Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken



  • Re: Noch einmal: "Die Systemfrage"?

    Nein, Systemergänzung statt Systemwechsel -
    so ließe sich eine alternative Betrachtung knapp zusammenfassen

    Mein Hauptinteresse gilt der Frage, wie anstelle eines Systemwechsels das System entsprechend ergänzt werden müsste/könnte. Meine Antwort - die dem Ansatz von Marogal entspricht - sind grundlegende Veränderungen, die letztlich dazu führen, dass die Gesellschaft auf einem entsprechend stabilen Fundament, einer "Ausgeglichenen Ausgangssituation" steht. Es wird also nicht bei den Herrschaftsstrukturen, sondern bei den Machtstrukturen angesetzt.

    Meine These lautet, dass das System längst unterwandert wird. Die Unterwanderung vollzieht sich insbesondere in der Politik durch PolitikerInnen und wird primär durch den medialen Diskurs getragen, jene "Wirklichkeit", die uns durch die einseitige Berichterstattung der Qualitätsmedien präsentiert wird. Was im Speziellen unter Unterwanderung zu verstehen ist, könnte hier auch diskutiert werden.

    Ein Einstieg könnte die Frage sein, ob Demokratie - nicht so wie es meist dargestellt wird - durch u.a. einen Mangel an Politischer Bildung intern gefährdet wird, sondern durch die externe Gefährdung von Demokratie, was leider noch nicht wirklich diskutiert wird (vgl. S.17 "Inerne und externe Gefährdung von Politik" http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=17

    (Betreffend der Kritik an den Medien verweise ich auf das Buch "Meinungsmacht" von Krüger: https://www.amazon.de/Meinungsmacht-Leitmedien-Alpha­-Journalisten-Netzwerkanalyse-Journalismusforschung/dp/3869624590/ref=pd_sbs_14_img_1/260-9524498-9027758?_encoding=UTF8&pd_rd_i=3869624590&pd_rd_r=8584b152-571f-476e-85f6-3a596ec447d1&pd_rd_w=sLfZV&pd_rd_wg=obEIM&pf_rd_p=a2f6bca6-dcb1-4822-8e28-66b64b37970e&pf_rd_r=KK23XHNJNJXHYQ2VCSD9&psc=1&refRID=KK23XHNJNJXHYQ2VCSD9


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    Systemergänzung statt Systemwechsel
    Systemergänzung geht meiner Meinung gar nicht.#
    Der Kapitalismus/Imperialismus ist auf Expansion, Wachstum, Krieg, Egoismus, Unsoziales, usw. aufgebaut. Durch den Wachstumszwang, der dem Kapitalismus inne wohnt (siehe Marx/ Engels) kann es keine Systemergänzung geben.
    In den Jahren des "kalten Krieges" (1945-1990) musste der Kapitalismus, durch politische Konkurrenz soziale Zugeständnisse hinnehmen. Ab 1990 - Zusammenbruch des probierten Sozialismus & Wegfall der pol. Konkurrenz, konnte der Kapitalismus seine Expansionspolitik, Medienpolitik (**Mont Pelerin Society) usw. uneingeschränkt umsetzen. Jetzt stößt der Kapitalismus an seine selbst geschaffenen Grenzen - es gibt nur eine Erde - (Umwelt, Rohstoffe, Sollbruchstellen bei vielen Produkten, Müll, usw.).
    Im Kapitalismus sind die Machtstrukturen = Herrschaftsstrukturen. Wer die wirtschaftliche Macht besitzt, besitzt auch die politische Macht. Der Staat, ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse.
    Justice Now.docx mit Bild (1).docx ** Fettschrift
    **FettschriftFettschrift



  • Was einige befürchten und manchen schon aufgegangen ist: Politik wird schon längst unterwandert
    Diese Steilvorlage nehme ich gerne auf. Dass Politik nicht wirklich Interessen von Mehrheiten umsetzt, zeigt u.a. die Einführung von Glyphosat, Polizeigesetzen und auch die Nicht-Einführung einer Vermögenssteuer. Kein Wunder also, dass in der universitären Politikwissenschaft längst von Postdemokratie gesprochen wird, also der Zeit nach Demokratien.

