Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod


  • Niedersachsen

    Die Bundesregierung hat ein Programm zur Förderung der Wirtschaft aufgelegt, mit strengen Maßnahmen wird versucht, die Pandemie zu verlangsamen. Alles wichtige Maßnahmen. Auch für die am Meisten gefährdeten Mitglieder der Gesellschaft: die Alten , die chronisch Kranken und überhaupt die Kranken. In Großbritannien wurde für diese Leute eine Telefonnummer eingerichtet, die Armee liefert Einkäufe aus. Ein interessantes Konzept. In Deutschland fehlt so etwas. Um an lebenswichtige Dinge zu kommen, müssen viele Alte selbst einkaufen und gefährden sich dabei. Sicher gibt es in vielen Familien und Nachbarschaften kurzfristig organisierte Hilfen, in vielen Fällen aber nicht. Hier könnte eine Aktion sinnvoll sein. Ähnlich wie bei Fridays gegen Altersarmut könnte man eine FB-Seite aufmachen, die die Hilfe bundesweit organisiert, Kontakte zur Politik knüpft, eventuell Spenden sammelt. Was meint Ihr?


  • Niedersachsen


  • Baden-Württemberg

    Für mich ist das zu wenig systemisch gedacht.

    1. Maßnahmen für die Wirtschaft.

    Warum? Profit privatisieren und Verlust kollektivieren? Gewinn heimse ich ein - Verlust verstaatliche ich?

    Wir werden sehen, was zusammenbricht und was gestärkt aus der Krise herausgeht. Viel zu wenig wird geschaut, was an dieser Krise stystemisch ist und was man der Öffentlichkeit aufzeigen muss.

    1. Ich kaufe ein für Alte

    Warum? Wir sind nicht Mutter Theresa und verzetteln uns in Einkaufsorgien. Das überlassen wir den Kirchen.

    Wir haben ein System und eine Struktur und wo wir sie nicht haben, müssen wir sie einfordern. Wir als aufsteher.

    Heute ein Mail von Stadt Freiburg bekommen (ich hatte nachgefragt)

    "Die von Ihnen angesprochene Quartiersarbeit ist in die Steuerung der Angebote bzw. Hilfevermittlung für ältere und hilfebedürftige Menschen eingebunden und übernimmt diese Aufgabe für das jeweilige Quartier. Hierfür wird derzeit von der Stadt Freiburg eine digitale Plattform aufgebaut, in welche die Angebote bzw. Hilfevermittlung aufgenommen werden (z.B. Einkaufen, Hund ausführen etc.)"

    Ich hatte schon einige Mal hier vom Kommunalaufbau gesprochen, aber konkret will sich niemand einlassen. Die Gurus der Dezentralisierung wären da an vorderster Stelle.


  • Oder-Neiße-Friedensgrenze

    @Steffen-Beck Es gibt da bereits eine Webseite, die auch von Fridays for Future beworben wird: https://gegen-den-virus.de/ Das ist, denke ich schon mal eine gute Idee.


  • Niedersachsen

    Es wäre gut, wenn sich auch Fridays gegen Altersarmut da einklinken würde, Mahnwachen können sie z.Zt. sowieso keine machen. Gibt es diese überhaupt noch? Ich bin da immer noch blockiert.


  • Niedersachsen


  • ADMIN MOD

    @Lotte sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Für mich ist das zu wenig systemisch gedacht.

    Warum? Wir sind nicht Mutter Theresa und verzetteln uns in Einkaufsorgien. Das überlassen wir den Kirchen.

    Lotte, das sehe ich ähnlich. Die Armen und Bedürftigen organisieren jetzt ein Hilfsprogramm, damit sich um die Risikogruppe, die bereits Abgeschriebenen, die mittellosen Alten, die unser Staat bereits abgeschrieben hat, gekümmert wird. Ähnliches Konzept, wie bei den Tafeln.

    Wir beschäftigen uns mit uns selbst, anstatt die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.

    Wenn diese "Corona-Kriese" tatsächlich so gefährlich wäre, wie man uns versucht einzureden, denn sollte sich der Staat darum kümmern, dass die Gruppe der Gefährdeten geschützt wird. Aber sie organisieren das Gegenteil, indem Schulen und Kitas geschlossen werden, landen die Enkel aus der Not heraus trotzdem bei Oma und Opa. Weil Mama und Papa zur Arbeit gehen müssen, weil sie sonst raus fliegen oder keine Geld mehr haben um zu überleben.

