Mehr Vertrauen schaffen?


  • GLOBALER MOD MOD

    Liebe User hier im Forum, geschätzte Gemeinschaft.
    Nach diesem turbulenten Wochenende, welches die Moderatoren hier ziemlich beschäftigt hat, weil ein User hier durch die Verwendung von Fake-Accounts meinte, Stimmung verbreiten zu müssen, sind wir am Nachdenken, mit einem freiwilligen Angeben des Vornamens im Usernamen mehr Transparenz und Vertrauen schaffen zu können. Auch die freiwillige Angabe des Wohnortes, oder des Regierungsbezirkes, bei kleinen Ortschaften, oder wenigstens des Bundeslandes, im Profil, könnten helfen, hier die Zusammenarbeit offener zu gestalten.
    Ich möchte hier nicht abstimmen lassen, aber vielleicht eine Meinungsumfrage starten. Solch eine Regelung würde unsere Arbeit sehr erleichtern.

    Aber zuvor bitte ich darum, dass wir über das Thema diskutieren. Ansonsten haben Umfragen wenig Wert.


  • Baden-Württemberg

    Ich habe wenig Erfahrung.

    Meine erste Assoziation: Das ist wie mit dem Terror, der dann zu Sicherheitsaktivitäten führt. Videoüberwachung, Kontrollen....

    Ich würde abwarten, was sich wo häuft.


  • GLOBALER MOD MOD

    Leider stehen schon wieder welche vor der Tür.


  • Baden-Württemberg

    Aber dann hast du sie ja bereits erkannt - wo ist dann das Problem?



  • Wenn diese Angaben vollkommen freiwillig sind, und auch nachträglich änderbar, wenn sich jemand umentscheiden möchte, fällt mir nicht ein, wo es da ein Problem geben könnte.


  • Baden-Württemberg

    Ich finde die Umfrage gut, habe selbst aber auch wenig Erfahrung. Natürlich sollte das Internet und somit auch ein Forum frei bleiben und auch Anonymität gewähren. Ebenfalls sollte jede Datensammlung unterbunden werden.
    Andererseits tue ich mich schwer mit Usern, die sich mit Kürzeln benennen, mit diversen Profilen unterwegs sind usw. Vielleicht diskutiere ich mit Usern, die ich schon aus Facebook kenne, hier aber nicht für mich ersichtlich die gleichen Personen sind. Das ist höchst irritierend.
    Man könnte es doch als "AGBs" oder so festlegen, dass der Forumsbetreiber die Anmeldedaten nur fürs Forum nutzen darf und nicht anderweitig. Wird ja sonst auch so gehandhabt.
    Dem Betreiber muss ich dann vertrauen, wenn nicht, bleibe ich draußen. Oder sehe ich das zu naiv?
    Ich war bisher nur in einem einzigen Forum, eins mit tausenden Usern. Dort muss man sich mit Namen und Adresse registrieren. Man kann anfangs nur lesen und nach 20 eigenen (themenbezogenen) Beiträgen selbst schreiben. Es wird dort gut moderiert, aber es herrschen recht strenge Regeln. Funktioniert aber gut, ich bin seit 13 Jahren dort. Fiel mir nur gerade als Beispiel ein....


  • GLOBALER MOD MOD

    Lieber Guido,
    klasse, dass Du auch diese Frage ins Forum trägst!

    Hallo zusammen,

    wir verwalten in Lübeck ca. 70 Kontakte und in Schleswig-Hostein über 100 Kontakte. Da ist es schon sehr hilfreich, wenn man wenigstens den Vornamen hat. In Lübeck handhaben wir es so, dass wir nur den Vornamen und den ersten Buchstaben des Nachnamens speichern. Ich denke, das ist eine pragmatische Lösung, durch die die Person es für sich regeln kann, wie viel sie von ihrer Identität preisgibt.

    Ich schlage hier für das Forum vor, dass der Vorname der Klarname sein muss, also kein Pseudonym sein darf.

    Übrigens erscheine ich hier mit Thorsten_HL. In den Einstellungen steht unter kompletter Name Thorsten aus Lübeck. Ich bitte um Klärung, was bei der Registrierung derzeit als Angaben notwendig ist. Und welche Einstellungen nachträglich im Profil geändert werden können.

    Vielen Dank und schöne Feiertage wünscht Euch allen Thorsten_HL und Thorsten aus Lübeck;-)



  • Liebe freunde,

    ich gestehe ein, dass ich sehr grosse schwierigkeiten mit Anonymitaet habe und zu leicht wird das vorgeschoben. @AndreaW bewegt sich ja auch im kreis, wenn sie es einerseits akzeptieren will, aber im konkreten doch deutlich ins schwanken kommt.