    Wir machen das, was wir schon immer getan haben:
    Wir bleiben in der Abhängigkeitsbeziehung stehen

    Wir fühlen und das ist gut so. Es ist ungerecht, wenn es zu keinen Veränderungen betreffend Vermögenssteuer kommt. Deswegen werden wir wütend und kämpfen gegen diese Ungerechtigkeit an. Wut ist, wenn es denn in die richtige Richtung geht, gut. Denn Wut zeigt uns an, dass da etwas schief geht und etwas faul ist, wenn Glyphosat auf unsere Felder gebracht wird und ganz und gar nicht auf unsere Interessen eingegangen wird. Immer wieder fühlt es sich nicht gut an und deswegen gehen wir engagiert darauf ein, gehen auf die Straße, demonstrieren und bringen unsere Meinung zum Ausdruck. Wir nehmen immer wieder jenen Dialog auf, indem wir uns fühlend in jene Inhalte einlassen. Wir fordern Empathie, wollen dass unsere Gefühle, dass wir verstanden werden, weil wir etwas zu sagen haben. Mit Empathie meinen wir eigentlich Zuspruch bekommen. Unsere Forderungen sollen umgesetzt werden.

    Einst hatten sie ihren Marx gelesen, wir bzw. zumindest manche von uns haben tatsächlich alles gelesen. Wir zitieren, wir belegen und beweisen, jedes Gefühl findet eine angemessenen und wohl fundierten Ausdruck. Hören wir auf unser Gefühl und ziehen Schlüsse, dann haben wir eine Richtung und das Gesamtpaket angenommen. Wir bleiben im „Was“ in jenen Inhalten und letztlich eben in der Abhängigkeitsbeziehung stecken. Stets aufs Neue füllen wir jenen Rahmen aus, der uns vorgegeben wird. Die „Richtung“ die wir eingeschlagen haben, kann nicht aus der Abhängigkeit führen, sondern führt immer weiter in die Abhängigkeit hinein. Wir wünschen uns Sicherheit - was an sich fraglich sein muss - und stellen den Begriff von Freiheit auf den Kopf, den bereits andere zuvor aus dem Kanon der anderen Begriffe gerissen haben:

    „Freiheit wird von neuen Sprachregelungen nicht ausgeschlossen, sondern durch die Kontrolle des frei gestaltbaren Sprachraums gesichert. Allein die Präsenz von Kameraüberwachung lässt Personen wieder besser schlafen, verschärfte Polizeigesetze schützen Demokratie und es ist nicht weiter notwendig, über Verbrechen und Terroristen in der Welt nachzudenken.“*

    Wir folgen unserem bzw. den von anderen gemachten Gefühlen ohne zu realisieren, dass dieses Empfinden letztlich aus der Abhängigkeit entspringt und nur durch die Aufrechterhaltung der Abhängigkeitsbeziehung zu haben ist. Wir sprechen von Framing und Rahmen und realisieren nicht, dass wir stets die Rahmen von anderen übernehmen. Wir sind abhängig und manche wollen gar selbst wieder Kind sein, wie ein Kind fühlen oder idealisieren Kindsein. Damit ist Kindsein entstellt:

    „Freilich haben auch Eltern das Recht, Kind zu sein – kurzerhand wurden jene Grenzen zwischen Generationen in der Familie aufgehoben. Erwachsene lesen selbst wieder Kinderbücher, spielen Playstation und schlafen mit ihren Kindern in einem Bett. Eben jene Vorstellung der Eltern, dass die Welt (des Kindes) von jeglichem Negativempfinden „befreit“ sein muss, lässt keine Fragen offen und legt Außenstehenden nahe, dass durchorganisierte Wirklichkeit und Rundumversorgung tatsächlich gebraucht werden.“*

    [*Aus: „Immer wieder Politik im offenen Käfig.“ S.9 http://online.fliphtml5.com/djgvf/wzac/#p=8 ]

