Zur Verwendung des Namens „Defender 2020“ für Aktions-Namen und Flugblattentwürfe


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    „Defender“ heißt übersetzt: Verteidiger.
    Das ist schon die erste Lüge. Denn sie sind Angreifer, und keine Verteidiger.

    Eine unkritische Übernahme derartiger Verdrehungen halte ich für nicht sehr konsequent. Mir scheint es hier angeraten, schon in der Namensgebung anzuzeigen, um was es sich handelt. Für die Wiedererkennung ist die Jahreszahl „...2020“ immer noch ausreichend.
    Angriff heißt auf englisch: attack
    Übung heißt: exercise
    Beides zusammen heißt: attack exercise

    Friedensaktionen gegen dieses Manöver würde ich folglich „versus attack exercise 2020“ nennen oder auch auf deutsch „gegen Angriffsübung 2020“.

    Für sehr bedenklich halte ich den Namen „Anti-Defender...“. Die Machthaber stellen sich als Verteidiger dar, die sich angeblich gegen Russland verteidigen müssten. Also sind in Folge dieser Logik in den Mainstream-Medien, Friedensaktivisten mit Anti-Haltung gegen „Verteidigung“, Verräter. Wir können davon ausgehen, dass alle Militärangehörigen der Nato einer ausgeklügelten Gehirnwäsche unterzogen werden. Für sie sind alle, die ihre „Verteidigung“ behindern, Verräter. Gegen Verräter brutal vorzugehen, ist ihre Hemmschwelle am niedrigsten.

    Wirksame Friedensarbeit bedeutet Kampf um die Köpfe:
    In erster Linie Kampf um die Köpfe der Militärangehörigen. Sie dürfen daher nicht beschimpft werden mit „Ami go home!“ oder ähnlichem. Sie haben Familie und verdingen sich um ihre Familie zu ernähren. Verstehen wir das? Ich denke, ja. Lasst sie uns als Freunde wahrnehmen. Freunde sagen immer die Wahrheit. Ich würde daher empfehlen, das Hauptaugenmerk auf Aufklärungsarbeit zu legen. Aufklärung darüber, was sie tun und was das Ergebnis sein wird. Sie bereiten einen Angriffskrieg gegen Russland vor. Ihre Überlebenschance wäre sehr gering. Ihre Familien würden sie nie wieder sehen. Können die Russen ihnen vertrauen, dass es „nur“ eine Übung ist? Nein, das können sie nicht. Sie müssen also adäquates Militär auf der anderen Seite bereit halten. Eine kleine Provokation zu viel, und die amerikanischen Soldaten sehen ihre Familien nie wieder. Den Räubern und Verbrechern, die sie befehligen, ist das Leben ihrer Soldaten völlig egal. Das ist die Wahrheit, die wir ihnen als Freunde sagen können. Dabei können wir Whistleblower in Flugblättern zu Wort kommen lassen, ehemalige Soldaten berichten lassen.

    Kampf um die Köpfe der Bevölkerung:
    Der 2. Weltkrieg wirkt immer noch nach. Das Trauma in der deutschen Bevölkerung sitzt noch tief. Es ist nicht so leicht, so eine Bevölkerung in den Krieg zu führen. Deshalb wären Flugblätter und Transparente auf Demos sehr wirksam, die dieses Trauma wach halten und noch vertiefen.

    Ich habe zwei Flugblattentwürfe gemacht. Es handelt sich um A4-Format, beidseitig, mit Spalten, wie bei einer Zeitung, die wir ständig mit neuen Artikeln füllen können. Entscheidend ist der Flugblattkopf, der die Aufgabe erfüllen muss, mit nur einem Blick sofort in die Tiefe des Themas vorzudringen. Ein Rückgriff auf die berühmte Fotomontage von 1932, von John Heartfield kann dabei sehr helfen. Das Bild zeigt eine Hyäne mit Zylinder und der höchsten Militärauszeichnung der USA um den Hals, der „Medal of honor“, die auf einem Schlachtfeld über Leichen geht. Das Bild ist unterschrieben mit:
    „Krieg und Leichen, die letzte Hoffnung der Reichen“.

