Detlev M. Daniel: Offener Brief an Angela Merkel und andere



  • Detlev Matthias Daniel
    Waldstraße 128
    64720 Michelstadt
    Tel 06061/12764
    D.M.Daniel@web.de -

    Bundeskanzleramt
    Bundeskanzlerin Angela Merkel
    Willy-Brandt-Straße 1
    10557 Berlin

    Politische Maßnahmen und Folgen in der „Corona-Krise“

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    sehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister,
    sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister,
    sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister,

    ich bin mir sicher, dass Sie sich sehr bewusst sind über die Tragweite der Maßnahmen, die derzeit ergriffen werden, um die exponentielle Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Und ganz sicher wissen Sie auch, dass Sie ein Wagnis eingehen und die Auswirkungen dessen, was Sie beschließen oder auch nicht beschließen, nicht wirklich, jedenfalls nicht vollständig überblicken können. Genau das begründet meine Sorge und veranlasst mich, Ihnen diesen Brief zu schreiben und meine Gedanken nicht für mich zu behalten. Ich bin mir bewusst, dass Sie in unserer Demokratie solche Maßnahmen nicht wirksam durchsetzen können, wenn sie nicht von einer Mehrheit der Menschen unterstützt oder zumindest akzeptiert werden. Deshalb werde ich diesen Brief, so weit es mir möglich ist, öffentlich verbreiten.

    Ich möchte vorausschicken, dass ich kein Experte bin, weder in Fragen des Gesundheits- und Seuchenschutzes, noch in Fragen der Wirtschaft, die ich anspreche. Ich nehme aber für mich in Anspruch, dass ich gelernt habe, in großen, komplexen Zusammenhängen zu denken, und so werfe ich keine persönliche Autorität in die Waagschale, sondern das Gewicht schlüssigen Denkens und der Vernunft. Was ich Ihnen mitteilen möchte, sind konzeptionelle Überlegungen. Man muss kein Experte sein, um deren Stimmigkeit nachzuvollziehen, wohl aber, um diese Konzepte in durchführbare Maßnahmen und Pläne umzusetzen. Mir geht es darum, was Politik in dieser konkreten Situation tun kann, um vielfältige drohende Schäden weitestmöglich einzudämmen.

    Nach allem, was bislang an Erkenntnissen zu dieser Pandemie öffentlich verbreitet wurde, liegt ein besonderes Problem darin, dass
    a) bei der ungehinderten Ausbreitungsgeschwindigkeit unser Gesundheitssystem überfordert wäre, weil die Hilfe, die es eigentlich leisten könnte, bei der Vielzahl der zu erwartenden Fälle nicht geleistet werden kann und
    b) die Krankheit im Verlauf einer relativ langen Inkubationszeit längere Zeit vor Auftreten der Symptome bereits übertragen werden kann und zudem vielfach auch so milde verläuft, dass sie gar nicht erkannt wird.

    Das führt dazu, dass in der Phase der exponentiell ansteigenden Infektionskurve die Zahl der tatsächlich Infizierten – und damit auch der Krankheitsverbreiter – ein mehrfaches der statistisch erfassten und öffentlich bekannten Zahl ist. Reagiert nun die Politik auf die Entwicklung der bekannten Zahlen, bleiben die Maßnahmen stets hinter dem eigentlich Erforderlichen zurück. Wirklich angemessene Maßnahmen aber wirken in der Öffentlichkeit vollkommen überzogen und bleiben so ohne Akzeptanz. Dazu kommt, dass, selbst wenn die momentanen Maßnahmen greifen und die Rate der Neuinfektionen zurückgeht, sie über eine lange Zeit aufrechterhalten bleiben müssten, bis die Pandemie weltweit abgeklungen ist, – mit unabsehbaren Folgen für nahezu alle.