    Marogal heißt:
    „Aufstehen“ und „Einen Schritt weitergehen“

    Wir nehmen unser Gefühl an und gehen einen Schritt weiter, auch wenn uns unwohl wird und es sich mitunter nicht gut anfühlt. Hat ein Mensch etwas NOCH NICHT erreicht, dann ist jenes unangenehme Empfinden ganz natürlich. Unangenehme Gefühle gehören zur Entwicklung, die bekanntlich eine Aneinanderreihung von Konflikten ist. Freilich ist es verlockend und auch leichter liegen zu bleiben und wie gewohnt zu diskutieren. So lange zu diskutieren, bis sich vielleicht etwas ändert, für immer Kind bleiben. Nein, das ist gegen die Natur. Ein Mensch kann nicht zu einer Identität in Vorstellungswelten [vgl. Narzissmus und Idealismus] oder gar in digitalen Welten werden. Irgendwann finden Diskussionen und Im-Kreis-Diskutieren ein Ende. In Foren und Blogs finden wir kein zu Hause, lösen uns nicht in alte Sackgassen laufend aus der Abhängigkeitsbeziehung. Wir müssen aktiv selbst eins und eins zusammensetzen: Politik setzt nicht unsere Interessen um, Politik wird gar unterwandert. Also fordern wir auch jetzt nicht noch mehr Politische und sonstige Bildung. Denn um all das geht es nämlich nicht.

    Wir nehmen das unangenehme Gefühl an, umarmen die Angst und setzen uns nicht mehr mit den hingeworfenen Brocken an der Oberfläche auseinander, sondern nähern uns grundlegenden Zusammenhänge. Wir fragen nicht weiter, was die Welt im Innersten zusammenhält, sondern wer unsere Rahmen macht, „WIE“ das alles möglich ist. Bis dato wurde uns das Wesentliche vorenthalten. Hier geht es gar nicht um Wissen, sondern „WIE“ sie uns abhängig gehalten haben.

    Grundlegende Zusammenhänge sind letztlich einfach zu verstehen, wir folgen dem gesunden Menschenverstand: „Warum sollte es normal sein, dass die von uns erarbeiteten Gewinne abgezogen werden?“ An diesem Ausgangspunkt halten wir fest. Vom neuen Standpunkt aus erleben wir wahre Freiheit. Eine Freiheit die uns das Fühlen wiederbringt. Mit der Gründung Humaner Unternehmen stellen wir die Gesellschaft und Demokratie auf ein stabiles Fundament. Empathie jenes alte Mitempfinden, als Mensch mit Leib und Seele mitfühlend in der Gemeinschaft ankommen. Aus dem Schwarz und Weiß Denken, dem Gut und Böse, dem Einschließen und Ausschließen entspringt der Reichtum der Farben und die verlorenen Früchte der Kultur.

    „Bediene dich deines Verstandes“ - „Da wo Abhängigkeit war, kommen wir an“. Wir sind aufgestanden nicht um uns erneut und immer wieder in Ideen zu verlieren. Unsere Ideen werden mit Humanen Unternehmen verbunden und nicht weiter als Geschäftsideen von anderen verkauft. Wir sind aufgestanden und gehen einen Schritt weiter, lassen unsere Abhängigkeit zurück. Wir sorgen für Aufmerksamkeit und gemeinsam für eine Ausgeglichene Ausgangssituation.**

    [**Vgl. “Ein Aufruf“in http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=31]