    Wäre diese "Seuche" so gefährlich wie beschrieben, denn könnte man die Wehrpflichtaussetzung zurück nehmen und zehntausende junge Mädchen und Männer für den Zeitraum dafür nutzen, sich um diese gefährdeten Gruppen zu kümmern. Diese mit kostenlosen Lebensmitteln und Medikamenten versorgen. Aber auch als sozialer Kontakt, nicht körperlicher Kontakt, da zu sein. Ängste zu nehmen, echte Hilfe zu geben. Aber auch für die Millionen alleinstehenden Mamas und Papis, die nicht mehr ein noch aus wissen.
    Alle Bildungseinrichtungen und Geschäfte sofort wieder öffnen, das Leben so normal wie möglich weiter gehen lassen. Aber die Risikogruppen schützen und die Kranken- und Pflegeeinrichtungen nicht mehr dem obersten Ziel, der Profitmaximierung, unterwerfen. Damit würden wir ein Großteil der jährlichen Todesfälle (20.000 bis 30.000) wegen den Krankenhauskeimen, verhindern. Hunderttausende würden wieder in ihren Pflegeberuf zurück kehren, und unsere Regierung würde nicht in Osteuropa die letzten gut ausgebildeten Kräfte nach Deutschland holen, um hier die Preise und Bedingungen zu drücken.

    Wenn man das alles betrachtet, könnte man annehmen, hier sind völlig inkompetente Kräfte an den Hebeln der Macht. Leider ist es nicht so. Das hier passiert alles nicht zufällig. Der Mensch ist nur eine Ware, Profitmaximierung steht über dem Wohl der Menschen. Und Corona wird genutzt, die größte Massenenteignung der Geschichte so aussehen zu lassen, als handele es sich um ein Naturereignis.


  • Niedersachsen

    @Lotte sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Warum? Wir sind nicht Mutter Theresa und verzetteln uns in Einkaufsorgien. Das überlassen wir den Kirchen.

    Das ist nicht meine Einstellung. Der Staat kümmert sich nicht, und Du rufst nach der Kirche. Meine Mutter ist 83 und sie ist krank. Was meinst Du was ich 1x die Woche mache? - Bei der Kirche anrufen?

    @Guido sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Wir beschäftigen uns mit uns selbst, anstatt die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.

    Welche Verursacher willst Du zur Verantwortung ziehen? Nenne mir einen, aber mit Adresse und Hausnummer, sonst wird Dir das schwerfallen. Deine Forderung nach staatlichem Schutz der Gefährdeten teile ich. Vieleicht wäre das der einfachere Weg gewesen. Und auch der bessere. Aber wer kann das genau wissen? Es ist schwierig, weil in diesen Fragen unseligerweise wieder Lobbyinteressen einfließen. Ganz sicher auch neoliberale Strategien. Wer kann das jetzt genau analysieren? Jetzt geht es darum, finde ich, Solidarität in der Bevölkerung zu praktizieren. Die Jungen für die Alten, die Gesunden für die Kranken.


  • ADMIN MOD

    @Steffen-Beck
    Mein lieber Aufstehen-Freund aus Uelzen, ich hoffe, deine Aufforderung, die Verantwortlichen zu benennen, war nicht dein Ernst.
    Für ein völlig runtergewirtschaftetes Gesundheitssystem tragen die Abgeordneten der Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte vollständige rechtliche Verantwortung. Auch für die Privatisierung von Krankenhäusern sowie der dort unverantwortlichen Handlungen. Auch für die Ursachen, das dort ca. 20.000 plus Menschen jährlich sterben, weil Geld, Material und Zeit für ordentliche Hygiene fehlt. In Holland starben am Krankenhauskeim weniger als 300 Menschen im letzten Jahr.
    Ich nenne das alles fahrlässige Tötung. Sie gehören alle vor ordentliche Gerichte. Die gibt es aber leider zu wenig in dieser Bananenrepublik.
    Hier mal etwas Rechtskunde für dich, lieber Steffen.