    Es stellt sich auch die Frage, ob so weitreichende Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte für eine Mehrheit der Bevölkerung, die unmittelbar gar nicht wirklich bedroht ist, angemessen ist – zumindest, wenn weniger weitreichende ebenso geeignet wären. Verschiedentlich wurde bereits diskutiert, alternativ den wirklich gefährdeten Bevölkerungsanteil zu schützen. So das Konzept in den Niederlanden oder jetzt in der Türkei. Die sich dabei ergebenden Risiken sind genauso groß oder klein, wie die Schutzmaßnahmen wirksam sind, das aber gilt für alle Konzepte. Dabei kann der Schutz niemals 100%ig sein, muss es aber auch nicht sein, solange die „Undichtigkeiten“ nur vereinzelt auftreten. Denn anders als bei der Quarantäne möglicher Überträger bleiben bei diesem Konzept eventuelle Misserfolge des Schutzes begrenzt und kontrollierbar. Die Isolation von Menschen ist hart. Aber ist sie weniger hart, wenn am Ende alle isoliert werden müssen?

    Zweifellos bedeutete auch dieses Konzept eine Entscheidung für einen erheblichen Aufwand, der dann aber nicht mehr gesteigert werden müsste. Man bräuchte viele Helfer für die geschützten Personengruppen, die entsprechend ausgerüstet und eingewiesen werden müssten. Da wäre es bei Hochrisikopersonen sicher sinnvoll, diese Helfer laufend auf Ansteckung zu überprüfen. Diese Maßnahmen treffen vor allem diejenigen, die tatsächlich gefährdet sind, und ermöglicht ihnen, eigenverantwortlich für ihre Sicherheit zu sorgen. Tun sie es nicht, gefährden sie zumindest nicht unmittelbar Dritte. Man könnte unter Zugrundelegung der bestehenden Erfahrungszahlen sogar errechnen, ab welchem Alter die Bevölkerung generell geschützt werden müsste, damit das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Ebenso überschaubar wäre die Zeit, nach der sich die Epidemie in der Gesellschaft totgelaufen hätte und man die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen oder zumindest aufweichen könnte, ohne dass das gravierende Folgen hätte.

    Kommen wir zur anderen drängenden Frage, die alle betrifft, auch wenn es gelingt, die Epidemie in den Griff zu bekommen. Man kann – wie ich meine zurecht – viel an unserer Wirtschaft kritisieren. Wenn es aber darum geht, kurzfristig einen akuten, vorübergehenden Notstand zu bewältigen, ist es weder sinnvoll, die Wirtschaft im Wesentlichen sich selbst, dem „freien Spiel der Kräfte“ zu überlassen, noch, die Pandemie nutzen zu wollen, eine bessere, nachhaltige Wirtschaft dauerhaft zu „installieren“. Sowenig, wie es sinnvoll wäre, die Einrichtung weiterer Intensivstationen davon abhängig zu machen, dass diese mit Ökostrom betrieben werden. Worum es gehen muss, ist, dass wir eine Art Notwirtschaft so betreiben, dass sie so wenig wie möglich Schaden anrichtet, nicht zur Verarmung von Menschen führt, nicht zu Betriebsinsolvenzen und schlagartigen Verlusten vieler Arbeitsplätze, nicht zu Schulden, die auf Jahre hinaus das Leben der Menschen und die Handlungsfähigkeit der Politik beeinträchtigen. Schließlich gibt es noch genügend andere Herausforderungen, die ebenfalls bewältigt werden sollen.

    Es sind schon viel weniger weitreichende Vorgänge gewesen, die die Wirtschaft nachhaltig gestört und wirtschaftliche Not vieler Betroffener ausgelöst hatten. Das Geld in dieser Wirtschaft muss im Kreislauf fließen. Nahezu jede Störung, die wir beobachten, hängt auch damit zusammen, dass es das nicht hinreichend tut. Wenn jetzt flächendeckend ganze Wirtschaftszweige lahmgelegt werden, ist es völlig unmöglich, gezielt dafür zu sorgen, dass überall der Geldfluss wieder hergestellt wird, wo er unterbrochen wurde. Einseitig dort Geld hinzupumpen, wo es jetzt fehlt, verhindert nicht das entstehende Ungleichgewicht. Man müsste das Geld zugleich überall dort abschöpfen, wo es sich in der Folge anstaut. Das würde zwar die Neuverschuldung des Staates verhindern, aber zum einen fehlen die Instrumente, den Weg des Geldes detailliert nachzuverfolgen, und zum anderen: Wer wollte jetzt z.B. den Angestellten im Gesundheitswesen ihr saures Gehalt auch noch kürzen, weil sie ja weniger Ausgaben für die Wirtschaftsleistungen haben, die derzeit gar nicht angeboten werden?