  • GLOBALER MOD MOD

    Es gibt also das Politische (die Demokratie zB), und das Andere, die Wirtschaft, Kapitalismus, "Unausgeglichenheit".
    Warum gibt es das, diese Zweiteilung, und DIE Art des Wirtschaftens ÜBERHAUPT?
    Als Hintergrund auch für das, was im oben verlinkten Text zur Systemfrage steht, habe ich einen kleinen Theorie-Entwurf in mein Blog gestellt, und dort ist von drei Fundamentalaufgaben die Rede, an denen Vergesellschaftung scheitert: Konsensfindung ist nur eine davon; also das, was man sonst mit Politik und Demokratie assoziiert. Daneben steht: Koordination; und Internationalität. Das Problem, das ich damit für uns alle (die Menschheit, vor dieser Epochenschranke stehend) aufgeworfen sehe, ist: Dass diese drei Aufgabenfelder aufs engste verknüpft sind. Du, Marcel, drückst diese Verknüpfung aus als: externe Gefährdung der Demokratie, die Macht ist immer schon (ungleich) verteilt, und das wird allen sekundären Rück-Umverteilungsversuchen immer wieder davonlaufen. Der Punkt ist, und da ähnelt dein Vorschlag dem der Staatssozialisten (wie @Peter-Armin ), dass man an den Koordinations-Mechanismen (und den Verteilungen, die sie zur Folge haben) nicht ungestraft dreht, um Konsensfindungsziele besser verwirklichen zu können: Auch die Koordination fordert ihr Recht. (Und dann noch mal die Internationalität. Und... die Anforderung, dem allen gerecht zu werden unter Bedingungen explodierender Produktivität, und was sie alles an den Bevölkerungen der Industriestaaten und deren Lebensbedingungen anrichtet,)
    Vergesellschaftungsprobleme... sind komplexer, sie sind eben nicht nur politischer Art, freilich auch nicht bloss reduzierbar auf Arbeitsteilung und Koordinationsprobleme. Alles soll zugleich gelöst werden, alles spielt ineinander. Und das... überfordert derzeit jeden unter den Zeitgenossen. Wir sind den Problemen nichtmal im Ansatz gewachsen.
    Das auszusprechen, kann mir einmal mehr als Demoralisierung, Defaitismus, und Schlimmeres ausgelegt werden. Ich denke nur an die in unseren Reihen, die bei jeder grundsätzlicheren Widerrede oder Zweifel bezahlte Agenten des Feindes am Werk sehen...


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    @HCGuth Aus dieser Komplexität ergibt sich z.B. die Frage: Scheitert die Transaktionssteuer (nicht die Scholzsche natürlich, sondern eine, die die Spekulanten träfe) wirklich daran, dass es nie gelingt, sie im internationalen Maßstab einzuführen oder ist das nur ein Vorwand, um sie national nicht in Erwägung ziehen zu müssen, damit die deutschen Bankstandorte nicht gefährdet werden.



  • @HCGuth sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    .. und dort ist von drei Fundamentalaufgaben die rede, an denen Vergesellschaftung scheitert..

    Lieber HCGuth,
    bitte verstehe mich nicht falsch, aber du scheinst den marogalischen Ansatz gar nicht zu verstehen. Das passiert jenen "Theoretikern" oft, die zu sehr in ihren eigenen Betrachtungen bleiben und zu sehr daran angepasst Probleme haben, andere - hier ganzheitlich philosophische - Betrachtungen zu verstehen. Vielleicht hast du Lust, dich noch ein mal ganz in Ruhe auf die Texte einlassen und dich von deinen Scheuklappen, also deinem Vorwissen zu lösen. manchmal bedarf es veränderten Betrachtungen. Viel Spaß dabei.



  • Liebe freunde,

    taeuscht es oder gibt es eine innere verbindung von @Marcel-Hammer und @Martin-Durel. Ich habe das gefuehl, dass sich hier zwei den ball zuwerfen oder vielleicht die gleiche person sind.
    @HCGuth, @Guido, @ThomasN ..



  • Hallo ihr Lieben, Harald und Hans Christoph,

    ich möchte versuchen euch mit folgenden Unterscheidungen zwischen strukturellen Veränderung durch politische Interventionen (a) und Veränderung der Struktur durch grundlegende Einflussnahme (b) zur Seite zu springen:

    a) Politische Interventionen bewirken keine/bestenfalls strukturellen Veränderungen. Transaktionssteuer bewirkt lediglich Verschiebungen. Jene Interventionen gleichen sich meist bereits nach einer Zeit wieder aus. Politik übt also Einfluss auf Herrschaftsstrukturen aus.

    b) Der marogalische Ansatz bewirkt grundlegende Veränderungen, indem die von uns erarbeiteten Gewinne eingezogen werden (grundlegende Veränderung), ändert sich auch das Klassische Verständnis von Handel (Grundwert/Norm). Dadurch verändert sich die Struktur des Systems (bitte nicht mit strukturellen Veränderungen verwechseln!). Erkennbar durch die nunmehr geschlossen Kapitalkreisläufe. Der marogalische Ansatz wirkt sich also auf das System stabilisierend und auch auf Machtstrukturen aus. [s. Darstellung der Kapitalkreisläufe, S.7 http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=6].