    Die Rechtsgrundlage für den Gemeinsamen Bundesausschuss bildet der § 91 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V), eingeführt durch das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG). Vorgängereinrichtung war insbesondere der mit dem Gesetz über Kassenarztrecht von 1955 errichtete Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, der seinerseits an den 1923 errichteten Reichsausschuss der Ärzte und Krankenkassen anknüpfte. Nach diesem Muster waren in den Folgejahren auch ein Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen, ein Ausschuss Krankenhaus und ein Koordinierungsausschuss errichtet wurden. Diese Ausschüsse wurden in den Gemeinsamen Bundesausschuss überführt.

    Das SGB V schreibt vor, dass Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein müssen. Nach § 12 SGB V dürfen sie „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ (Wirtschaftlichkeitsgebot). Zudem verlangt das Gesetz, dass der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit von Leistungen nachgewiesen sein müssen, bevor sie Bestandteil des GKV-Leistungskataloges werden können.

    Der G-BA erfüllt seine durch den Gesetzgeber übertragenen Aufgaben im Wesentlichen dadurch, dass er Richtlinien beschließt oder bereits bestehende aktualisiert, beispielsweise die Hilfsmittel-Richtlinie, die Heilmittel-Richtlinie oder die Arzneimittel-Richtlinie. Diese Richtlinien stehen in der Rangfolge zwar unterhalb von Gesetzen (untergesetzlicher Normencharakter), sind aber dennoch für alle gesetzlich Krankenversicherten und Akteure in der GKV rechtlich bindend. Sie gelten für die ambulante Behandlung bei niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten, Therapeuten und Psychotherapeuten sowie bei Behandlungen in Krankenhäusern und Kliniken.

    Seinen gesetzlichen Auftrag und damit seine rechtliche Legitimation erhält der G-BA durch den Bundestag und den Bundesrat in Deutschland. Der G-BA ist eine eigenständige juristische Person des öffentlichen Rechts und steht unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

    Der G-BA ist keine nachgeordnete Behörde, sondern ein Organ der mittelbaren Staatsverwaltung, dem auf dem Weg der Delegation in den vergangenen Jahren immer mehr hoheitliche, staatliche Aufgaben übertragen wurden. Die Entscheidungen des G-BA müssen dem BMG zur Prüfung vorgelegt werden. Die Überprüfung des Ministeriums ist allerdings auf das rechtlich korrekte Zustandekommen der Beschlüsse beschränkt. Eine fachlich-inhaltliche Überprüfung durch das Ministerium ist laut Gesetz nicht vorgesehen. Über Reichweite und Grenzen der Möglichkeiten des Ministeriums, über die rechtliche Prüfung auch inhaltlichen Einfluss zu nehmen, ist wiederholt, auch vor Gericht, gestritten worden.


  • Niedersachsen

    @Guido sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Für ein völlig runtergewirtschaftetes Gesundheitssystem tragen die Abgeordneten der Regierungsparteien der letzten Jahrzehnte vollständige rechtliche Verantwortung.

    Kein Einwand, Guido. Momentan kann aber nur die Aufgabe bearbeitet werden, den Mitmenschen so gut, wie möglich zu helfen. Prozesse kannst Du später führen, wenn Du magst.


  • Baden-Württemberg

    @Steffen-Beck sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Der Staat kümmert sich nicht, und Du rufst nach der Kirche. Meine Mutter ist 83 und sie ist krank. Was meinst Du was ich 1x die Woche mache? - Bei der Kirche anrufen?

    Lieber Steffen, lass mich ätzend werden, denn so ist mir zumute. Du gehst also EINMAL die Woche einkaufen? Und das nennst du KÜMMERN?

    Ich habe es jetzt sicher mehrfach hineingesetzt: Soziale Verantwortung muss der Staat übernehmen und wir müssen ihn gerade in diesen Zeiten herausfordern. Die Stadt Freiburg hat Quartiersarbeit eingeführt vor 15 Jahren - eine sozialräumlilche Sozialarbeit, um unter anderem nachbarschaftliche Hilfe zu koordinieren. Ich habe sie vor Tagen angeschrieben, ihre Antwort: "Die von Ihnen angesprochene Quartiersarbeit ist in die Steuerung der Angebote bzw. Hilfevermittlung für ältere und hilfebedürftige Menschen eingebunden und übernimmt diese Aufgabe für das jeweilige Quartier. Hierfür wird derzeit von der Stadt Freiburg eine digitale Plattform aufgebaut, in welche die Angebote bzw. Hilfevermittlung aufgenommen werden (z.B. Einkaufen, Hund ausführen etc.)."