    1. Ein Flugblatt, in dem neben Artkeln vor allem Termine, Treffpunkte, Veranstalungen und interessante Informationen für Friedensaktivisten enthalten sind. Das Flugi muss Kontaktdaten enthalten, wie z.B. Mailadresse/Telefonnummer, an die sich Interessierte wenden können. Ziel ist die Sammlung von Friedensaktivisten.
      [0_1580912941348_Flugblattkopf-Sammlung.pdf](Lade 100% hoch)

    2. Ein Flugblatt, dass sich direkt an die Soldaten wendet, mit aufklärerischen Artikeln und/oder Soldatenbriefen.
      „Defender“ heißt übersetzt: Verteidiger.
      Das ist schon die erste Lüge. Denn sie sind Angreifer, und keine Verteidiger.

    Eine unkritische Übernahme derartiger Verdrehungen halte ich für nicht sehr konsequent. Mir scheint es hier angeraten, schon in der Namensgebung anzuzeigen, um was es sich handelt. Für die Wiedererkennung ist die Jahreszahl „...2020“ immer noch ausreichend.
    Angriff heißt auf englisch: attack
    Übung heißt: exercise
    Beides zusammen heißt: attack exercise

    Friedensaktionen gegen dieses Manöver würde ich folglich „versus attack exercise 2020“ nennen oder auch auf deutsch „gegen Angriffsübung 2020“.

    Für sehr bedenklich halte ich den Namen „Anti-Defender...“. Die Machthaber stellen sich als Verteidiger dar, die sich angeblich gegen Russland verteidigen müssten. Also sind in Folge dieser Logik in den Mainstream-Medien, Friedensaktivisten mit Anti-Haltung gegen „Verteidigung“, Verräter. Wir können davon ausgehen, dass alle Militärangehörigen der Nato einer ausgeklügelten Gehirnwäsche unterzogen werden. Für sie sind alle, die ihre „Verteidigung“ behindern, Verräter. Gegen Verräter brutal vorzugehen, ist ihre Hemmschwelle am niedrigsten.

    Wirksame Friedensarbeit bedeutet Kampf um die Köpfe:
    In erster Linie Kampf um die Köpfe der Militärangehörigen. Sie dürfen daher nicht beschimpft werden mit „Ami go home!“ oder ähnlichem. Sie haben Familie und verdingen sich um ihre Familie zu ernähren. Verstehen wir das? Ich denke, ja. Lasst sie uns als Freunde wahrnehmen. Freunde sagen immer die Wahrheit. Ich würde daher empfehlen, das Hauptaugenmerk auf Aufklärungsarbeit zu legen. Aufklärung darüber, was sie tun und was das Ergebnis sein wird. Sie bereiten einen Angriffskrieg gegen Russland vor. Ihre Überlebenschance wäre sehr gering. Ihre Familien würden sie nie wieder sehen. Können die Russen ihnen vertrauen, dass es „nur“ eine Übung ist? Nein, das können sie nicht. Sie müssen also adäquates Militär auf der anderen Seite bereit halten. Eine kleine Provokation zu viel, und die amerikanischen Soldaten sehen ihre Familien nie wieder. Den Räubern und Verbrechern, die sie befehligen, ist das Leben ihrer Soldaten völlig egal. Das ist die Wahrheit, die wir ihnen als Freunde sagen können. Dabei können wir Whistleblower in Flugblättern zu Wort kommen lassen, ehemalige Soldaten berichten lassen.

    Kampf um die Köpfe der Bevölkerung:
    Der 2. Weltkrieg wirkt immer noch nach. Das Trauma in der deutschen Bevölkerung sitzt noch tief. Es ist nicht so leicht, so eine Bevölkerung in den Krieg zu führen. Deshalb wären Flugblätter und Transparente auf Demos sehr wirksam, die dieses Trauma wach halten und noch vertiefen.

    Ich habe zwei Flugblattentwürfe gemacht. Es handelt sich um A4-Format, beidseitig, mit Spalten, wie bei einer Zeitung, die wir ständig mit neuen Artikeln füllen können. Entscheidend ist der Flugblattkopf, der die Aufgabe erfüllen muss, mit nur einem Blick sofort in die Tiefe des Themas vorzudringen. Ein Rückgriff auf die berühmte Fotomontage von 1932, von John Heartfield kann dabei sehr helfen. Das Bild zeigt eine Hyäne mit Zylinder und der höchsten Militärauszeichnung der USA um den Hals, der „Medal of honor“, die auf einem Schlachtfeld über Leichen geht. Das Bild ist unterschrieben mit:
    „Krieg und Leichen, die letzte Hoffnung der Reichen“.