  • @willi-uebelherr sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    Liebe freunde,

    taeuscht es oder gibt es eine innere verbindung von @Marcel-Hammer und @Martin-Durel. Ich habe das gefuehl, dass sich hier zwei den ball zuwerfen oder vielleicht die gleiche person sind.
    @HCGuth, @Guido, @ThomasN ..

    Alles gut. Wir kennen uns und sind vielleicht "Seelenverwandt" - auch wenn ich nicht an so was glaube 😉 ..oder wir finden beide Marogal halt wunderbar. Lieber Willi, fällt dir zum Thema ansonsten auch was ein? Vielleicht findest du mit Marogal auch bald zu ähnlichen grundlegenden Betrachtungen und setzt dich für die Umsetzung von Humanen Unternehmen, die Basis für eine schöne Gemeinschaft ein. Das würde mich freuen. Mach sehr gerne mit. Was sagst du zu Humanen Unternehmen?



  • Mir ist zum besseren Verständnis noch ein Kapitel der Webseite eingefallen. Da geht es darum, was alles in der Satzung des Unternehmens freiwillig festgehalten wird:

    "Folgende Ansatzpunkte werden in der Satzung eines Unternehmens freiwillig festgelegt:

    *Selbstverständnis des Unternehmens
    *Investition der Gewinne / Regulierung der Gewinnverteilung
    *Kontrolle der Ausgaben
    *Möglichkeiten der Einsichtnahme
    *Arbeits- und Handelsbedingungen
    *Unternehmensgestaltung
    *Regelung von Gehältern
    *Offenlegung der Finanzbücher
    *Zugänglichkeit und öffentliche Einsichtnahme von weitreichenden Entscheidungen
    *Abbau von Risiken und einhergehender Verantwortung
    *Selbstregulation der Strukturen des Unternehmens, usw."

    Gerne mal auf der Webseite reinlesen, insbesondere die FAQ sind oft hilfreich. Viel Spaß: https://www.marogal.de/teil-4-1/keine-halben-sachen-die-neuen-grundlagen-werden-in-der-satzung-verankert/



  • "Erkennbar durch die nunmehr geschlossen Kapitalkreisläufe. Der marogalische Ansatz wirkt sich also auf das System stabilisierend und auch auf Machtstrukturen aus. [s. Darstellung der Kapitalkreisläufe, S.7 http://online.fliphtml5(.com)...]."

    @Marcel-Hammer, Anmeldedatum, Links-referenzen, Argumentationsweise klingt sehr aehnlich bis gleich.

    Aber nun zu deiner nachfrage. Ich habe aus der letzten anwort von @Martin-Durel diesen satz zitiert. "Geschlossene Kapitalkreislaeufe"? Ja, das ist der zweck im kapitalismus, entsprechend werden die strukturen bestimmt und realisiert und mit aller anstrengung versucht, nebenablaeufe zu reduzieren. Gewissermassen die undichten stellen, die aus dem bedarf an der reproduktion von arbeitskraft erfolgt. So entsteht dann ein geschlossener kreislauf zur Mehrwertbildung und je schneller diese zirkulation stattfindet, um so haeufiger kann sie sich ueber einen zeitraum wiederholen.

    Alles nichts neues. Nur, damit seid ihr beiden hier am falschen ort angekommen, denke ich. Weil Aufstehen enthaelt notwendig eine beendigung dieser besonderen Kapital-Zirkulationen.

    Es gibt ja andere, sehr positive Zirkulationen wie Material-Zirkulation oder Rohstoff-Zirkulation oder einfach nur Wasser-Zirkulation. Von der natur ueber unsere temporaere anwendung zur natur zurueck. Nicht immer, weil haeufig reicht uns der natuerliche ausgangsstoff.

    Und euer Propaganda-Begriff "humanes Unternehmen"? Ich habe mir dieses thema hier im forum erspart.

    Alles, was wir menschen gemeinsam tun, ist ein unternehmen. Und selbst als einzelperson koennen wir etwas unternehmen z.b. zum schwimmen gehen, wandern, irgendo zelten, ein essen vorbereiten, dem garten neue pflanzen zufuegen, eine kleine Saatgutbibliothek einrichten. Alles humane Unternehmungen.

    Aus deiner 11-teiligen liste lese ich aber etwas ganz anderes; einen extrem eingeschraenkten, wenn nicht gar einfaeltigen, begriff von Unternehmen. Klingt eher nach spiessiger kleinbuergerei.