    Ich selbst sehe keinen grund fuer Anonymitaet. Wollen wir die Schizophrenie zelebrieren? Ausprobieren, was wir alles so kund tun koennen, um dann zu schauen, welche reaktionen wir damit erzeugen? Wenn wir uns dann zufaellig mal in einer Video-Konferenz treffen und feststellen, diese argumentation kenne ich doch, hat aber einen anderen namen als traegerIn.

    Das kann auch schnell ausarten in eine multi-Schizophrenie oder multiple Persoenlichkeit und irgendwann wissen die leute nicht mehr, wer sie nun eigentlich selbst sind. Fuer mich hat das alles in einem Forum mit notwendiger Echtheit und Ehrlichkeit nichts mehr zu tun. Wenn ich mir mal die kommentare von Telepolis genauer ansehe, wo ja fast nur mit Anonymitaeten gearbeitet wird, fehlt jeder bezug zu einer persoenlichen Haltung. Das kann sich dann beliebigst ausdehnen und irgendwann ist nur noch eine person aktiv oder die Redaktion selbst.


  • GLOBALER MOD MOD

    Und was schlägst du persönlich vor. Willi? Ein Hauptsatz bitte.



  • Ich bin für Freiheit und gegen Kontrolle und Zwang.
    Wer anonym bleiben will, soll es.
    Namensangaben können u.U. negative Auswirkungen haben. Denken wir nur z.B. an Arbeitsplätze.
    Die Netiquette muss allerdings unbedingt gewahrt bleiben.


  • Sachsen-Anhalt

    Der Vorname müsste schon Standard sein. ... und dürfte wohl auch zu keinen Konsequenzen führen.


  • Niedersachsen

    Wenn wir öffentlich bleiben wollen, muss auch Anonymität möglich sein. Manch einer möchte nicht, dass sein Arbeitgeber recherchieren kann. Wichtig ist meiner Ansicht nach was Anderes. Es sollte nicht sein, dass man Freunden gegenüber mit einem Fake-Profil auftritt. Das ist hinterhältig und unsolidarisch. Es wäre gut, wenn jeder mindestens ein anderes Forenmitglied hat, das für die Existenz bürgen kann. Ich würde daraus aber keine Einladepraxis machen, die in einigen Gruppen praktiziert wird. Je mehr Bürgen, desto besser natürlich. Im Verdachtsfall kommen diese Bürgen dann zum Einsatz. Wir hatten das in unserem Ortsgruppenteil in einem anderen Forum. Wir haben uns über unsere Tarnnamen informiert und gut war es. Ganz einfach.


  • GLOBALER MOD MOD

    @Steffen-Beck ...auch deinen Vorschlag finde ich gut, führt zu mehr Vertrauen. Und überhaupt, wie möchte jemand hier als Geist überhaupt etwas bewirken und für unsere gemeinsame Idee in Aktion treten. In der Regel wollen solche Geister nur eins, Aufmerksamkeit durch Störatacken.


  • GLOBALER MOD MOD

    Interessante Frage...ich fände es auch gut, wenn sich die Nutzer zumindest mit ihrem realen Vornamen anmelden. Allerdings, wenn man über eine Pflicht nachdenkt müsste man a) Möglichkeiten haben, das zu kontrollieren und b) über Konsequenzen nachdenken, wenn sich User nicht daran halten. Da mir beides zu kontrollierend bzw. repressiv erscheint, vielleicht folgender Ansatz: Den Usern wird schon bei der Anmeldung nahegelegt, sich zumindest mit dem realen Vornamen anzumelden. Man kann es ja als vertrauensfördernde Maßnahme begründen. Ich würde aber niemanden zwingen. Sollte es jemand nicht machen, kann man das denke ich erstmal hinnehmen, so lange der jeweilige Nutzer sich nicht (negativ) auffällig verhält, d. h. so lange dem Forum bzw. der Forengemeinschaft kein Schaden entsteht. Jemanden, der sich vernünftig einbringt, wird man früher oder später ohnehin besser kennenlernen. Ist das Gegenteil der Fall, z. B. wenn ein User, den man nicht kennt, sich ausschließlich destruktiv und provokativ in den Diskussionen verhält, ohne dass man dies einordnen kann, macht es schon Sinn, mal etwas genauer nachzuforschen. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, sowohl bei den Betreffenden selbst nachzufragen als auch andere Nutzer aus dem Diskussionsumfeld (z. B. aus der Diskussionsgruppen zu fragen). Jemand, der negativ auffällt, niemand anderem bekannt ist und sich absolut dagegen sträubt, etwas preiszugeben, was irgendeine Form der Einordnung möglich macht - in dem Fall fällt es einem schon schwer, noch von guten Absichten auszugehen.