    1. Ein Flugblatt, in dem neben Artkeln vor allem Termine, Treffpunkte, Veranstalungen und interessante Informationen für Friedensaktivisten enthalten sind. Das Flugi muss Kontaktdaten enthalten, wie z.B. Mailadresse/Telefonnummer, an die sich Interessierte wenden können. Ziel ist die Sammlung von Friedensaktivisten.
      Flugblattkopf-Sammlung.pdf

    2. Ein Flugblatt, dass sich direkt an die Soldaten wendet, mit aufklärerischen Artikeln und/oder Soldatenbriefen.
      Flugblattkopf-für Soldaten.pdf

    Gruß
    Holger


  • MOD

    Hallo Holger, hallo alle,

    "defender" wird laut leo.org mit "Verteidiger" übersetzt. Defender Europe heißt sinngemäß Verteidiger Europas, so kolportiert es jedenfalls RND: https://www.rnd.de/politik/defender-2020-wie-die-bundeswehr-das-grossmanover-organisiert-RUVI6R4LAVANLG3PINSBV7Q4NM.html
    Zitat: "„Defender Europe 2020“ haben die USA die Aktion genannt – Verteidiger Europas. Auf dem Manöverlogo prangt ein brennendes Schwert über der Europakarte." Die Lübecker Nachrichten (ebenfalls RND) titelten vor kurzem "Schlachtfeld Deutschland".

    Aus meiner Sicht ist "attack exercise" recht umständlich formuliert. Noch dazu können wir nichtmal sicher sein, dass es sich bei dieser zweijährlichen "Übung" nicht um eine Kriegsvorbereitung handelt.

    So erlebt "der Russe" wie z. B. der Generalkonsul der Russischen Föderation in Hamburg, Andrei Sharashkin, das Manöver als Aggression. Er sieht die Gefahr eines "letzten Krieges".
    https://youtu.be/wANFOF6Hqy4?t=2703

    Auch Marco Henrichs, Langstreckenschwimmer und Trainer für die Russische Föderation spricht in seinem Offenen Brief an AKK von einer Aggression.
    https://aufstehen-basis.net/?p=999

    In der Summe erscheint es mir schlüssig, die USA, die Nato und das US-Manöver unter Beteiligung weiterer Nato-Mitglieder Aggressor 2020 zu nennen.
    https://dict.leo.org/englisch-deutsch/aggressor

    Was meinst Du und meint Ihr dazu?

    VG von Thorsten


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    Wäre ich sehr mit einverstanden, ist sogar noch besser.


  • GLOBALER MOD MOD

    Das mag ja alles richtig sein. Man sollte aber bedenken, dass "Defender 2020" nun mal der den Menschen geläufige Begriff ist, weil es der Begriff ist, der von den Mainstreammedien verbreitet wird. Nennt man das Ganze jetzt in "Aggressor 2020" um, könnte das eher kontraproduktiv sein, wenn man versuchen will, möglichst viele Menschen zu erreichen. Und möglichst viele Menschen zu erreichen halte ich ehrlich gesagt für wichtiger als den Versuch der Umbenennung in einen semantisch passenderen Begriff, weil wir einfach nicht die Möglichkeiten haben, diese Umbenennung massentauglich zu machen.

    Als Überschrift für kritische Artikel oder als Text für Demoplakate (z. B. "Defender 2020??? Aggressor 2020!!!") halte ich den Ansatz aber für sehr gut.


  • Web-Auftritt

    Ich halte alles für eher unglücklich, weil man damit die Militäraktion der NATO in den Mittelpunkt stellt. Am Namen "Defender 2020" kommt man dann nicht mehr vorbei.
    Der Name soll natürlich den Reflex auslösen "Ist doch toll, wenn wir hier verteidigt werden".
    Jeder - ob Freund oder Gegner der NATO - löst damit bei Verwendung dieser Bezeichnung zwangsläufig diesen Reflex aus (was natürlich intendiert war von der Arbeitsgruppe aus Werbe-Experten und Psychologen, die ein paar Wochen damit befasst waren, diese Überschrift für das Manöver zu entwickeln).

    Stattdessen müßte man das Entgegengesetzte tun, zB.:"Stoppt die Kriegspolitik der NATO!" oder dergleichen, um das Kind bei dem Namen zu nennen, den es verdient und um die Leute daran zu erinnern, worum es bei diesem Manöver wirklich geht.
    Plakate mit funktionsunfähigen Panzern, verbogener / verknoteter Kanone und Ähnliches müßte man präsentieren.