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    @HCGuth sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    Wir sind den Problemen nichtmal im Ansatz gewachsen.

    Wenn wir das System NICHT ändern können - nun dann sollte man sich hinlegen und abwarten was kommt. Dann nutzen auch die klügsten Gedanken, hingeschrieben und formuliert, NICHTS.
    Politik wird von Menschen gemacht und wenn sie den Menschen nicht dient, muß sie auch von Menschen geändert werden. Wer diesen Satz negiert kann eventuell noch auf irgendeinen GOTT hoffen - als Atheist habe ich damit jedoch maximale Probleme.
    Das gegenwärtige System, da es auf gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung beruht, zielt darauf ab - ALLES zu privatisieren. In jedem Land, in dem also die Waffenproduktion in privater Hand ist, wird der Krieg als Verkaufsmesse der Waffen IMMER präsent sein
    Wenn das System nicht geändert wird - so lange - bis diese Erde nicht mehr exisistiert. WILL Jemand darauf warten? Ist es human, darauf zu warten?

    Im Sinne der gegenwärtig Herrschenden ist es ideal, wenn solche Thesen verbreitet werden !



  • @willi-uebelherr sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    Lieber Willi,
    aus deinen Ausführungen geht hervor, dass du kein Verständnis vom marogalischen Ansatz hast. Du könntest etwas Zeit darauf verwenden, bevor du urteilst. Vielleicht fällt es dir auch noch schwer, aus deinen eigenen Betrachtungen zu kommen, neue Gedanken zuzulassen. Vielleicht unterscheidet uns, dass ich mich auf deine Inhalte eingelassen habe und dir weiterhelfen möchte.

    *Du könntest bei der grafischen Darstellung der Kreisläufe (s.S.7) ansetzen und dann weiter lesen.
    http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=6

    *Vielleicht spricht dich auch das Kapitel09: "Das richtige Wirtschaftssystem.."

    *Oder du liest die Kurzbeschreibung: http://online.fliphtml5.com/djgvf/sodw/#p=1

    Ich frage mich wer du bist oder für was du dich hältst, dass du meinst sagen zu können, wer hier bei Aufstehen falsch ist? Ein Mensch kann destruktiv sein oder konstruktiv mitmachen. Warum nicht einfach Raum lassen?

    Bitte habe Verständnis, dass ich erst dann wieder auf dich eingehen werden, wenn du dich dafür entschieden hast konstruktiv mitzumachen. Danke



  • @Günther-Wassen sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    @HCGuth sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    Wir sind den Problemen nichtmal im Ansatz gewachsen.

    Politik wird von Menschen gemacht und wenn sie den Menschen nicht dient, muß sie auch von Menschen geändert werden. Wer diesen Satz negiert kann eventuell noch auf irgendeinen GOTT hoffen..

    Ich bin immer wieder über jene "Generation Politik" erstaunt, die ernsthaft meint sagen zu können, was geht und vor allem was nicht geht. Ohne die gigantische Anmaßung zu erkennen wird damit gesagt, dass die Grenzen ihres Horizontes zugleich die Grenzen überhaupt sein müssen.

    Diese Zeilen meine ich nicht böse. Es sind letztlich logische Schlüsse. Der Hammer sind eben jene ausschließenden Sätze jener Personen. Ich würde freundlich vorschlagen, auch über andere "Bereiche" nachzudenken. Beispielsweise gibt es an der Uni neben Politik auch Sozialwissenschaften, Psychologie, Geschichte, Pädagogik, Kunst usw. Warum sollte alles Politik sein? Warum sollte nicht gerade diese Politisierung zum Ausschluss anderer Betrachtungen und Lösungen führen? Aufstehen kann auch überpolitisch!