    SEit Jahren wird in Freiburg auch das Wohnmodell gefördert, wo Studenten mit Älteren gegen Mietminderung zusammenwohnen und dafür Hilfe leisten.
    Und einmal in der Woche sollte jeder Sohn und Tochter MINDESTENS sich um Verwandte kümmern. Die Kirchen bekommen Geld vom Staat (Caritas) für solche soziale Arbeit.
    Wenn alles nicht funktioniert, sollte man schreien. Aber die LÄmmer lammen halt. Rennen zu Mausfeld und halten sonst die Schnauze.

    Dazu passt, dass ich in der Kommunalzeitung angepisst wordenbin von einem, der sich extra dafür angemeldet hat. Da kamen nämlich lauter Berichte über Menschen, die pleite gehen durch Corona - in dem Fall ein Musiker und Gitarrenlehrer, Kleinstunternehmer. Schreib ich unter den Bericht sinngemäß: Tja, selber schuld, hättet ihr mal vorher was am System verändert.
    Zack war er zur Stelle und seeeeeehr aggressiv in dem Sinn, ich solle meine finanziellen Verhältnisse offenlegen und ob ich überhaupt ein Gefühl dafür besitze, wie es ihm ginge. So im Tenor wie du oben. 🙂

    Ich habe argumentiert - darauf ging er nicht ein. Mein Argument ist bei den Großen wie den Kleinen, dass sie das System laufen lassen, Profite individualisieren und Verluste kollektivieren. so wollen sie es und dann jammern sie. Keiner hat Lust auf Systemveränderung - nur Geld und Leben wollen sie IRGENDWIE.

    Er wollte es nicht einsehen - später habe ich ihn gesucht: Er ist ein offizieller SPD-Kandidat in einem umliegenden Dorf.

    Ich finde, den Lämmern muss man mal was bewusst machen und sie auf ihre Verantwortung stoßen. Das meiste Jammern bezieht sich auf ein Beibehalten des Status quo im Prinzipiellen. Sie sind wie schwer Süchtige, die WISSEN, dass sie an Alkohol oder Nikotin schwerst krank werden oder sterben. Sie machen es weiter und weiter und krachen dann jammern in der Krankhzeit zusammen. DAs ist übrigens ein Suchtsymptom und auf das Politische zu übertragen, meiner Meinung nach.
    Das andere sind die Pseudolinken, die ein ganz gutes Leben haben und von daher keinen Anlass sehen, den düsteren Sozialismus zu erkämpfen. Ein bisschen die Armen streicheln reicht ja.

    Sozialhelfersyndrom wohin ich blicke. Die Krise wird hochgehypt - es bedarf keiner außergewöhnlichen Hilfe. Hilfsbedürftige waren vorher wie jetzt hilfsbedürftig.
    Alte sind nicht debil - sie haben ihr Leben auch ausgesucht. Monogame Isolation und dann die Jammerei. Ich wüsste nicht, wo angesichts globaler Seuchen und Toten man irgendwie zärtlich mit solchen Tätern umgehen sollte. Sie gerieren sich elendiglich als Opfer, dass man schreien könnte. Man muss ihnen helfen, bitte sehr, aber Verantwortung für ihr Leben tragen auch sie. Ich kann es wirklich nicht mehr hören, wie man immer alles da oben verantwortlich macht.

    Zum Gesundheitssystem hat Guido was gesagt.

    Also du Jammerlappen, sage ich freundlich solidarisch, du bist enttarnt. Und einmal in der woche zur Mutter ist sowas von patriarchal, dass du rot werden musst. Und dich dann noch beschweren. Das ist ja SELBSTVERSTÄNDLICH oder hat euch die DDR die Elternliebe auch noch abgenommen??????????????????????????????ßß 🙂

    DIESE Diskussion, finde ich übrigens eine der wichtigsten auf unserem Weg.