    Aber leider haben nur wenige Friedensbewegte Ahnung von Psychologie.
    Stellt sich natürlich die Frage, ob "das Kind nun in den Brunnen gefallen" und nicht mehr zu retten ist, dh. dass man jetzt wohl oder übel mit "Defender 2020" leben muss.


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    Es ist wohl richtig, das abzuwägen. Die Psychologen und Werbestrategen der Nato können sich natürlich selbst und die Welt belügen soviel sie wollen. Aber die Namen, die wir gebrauchen, können sie sich nicht aussuchen. Denn die suchen wir uns aus. Ich halte andere Menschen nicht für blöder als mich selbst und glaube deshalb eben nicht, dass sie den Namen "Agressor 2020" nicht verstehen würden. Diese Haltung führt nämlich dazu, dass wir uns den Erfindungen der Lügenbarone ständig unterwerfen und ihre Namen und Verdrehungen übernehmen. Es ist viel besser, ihnen gleich ihre billigen Wortspielchen wieder aus dem Arm zu drehen. Dafür ist es nie zu spät. Historiker werden das viel später sowieso machen und sich wundern, wie weit diese Verbrecher im Pentagon mit den einfachsten Taschenspielertricks gekommen sind.


  • Web-Auftritt

    @HolgerTN Von "Aggressor" zu sprechen, ist sicher nicht falsch.
    Ist aber auch nur deskriptiv / beschreibend. Es kann uns aber auch auf die Füße fallen, weil viele, die von unseren Medien indoktriniert wurden (also Diejenigen, die Radio und Fernsehen noch immer benutzen), das Stichwort "Aggressor" auf Putin beziehen, so wie es ihnen von unsern Medien beigebracht wurde (Stichworte Krim und Ost-Ukraine).

    Wichtig bleibt aber unsere Dynamik, unsere Ausrichtung, weshalb ich vorschlug "Stoppt die Kriegspolitik der NATO!"
    Denn: die Medien versuchen uns mit der NATO-Propaganda ein Bild zu vermitteln, als ob hier nur "Verteidigungs-Business" as usual betrieben würde.
    Bei den meisten ist aufgrund dieser Verschleierung deshalb der Groschen, dass hier tatsächlich Kriegspolitik betrieben wird, noch nicht gefallen. Da muss man deshalb nachhelfen.

    Es handelt sich um ein grundlegendes Problem linker AktivistInnen, dass sie glauben, ihre Sichtweise sei selbstverständlich und jeder vernünftig denkende Mensch müsste sie sofort nachvollziehen. Die permanente Indoktrination der NATO-Narrative wird damit ignoriert. Das hat zurfolge, dass die meisten unserer Zeitgenossen linke AktivistInnen so betrachten, als kämen sie von einem fremden Stern, um Verrückte und Fanatiker, von denen man sich am besten distanziert - und das spiegelt sich oft in dem Verhalten von Passanten bei Demonstrationen wider.

    Es wäre deshalb der wichtigste Erfolg der Friedensbewegung, diese Täuschungen der Propaganda als das darzustellen, was sie sind.
    Das wäre ein sehr viel größerer und wichtigerer Erfolg, als wenn es gelänge, den Betrieb der NATO-/Defender 2020-Manöver ernsthaft zu stören.

    Die Basis der gesamten NATO-Kriegspolitik beruht nämlich darauf, dass die Gehirne der Bevölkerung weichgeklopft werden, so dass sie diese Kriegspolitik tolerieren oder für etwas sinnvoll Vernünftiges halten.
    Sobald dieses Einverständnis / die Wirkung der Propaganda verschwindet, wird die NATO-Kriegspolitik unhaltbar.


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    @gwhh Ja, es geht um den Kampf um die Köpfe. Das hast du gut beschrieben. Lasst uns gemeinsam Erfahrungen sammeln und auswerten, womit wir am weitesten kommen. Wenn massenweise amerikanische Panzer an die russische Grenze transportiert werden, ist die Propaganda der Mainstream-Medien, von Verteidigung zu reden, nur noch ganz schwer zu verteidigen. Da brauchen wir keine Angst davor zu haben, dass uns das auf die Füße fällt. Natürlich bin ich auch mit einem Aufruf "Stoppt die Kriegspolitik der NATO!" sehr einverstanden.


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