    Hierfür schlage ich freundlich Kapitel00, Kapitel05 und Kapitel06 vor:
    http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=2

    Bitte erkennt die konstruktive Absicht in meinen Worten. Wenn es sich hart "anfühlt" dann könnte dies daran liegen, dass die/eure Überhebung der Politik jetzt euch klarer wird (..) Im alten Griechenland haben sie den Übermittler schlechter Nachrichten mit umgebracht. Das ist hier bitte -im übertragenen Sinne- nicht nötig. Ich hoffe, wir "arbeiten" bald zusammen, mit einer erweiterten, ganzheitlichen Betrachtung. Herzliche Grüße



  • Zusammenarbeiten ist tatsächlich das Schlagwort - Und da werfe ich mir mit Marcel und allen anderen doch gerne die Bälle zu. Wenn sich zwei linke Menschen tatsächlich mal einer Meinung sind und sich nicht bekämpfen, dann verwundert dies womöglich tatsächlich. Aber warum? Wir sollten uns nicht weiter teilen lassen oder gar selbst spalten. Das macht keinen Sinn. Lasst uns also zusammen..

    Wenn wir über das System sprechen, dann müssen wir freilich den Blick über den (politischen) Tellerrand wagen: Jetzt geht es über Politik hinaus und freilich bleiben philosophische Betrachtungen nicht aus. Das ist gut so und kein Problem, denn wir fangen an unser Selbstverständnis zu hinterfragen. Meine Frage ist also vorab:

    Hat sich jene - von Marcel als "Genration Politik" bezeichnete - Generation 68 jemals selbst in Frage gestellt? Damals wurde das Private öffentlich gemacht; aus sehr guten Gründen. Und jetzt? Musste jene anzunehmende Politisierung nicht rückläufig oder zumindest hinterfragt werden? Dies scheint mir eine der Schlüsselfrage zu sein. Wenn nicht weiter alles/derart vieles politisch ist, werden endlich überpolitische Wege nicht weiter ausgeschlossen.

    Marogal ist überpolitisch und Aufstehen auch.

    Vielleicht liegen Marcel und ich nahe beisammen, da wir nicht bei alten Betrachtungen stehengeblieben, sondern aufgestanden sind und einen Schritt weiter gegangen sind. Wir unterteilen bereits in:

    • Gestaltung
    • Regelung/Anpassung
    • Grundlagen

    (vgl. Ästhetik/Ethik/Erkenntnis bzw. Wahre, Gute und Schöne, s. Platon oder Kant (drei Kritiken)).
    (S. 4 v"Einleitung" http://online.fliphtml5.com/djgvf/fxci/#p=4)

    Politisches Engagement, Gestaltung des Alltags muss durch grundlegende Veränderungen ergänzt werden.



  • "Beispielsweise gibt es an der Uni neben Politik auch Sozialwissenschaften, Psychologie, Geschichte, Pädagogik, Kunst usw. Warum sollte alles Politik sein?"

    Das kommt von @Marcel-Hammer. Soviel Verbloedung ist schwierig, aufzuloesen. Das, was er hier vorlegt, sind praktisch alles Religionen. Wissenschaft setzt eine Referenz voraus, der wir uns annaehern koennen, und da existieren nur die Gesetze der Natur.

    Es gibt allerdings auch empirische Soziologie und empirische Psychologie. Da koennen wir vom versuch einer Wissenschaft sprechen. Fuer materielle und geistige Geschichte, sofern wir sie zusammen denken, also Geschichte und Philosophie, koennen wir das auch anwenden, unter der Vorraussetzung, dass wir nicht von vorneherein festlegen, was wir erkennen wollen.

    Alles andere bewegt sich im Raum unserer Kopfgeburten und nennen es Dogmatismus. Kopfgeburtiger Schwachsinn.