    Will man, dass sich nach der Krise alles wieder schnell normalisieren kann, muss man das vorhandene Geldsystem solange einfrieren und außer Kraft setzen, bis die Wirtschaft wieder vollumfänglich ineinandergreifen kann. Alle Kapitalansprüche und –verbindlichkeiten würden für diese Zeit ebenso entfallen wie auch z.B. Mietzahlungen, reguläre Einkommen und sonstige durch irgendein Recht begründete Zahlungsverpflichtungen. Leistungen, die nur bei Bedarf nachgefragt werden, wie insbesondere medizinische Leistungen, würden unentgeltlich erfolgen. Möglich würde das dadurch, dass niemand auf Gegenleistungen angewiesen wäre. Der Wirtschaftsverkehr notwendiger Güter mit dem Ausland könnte über einen Ein- und Ausfuhrfonds abgewickelt werden. Wo in dieser Zeit staatlicherseits Finanzbedarf entsteht (z.B. durch Auslandsverbindlichkeiten), könnte sich der Staat in begrenztem Umfang selbst Geld leihen, die Schulden anschließend durch einen befristeten allgemeinen Steueraufschlag wieder tilgen und das so erzeugte Geld wieder vernichten.

    Gleichzeitig muss natürlich auf andere Weise dafür gesorgt werden, dass die unverzichtbaren Wirtschaftsleistungen erbracht und verteilt werden. Wie das geschieht, ob „traditionell“ mit Hilfe von Lebensmittelkarten oder z.B. mit einem „Notgeld“, einem „Coronaeuro“, das in die vorhandenen Finanzstrukturen eingespeist wird, ist dann die zweite Frage. Wichtig wäre in dem Fall, dass ein solches Geld, das leistungsfrei in Form eines Versorgungseinkommens an die Verbraucher verteilt werden müsste, nicht an die Verbraucher zurückfließen darf, damit das System einfach und steuerbar bleibt. Nach Ablauf der Notwirtschaftsphase wird dieses Geld ersatzlos annulliert. Da während dieser Zeit niemand Gewinne machen muss und kann, können Marketingmaßnahmen unterbleiben und alle Preise auf vorhandenem Niveau eingefroren werden. Hamsterkäufe würden so ebenso verhindert wie die Spekulation mit der Not.

    Ich bin überzeugt, dass die Akzeptanz der Politik und ihrer Entscheidungen in dem Maße steigt, wie sie sich erkennbar um Gerechtigkeit bemüht und niemand Angst haben muss, abgehängt zu werden. Gleichzeitig wird ein entschiedenes und zielgerichtetes Handeln das Verständnis der Menschen für die Bedeutung der Situation fördern und sie werden mehrheitlich bereit sein eigenverantwortlich ihren Beitrag zu leisten, damit die Gesellschaft diese Krise durchstehen kann. Aber zuletzt wird die Krise dennoch die Gesellschaft verändern, denn wenn sie erfolgreich gemeinsam gemeistert wurde, wird sie das Selbst- und Gesellschaftsbewusstsein der Menschen stärken und damit auch die Demokratie und ihre politische Gestaltungskraft.

    Ich hoffe nun, dass ich diesen Brief nicht ganz umsonst geschrieben habe und verbleibe
    mit freundlichem Gruß
    D.M. Daniel



  • Liebe freunde, nun meine Antwort an Detlev Daniel und alle Adressierten seiner Email:

    Lieber Daniel,

    meinen grossen Dank fuer diesen Brief. Ich werde ihn weitergeben. Meine Antwort adressiere ich an alle, weil ich auf etwas hinweisen will, was in deinem Brief fehlt.

    Wir leben immer mit Viren zusammen und wir brauchen sie. Und die Viren aendern sich in ihrer Erscheinung stetig. Unsere Wahrnehmung der Viren, mit Bildern oder aehnlichem, sind andere wie sie unser Immunsystem anwendet. Wir wissen also nicht, ueber welche Informationstraeger unser Immunsystem erkennt und reagiert.