  • ADMIN MOD

    @Steffen-Beck sagte in [Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Coron@Guido sagte in [Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft

    Kein Einwand, Guido. Momentan kann aber nur die Aufgabe bearbeitet werden, den Mitmenschen so gut, wie möglich zu helfen. Prozesse kannst Du später führen, wenn Du magst.

    Jetzt helfen, Solidarität zeigen, bin ich natürlich bei dir.

    Wir dürfen uns aber nicht ergeben und alle Kraft in das mal wieder von "oben" vorgegebene System stecken, die schlimmsten Folgen zu lindern. Denn genau damit rechnen sie, die "Verantwortlichen" für die 100.000en Toten. Ansonsten ist das Problem für "sie" gelöst. Wie seit Jahrzehnten mit den Tafeln.
    Und 2015, als man sich die ersten Wochen fast gegenseitig überboten wollte, wer ist der beste Gutmensch zu den Geflüchteten. Anstatt die Ursachen, Rohstoffkriege, faschistische Freihandelsverträge, zu stoppen.


  • ADMIN MOD

    @Lotte
    Zitat:
    Also du Jammerlappen, sage ich freundlich solidarisch, du bist enttarnt. Und einmal in der woche zur Mutter ist sowas von patriarchal, dass du rot werden musst. Und dich dann noch beschweren. Das ist ja SELBSTVERSTÄNDLICH oder hat euch die DDR die Elternliebe auch noch abgenommen??????????????????????????????ßß 🙂
    Ende

    Lotte, du bist mal wieder köstlich.

    In der DDR stand es in meinem Pionierausweis, dass wir unsere Eltern lieben.
    Und als Grundschüler haben wir uns an die 10 Gebote der Pioniere gehalten.


  • Baden-Württemberg

    Nachtrag:

    Die Behandlung des Themas hier im Forum wundert mich übrigens.

    Es spiegelt globale Krisen exzellent und findet sein Echo in der Bevölkerung, die unruhig ist, Angst hat, Fragen stellt und globale Lösungen fordert oder zumindest einsieht, dass nationale Lösungen nicht mehr helfen.

    Die Führer dieser Bewegung scheinen das aber nicht so zu sehen. Der Ball wird nicht aufgefangen.

    🙂 Guido, ohne Humor und Sarkasmus werden erstens die Inhalte nicht deutlich und zweitens helfen sie über orgasmuslose Zeiten. 🙂

    Tja, bei mir waren es die 10 Gebote bei der Kommunion katholische Kirche. Was sagt uns das?


  • ADMIN MOD

    @Lotte sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    🙂 Guido, ohne Humor und Sarkasmus werden erstens die Inhalte nicht deutlich und zweitens helfen sie über orgasmuslose Zeiten. 🙂

    Tja, bei mir waren es die 10 Gebote bei der Kommunion katholische Kirche. Was sagt uns das?

    Denn halten wir mal die Inhalte gegenüber.
    Bei uns kam die Liebe zu den Eltern an zweiter Stelle.
    Ich glaube, liebe Lotte, in Bezug Sozialisierung im Grundschulalter, liegt ihr "Wessis" uns immer noch um Lichtjahre hinterher. Aber du näherst dich in großen Schritten. Umgang prägt den Menschen, Zwinker-Smiley.

    Jungpioniere.jpg


  • Baden-Württemberg

    DAnke, glaube ich habe es noch nie gesehen... Ich assimiliere mich gern, Genosse. Du der du alle Gewalt ablehnst.

    diese Aufsteher haben alle einen Schuss....

    Nun noch mal zu Solidarität und zum Thema.

    Chauvinistisch und eurozentristisch wird das Thema angegangen. Ich finde es wichtig und verfolge es interessiert, wie das System mit Information und Maßnahmen umgeht, bin ja selbst mal vor 20 Jahren an einer Ifluenza-Lungenentzündung fast gestorben, weil mein Immunsystem nicht mehr hochkam. Deswegen habe ich Angst. Klar.

    ABER:

    Was läuft gleichzeitig und so von Corona dominiert, dass man dort nicht gezielt eingreifen kann?