  • Weder Kapitalismus noch Sozialismus/Kommunismus sind das Problem: Für viele stellt der Kapitalismus keine befriedigende Lösung dar. Einhergehende Arbeits- und wirtschaft-liche Gesamtsituation, Ungleichheit sowie folgen-schwere, neoliberale Entwicklungen sind nicht weiter hinnehmbar. Zugleich stellen sozialistische und kommunistische Ansätze für andere keine hinreichende Alternative dar. Neben Kritik an Wirtschaftsrechnung, Planwirtschaft und Einflussnahme des Staates wer-den häufig unzureichende Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit genannt. Gegenwärtige neoliberale Entwicklungen als auch der Untergang der UdSSR scheinen darauf hinzuweisen, dass beide Systeme gescheitert sind. Die zentrale Frage der Gegenwart bleibt unbeantwortet. Ganzheitliches Verständnis lädt ein, sowohl im Kapitalismus als auch im Sozialismus/Kommunismus das folgenschwere Ungleichgewicht nicht außer Acht zu lassen. Im Klassischen Verständnis von Handel angelegt, ist das Ungleichgewicht grundlegend verankert, und geht den beiden Systemen voran. Trotzdem oder gerade deswegen wird das Ungleichgewicht nicht hinterfragt, und es ist normal, dass infolgedessen durch den Abzug von Gewinnen Arbeits- und Berufswelt negativ beeinflusst werden. Gesamtgesellschaftliche Kapitalverschiebungen bringen jeweils das Gesamtsystem aus dem Gleichgewicht. Im Kapitalismus fällt „der Wirtschaft“ eine zentrale Bedeutung zu und führt letztlich zu einer externen Gefährdung bzw. Unterwanderung der Demokratie. Kapitalverschiebungen im Sozialismus / Kommunismus begünstigen – bis hin zu Diktatur und Totalitarismus – zunehmende Einflussnahme und Ausweitung des Staates. Die praktische Umsetzung von Kapitalismus und Sozialismus muss aufgrund der Aushöhlung des jeweiligen Systems und anderen Folgen des Ungleichgewichts scheitern. Zugleich wird eine Spaltung in Ost und West sowie politischer Kampf vorangetrieben und komplexe Wahrnehmungen von grundlegenden Zusammenhängen bleiben weiter verdeckt. Beide Ansätze werden nachhaltig von den Folgen des Ungleichgewichts beeinflusst. Die beiden Systeme sind per se nicht „falsch“ und auch die negativen Entwicklungsverläufe sagen nichts über die jeweilige Funktionsfähigkeit aus. Über den politischen Tellerrand schauend, sollten auch weiterhin die Folgen des Ungleichgewichts in der Welt bekämpft und zudem auf bis dato verdeckte grundlegende Zusammenhänge Einfluss ausgeübt werden.





  • "Weder Kapitalismus noch Sozialismus/Kommunismus sind das Problem: .."

    Doch @Marcel-Hammer, sie sind und bleiben das problem. Bei kapitalismus ist klar: Es geht um private Kapitalakkumulation und die ganze region wird diesem unterworfen.

    Bei Sozialismus/Kommunismus steht vorher die frage was wir darunter verstehen. Staatatskapitalismus vielleicht? So etwas wie DDR oder Sowjet-Union mit deren anhaengseln? oder Kuba, venezuela, Nicaragua?

    Sozialismus ist ein philosophisches Konzept. Wenn in userem denken, in unseren wertsystemen, die soziale frage fuer alle im vordergrund steht, sind wir Sozialisten.
    Kommunismus - die Gemeinschaft.
    Kapitalismus - die private Kapitalakkumulation.
    Egoismus - das Mein, Mir.

    So sehen wir sofort, dass Planwirtschaft kein besonderes merkmal ist, weil jede Unternehmung einen Plan vorraussetzt. Sonst wissen wir nicht, was wir tun wollen.

    In deiner Unterscheidung geht es dann eher um zentralisierte oder dezentralisierte Kapital-Planung. Nur, da hast du sofort ein problem, wenn du dir Blackrock, Vanguard, StateStreet, J.P.Morgan, Goldmann&Sachs und dergleichen betrachtest. Und die FED und EZB nicht vergessen.

    Die grundfrage ist immer, was streben wir an. Private Kapitalakkumulation oder stabile materielle Lebensgrundlagen fuer Alle, was allerdings mit Kapital ueberhaupt nichts zu tun hat.



  • @willi-uebelherr sagte in Wer die Systemfrage stellt, könnte neben einem Systemwechsel oder -sturz auch über Ergänzung des Systems nachdenken:

    "Weder Kapitalismus noch Sozialismus/Kommunismus sind das Problem: .."

    Doch @Marcel-Hammer, sie sind und bleiben das problem.

    Lieber Willi,
    ich kann nur das verantworten, was ich geschrieben habe. Ich weiß nicht worauf und auf was du da antwortest. Ich biete dir via Privatnachrichten gerne Hilfe an und werden dir zuhören. Melde ich gerne. Ansonsten hat das mit mir und/oder dem marogalischen Ansatz nichts zu tun. Ich wünsche dir alles Gute.


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