. Und das unter anderem deshalb, weil die meisten hier - oder in den USA - hiervon gar nichts wissen und deshalb glauben, wir hätten damit nichts zu tun.
    Es ist damit das Unwissen der Bevölkerung hier, die Unaufgeklärtheit, die tagtäglich in den genannten Ländern zehntausende Menschen umbringt.



  • "Es geht hier nicht um "Streben""

    Doch, @gwhh, weil die Staerke der externen Interventionisten immer die innere Schwaeche ist, auf der ihre Moeglichkeiten ruhen. Citgo (Vertrieb in der USA von PDVSA) ist ja nur ein beispiel. Das ergebnis der verhandlungen mit ACISA (ACI Systems Alemania) in Bolivien ein anderes. Der Fokus auf Tourismus in Kuba ein weiteres. Oder die Freihandelszonen in Nicaragua und Venezuela ein weiteres.

    Der diskurs in diesen Laendern verlaeuft voellig anders wie hier im deutsch-sprachigen raum. Es gab eine heftige debatte in Argentinien und Bolivien aus den kreisen radikaler Feministinnen, die in Amerika21 gut dokumentiert wurde:

    "Die Situation in Bolivien zu analysieren ist viel einfacher, als Sie denken..."
    5.12.2019
    https://amerika21.de/blog/2019/12/235086/bolivien-indigene-frauen

    Wenn du diese debatte verfolgst, wird dir so manches verstaendlicher. Ich selbst war 3 Jahre in Venezuela und 6 Monate in Nicaragua und 3 Monate (wegen Visumsbeschraenkung) in Ecuador und Bolivien sehr aktiv. Von daher kenne ich sehr gut die inneren Zustaende, das offene Tor fuer externen Interventionismus.

    Generell sage ich bis zurueck zu Hugo Chavez, dass die Bevoelkerung nie das handelnde und bestimmende Subjekt war, sondern immer nur als zu versorgendes Objekt behandelt wurde und wird. Und an dieser Stelle wird der reaktionaere gehalt des Extraktivismus deutlich, wie ihn Alvaro Linera, der Vizepraesident in Bolivien, zusammen mit Rafael Correa (Ecuador) massiv propagiert haben, ohne dabei zu beachten, wie die Gemeinden beim Aufbau ihrer lokalen technischen Infrastrukturen untertuetzt werden koennen, um sich zu verselbstaendigen. Und um diese Nicht-Verselbstaendigung geht es dabei in allen regionen mit sogenannten "linken Regierungen". Heute ist das in Venezuela eine Katastrophe.

    Ich vermute, dass Hans ( @HCGuth ) dies gut nachvollziehen kann.


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