  • @ThomasN sagte in Mehr Vertrauen schaffen?:

    ausschließlich destruktiv und provokativ in den Diskussionengen <

    Ist ja eigentlich auch ein Verstoss gegen die Nettiquette ?


  • GLOBALER MOD MOD

    @Ralf sagte in Mehr Vertrauen schaffen?:

    @ThomasN sagte in Mehr Vertrauen schaffen?:

    ausschließlich destruktiv und provokativ in den Diskussionengen <

    Ist ja eigentlich auch ein Verstoss gegen die Nettiquette ?

    Kann es sein, muss es aber nicht, würde ich sagen. In den Nutzungsbedingungen geht es eher beleidigende Inhalte, die selbst als solche schon einen Verstoß gegen die Forenregeln darstellen und sanktioniert werden können. Mit destruktiven und provokativen Verhalten meine ich eher Dinge, die unterhalb dieser Schwelle liegen, dem Forum bzw. den Diskussionen aber trotzdem schaden, z. B. permanentes Schlechtreden und Verbreiten schlechter Stimmung...wenn ein Nutzer diesbezüglich absolut auffällig ist, wäre es schon interessant, ein wenig mehr über die betreffende Person zu erfahren, um das Verhalten einordnen und angemessener darauf reagieren zu können, selbst wenn es nur in der Diskussion ist. Ein willi übelherr setzt z. B. zu gerne provokative Spitzen, aber unabhängig davon, was ich persönlich von diesem Diskussionsstil halte, kenne ich ihn gut genug um zu wissen, dass er damit nicht schaden will, sondern es mehr oder weniger seine Art und Weise ist, bestimmte Diskussionen anzuregen. Würde es sich um jemanden handeln, von dem man weiß dass er eigentlich klar gegen dieses Forum ist, sind vergleichbare Aussagen vielleicht anders einzuordnen, weil die Intention hinter den Äußerungen eine andere sein dürfte.

    Letzten Endes aber ein sehr schwierig zu behandelndes bzw. einzuschätzendes Thema, für das es m. E. kaum eine Lösung von der Stange geben kann, sondern man muss immer den jeweiligen Einzelfall betrachten, denke ich. Die Krux dabei ist, dass Einzelfallbewertungen natürlich immer ein Stück weit subjektiv sind, weshalb sie nie von einer Person allein getroffen werden sollten.


  • Baden-Württemberg

    Ich halte Transparenz für wichtig - auch um Redebeiträge zu verstehen, wenn es um theoretische Diskussionen geht. Da hilft dann der Vorname nicht weiter. Wenn jemand darlegt, wo und wie er arbeitet, aus welchen konkreten Erfahrungen seine Thesen und Meinungen zustande kommen, dann kann er meines Erachtens auch einen Alias-Namen haben.


  • GLOBALER MOD MOD

    @Lotte ...für dich trifft das hier alles nicht zu Lotte. Denn ein doppeltes Lottchen gibt es in Wirklichkeit nicht. .....Es kann nur eine Lotte geben, jeder Versuch, in eine andere Rolle zu schlüpfen wäre umsonst. Du bist durchschaut, man erkennt dich, egal mit welchem Vornamen. Mit einem Zwinkerauge nach Freiburg...frohe Weihnacht, liebe Lotte.


  • Baden-Württemberg

    ja, danke - aber liegt das nicht genau an diesen Sachen, die eigene Persönlichkeit im Schreiben identifizierbar machen? Ich habe mir Mühe gegeben, mich so zu entwickeln. 🙂
    Ihr sagt, Bruno hatte seinen Schreibstil, Wlli auch - ich glaube, das kann jeder. Nur wenn man bei allgemeinen Parolen bleibt, wird man schlecht identifizierbar. Oder ist das falsch? Jemand, der sich ernsthaft und ehrlich in Auseinandersetzung begibt, wird durchschaubar. Wandernde Bots sind zwar schwierig, aber gegen die ist auch mit Vornamen nicht anzukommen. Gut, ich geh wieder - habe zu wenig Erfahrung.


  • GLOBALER MOD MOD

    @Lotte ...da hast du recht. Der Vorname alleine tut es nicht. Aber er kann helfen. Auch die Angabe des Wohnortes kann helfen. Es würde noch mehr helfen, wenn jemand aus dem Forum, z. B. du Lotte, mir über Chat mitteilen würdest, da steht gerade der Paul vor der Tür, den kenne ich.
    Denn würde ich den sofort frei schalten, weil ich dir Lotte inzwischen sogar meinen Wohnungsschlüssel anvertrauen würde. Obwohl wir uns noch nie gesehen haben, Lotte.
    Vertrauen kann man schlecht in Satzungen regeln. Vertrauen kann man auch nicht legitimieren. Vertrauen ist aber das wichtigste Gut in einer Bewegung. Und Vertrauen entsteht beim Tun.


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