    "UN: Zahl könnte um das 500-fache steigen

    Auch die Nachbarländer sind von der Plage betroffen. Ein Schwarm kann sich über eine Fläche erstrecken, die so groß ist wie das Saarland. Er vernichtet die tägliche Nahrungsgrundlage von mehreren 100.000 Menschen. In Kenia sind schon viele Felder kahl gefressen. Die weiblichen Heuschrecken haben Millionen von Eiern in den Boden gelegt, aus denen jetzt die nächste Generation hervorkommt, sagt Kaburu.

    "Die Bedingungen sind gut, die Temperaturen und auch die Feuchtigkeit. Das bedeutet, dass mehr als 90 Prozent der Heuschrecken tatsächlich schlüpfen."

    Es bahnt sich eine der größten Hungersnöte an und es ist uns egal wie immer. Von daher nutzt man die Chance an Bewussteinsbildung nicht - vermute ich. Wir werden sehen, ob ein Teil unserer Bevölkerung aufwacht.


  • Niedersachsen

    @Lotte sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Lieber Steffen, lass mich ätzend werden, denn so ist mir zumute. Du gehst also EINMAL die Woche einkaufen? Und das nennst du KÜMMERN?

    Dein Ätzen verstehe ich, geht mir auch so. Ich sitze hier im geschlossenen Laden und warte auf Kundschaft, von der ich weiß, dass sie nicht kommen wird. Der neue Monat kommt drohend heran usw. In Punkto Kümmern in der Familie, ist Deine Einschätzung bzgl. meiner Familie falsch. Wir wohnen alle ziemlich weit auseinander und trotzdem haben wir alle gute Sensoren für das Wohlergehen der Anderen. Und wir helfen so, dass es hilft. Jeder Jedem, wer gerade Hilfe braucht. Wir hatten hier nur das Thema Einkaufen. Einmal die Woche reicht übrigens völlig. So braucht meine Mutter nicht aus dem Haus. Es gibt auch hilfsbereite Nachbarn, die mal schnell zur Apotheke flitzen, oder die sich gegen Bezahlung um Reinigungsarbeiten kümmern. Das Netzwerk muss stimmen. Dann ist alles gut.


  • Baden-Württemberg

    Ich kenne doch deine Familie gar nicht - ich meinte es prinzipiell. Grade mit einer Freundin telefoniert - Ärzte raten gerade allen über 60 zu Hause zu bleiben. Nicht arbeiten, nicht einkaufen - wir sind beide alleinstehend und niemand kauft uns ein, werden auch weiter alleine gehen.

    Und jetzt wird von den Neolliberalen ein Ökonom gebracht, der weiter bohrt in die Richtung, dass es jetzt Schluss sein muss, mit Wirtschaft kastrieren und gegen Minderheit auszuspielen. Sagt er ganz höflich im neoliberalen Balanceakt.

    Bist du Alleinunternehmer? DAs wäre jedenfalls auch ein Thema - wie sähe die Alternative aus? Warst du versichert? Wie sähe eine neue Struktur aus.


  • Niedersachsen

    @Lotte sagte in Solidarität mit den gefährdeten Mitgliedern der Gesellschaft-Kampf gegen den Corona-Tod:

    Bist du Alleinunternehmer? DAs wäre jedenfalls auch ein Thema - wie sähe die Alternative aus?

    Alleinunternehmer ist bereits die Alternative. Burnout in der Bildungsbranche, Arbeitslosigkeit. Ein Freund meines Vaters hatte 2 Schlüsseldienstfilialen in 2 Städten. Aus gesundheitlichen Gründen wollte er sich verkleinern. Er bot mir die eine Filiale an. Zunächst machte ich ein Praktikum bei ihm, um das Handwerk zu lernen. Ein Kurs Öffnungstechnik und ein Praktikum im späteren eigenen Laden. Finanziert durch Arbeitslosengeld. Das hätte noch ein Weilchen so gehen können, man muss im Beschlagshandel eine Menge Zeugs wissen, auch Buchführung und so weiter. Aber der 30. 06. 2006 war der letzte mögliche Tag eine Ich-AG nach altem Recht aufzumachen. Und so wurde der 30.6.06 mein Eröffnungstag (an dem ich mich im Laden übrigens vertreten lassen musste, weil ich noch woanders einen Honorarjob hatte). Und seitdem läuft der Laden. Prekär, aber er läuft. Das Problem ist vor Allem, dass es kein regelmäßiges Einkommen gibt. So gewährt keine Bank einen Dispokredit. Aber man kann an der Regelmäßigkeit des Einkommens arbeiten, Formen der Kundenbindung finden, was auch immer besser gelingt. Mein Laden ist nicht profitoptimiert. So lehne ich agressive Werbung konsequent ab. Preislich wird die Branche stark geschädigt durch eine Vielzahl schwarzer Schafe, vor Allem was Notöffnungen angeht. Da muss man bewusst dagegenhalten. Das tue ich auch. Vorteil der Selbstständigkeit ist, man ist sein eigener Herr. Nachteil, es ist eben prekär. Nur mit Mühe schaffe ich eine Einzahlung in die Rentenversicherung. Die anderen Sozialversicherungen sind auch teuer, es zahlt eben kein Arbeitgeber. Trotz allem arbeite ich gern in diesem Beruf, er ist fachlich anspruchsvoll und sinnvoll. Ich habe viele dankbare Kunden.


  • Baden-Württemberg

    Vielleicht habt ihr das mitgekriegt, dass Frankreich Deutschland bzw. Baden-Württemberg um Hilfe gebeten hatte, die das zuerst angelehnt haben wegen "selber zu wenig Ressourcen". Da gab es dann doch einen Sturm des Protests deutscher Bürger.

    Aktuell aus der Badischen Zeitung:

    traßburg/Stuttgart (dpa/lsw) - Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände aus dem Elsass, die aus ihrer Sicht bald auch in Deutschland drohen könnten.
    Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, selbst wenn sie infiziert sind, und über 80-Jährige werden nicht länger beatmet. Stattdessen erfolge «Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln», schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Mehrere Medien haben darüber bericDas Elsass gilt als Frankreichs Epizentrum der Krise. Die deutschen Katastrophenmediziner besuchten die Universitätsklinik in Straßburg am Montag - und schlagen angesichts der Zustände Alarm. Sie berichten in dem Papier von einer «greifbaren Gefahr» durch das Virus. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung im Elsass bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von «allerhöchster Dringlichkeit». Die Gefahr durch das Coronavirus mache «weitere konsequente Maßnahmen der Landesregierungen, der Krankenhäuser und der Rettungsdienste in Deutschland» unabdingbarNadelöhr seien die zu beatmenden Patienten, heißt es in dem Papier. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet. So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine «schnelle Sterbebegleitung» erhalten. Die Ethikkommission gebe diese Vorgehensweise vor.
    Die Klinik nahm am Montag dem Bericht zufolge stündlich einen Patienten auf, der beatmet werden muss. 90 Beatmungsbetten standen zu dem Zeitpunkt zur Verfügung; die Klinik baut ihre Kapazitäten derzeit aus. Patienten zwischen 19 und 80 Jahren werden dort beatmet, wobei nur 3 der 90 Patienten jünger als 50 waren und keine Vorerkrankungen hatten. Am Universitätsklinikum wird pro Tag nur noch eine lebenswichtige Bypass-Operation durchgeführt, es gibt keine Tumor-Chirurgie mehr und keine ambulanten Operationen. Alle Patienten, die gehen können und bei denen es gesundheitlich vertretbar ist, wurden entlassen.

    Was übrigens verloren geht, mal ganz international gesprochen, ist die dramatische Heuschreckensituation in Afrika, die zu einer der größten Hungersnöte führen wird und wo wegen Corona keine Unterstützung fließt - sehe, ich sprach es schon an.

    Zeit globale Lösungen anzusprechen.

    Gleichzeitig verbeugen sich demokratische Insitutionen vor Corona. Der Freiburger Gemeinderat hat sich einstimmig selber ins Aus gesetzt, dankt dem OB (dem so smarten Guido), der einmal wöchentlich Bericht erstattet und ansonsten auf FB "Coronasprechstunden fürs Volk anbietet, und ist in der Quarantäne verschwunden, wohl nach dem Motto der genialen Verteidigungsstrategie: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner ist da!

    Keine Beschwerde der Bürger - außer vielleicht 5 Einzelne. Fast alle Landratsämter halten sich trotz Aufforderung bedeckt und geben keine relevanten Daten raus. Alles wird mit "Notwendigkeiten" begründet, für die man keine dringliche Notwendikeit sieht als ich.


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