    Aber eines wissen wir. Dass Viren, die sich in unsere Zellen einnisten, dies nur tun, um sich zu vermehren. Sie wollen nicht ihren Wirt toeten.

    Es kommt also auf die Reaktionsweise unseres Koepers an, was da geschieht. Die moegliche Lungenentzuendung wird nicht durch den Virus erzeugt, sondern durch die manchmal etwas verwirrte Reaktion unseres Immunsystem, das auch dadurch entsteht, dass wir in lebensfeindlichen Umgebungen leben und wir unsere Koerper mit lebensfeindlichen Substanzen auffuellen.

    Damit ist klar: In allen unseren Reaktionen muessen wir die Staerkung unseres Koerpers in den Mittelpunkt ruecken. Das gilt insbesondere dann, wenn wir langsam erkennen, wieviel Menschen inzwischen in einem Zustand der totalen Abwehrunfaehigkeit angekommen sind. Wir sind uns bestimmt einig darin, dass das, was wir wirtschaften nennen, eine verkorkste und verwirrte Form einer Systemerhaltung entspricht und sich nicht an dem Bedarf einer naturgemaessen Lebensweise orientiert. So betrachtet sind solche Krisen eine Moeglichkeit, unsere Lebensweise einer nuechternen Analyse zu unterziehen und danach zu fragen, was uns eigentlich zu einem solchen organisierten Unsinn treibt.

    Und selbst dann, wenn wir uns nicht trauen, die scharfe Spitze einer kritischen Betrachtung in unser Verstaendnis von gesellschaftlichem Sein einzufuehren, sollten wir doch in Bezug auf den Umgang mit Viren uns auf jenes konzentrieren, was die Natur fuer uns vorbereitet hat: Unser Immunsystem.

    Selstsamerweise ist unser Immunsystem gegenueber radikaler kritik an unserer Lebensweise sehr maechtig aufgebaut. Da sind wir sehr schnell in der Lage, uns zu versperren uud uns von dem Gegenstand der Aufmerksamkeit abzuwenden.

    In unserem Koerper haben wir diese Moeglichkeit nicht, weil ihm unser Denken voellig egal ist. Er arbeitet auf der Basis der Gesetze der Natur und ist voellig immun gegen unsere geistigen Kopfgeburten. Die Konsequenz ist, dass wenn wir unseren Koerper in seiner eigenen Gesetzmaessigkeit nicht beachten wollen, wir als handelndes Subjekt sowieso uns dem Sarg naehern. Dann hat sich das Problem auch aufgeloest und die Viren verlieren ihren Wirt und transformieren sich selbst wie die anderen vielen Mikro-Organismen zur kompostfaehigen Biomasse.

    Jede staatliche Fuersorge- und Wohlfarts-Erklaerung ist nichts anderes als Propaganda der Unkenntnis und Unfaehigkeit. Warum die vielen Menschen dies nicht wahrhaben wollen und sich statt dessen auf einen substanzlosen Aktionismus einlassen ist mir mehr und mehr unverstaendlich. Wir haben alle Informationen, die wir brauchen. Wir alle koennen wissen, wenn wir wissen wollen. Wenn wir nicht wissen, dann doch nur, weil wir nicht wissen wollen. Albert Einstein hat dies als Dummheit definiert.

    In unserer Dummheit machen wir die privaten Geld- und Finanzsysteme zum Regulativ. In unserer Dummheit werden Menschen an der einzigen Form der Staerkung ihrer koerperlichen Abwehrfaehigkeit gehindert: draussen zu sein, ueber die Sonne Vitamin-D zu tanken, sich mit Sauerstoff zu fuellen, durch Bewegung unseren Koeper zu staerken, froehliche Atmosphaeren zu erleben.

    Wie verbloedet sind all jene, die formles "Social Distancing" propagieren. Notwendig ist, all jene, die ihre Widerstandfaehigkeit noch haben, in ihren Staerkungsbestrebungen zu unterstuetzen. Die Corona-Parties sind dafuer die richtige Antwort.

    Und all jenen, die ihre Widerstandfaehigkeit verloren oder eingebuesst haben, sanft in ihren alten Zustand wieder zurueck zu verhelfen.

    Damit tritt wieder einmal die zentrale Frage in den Mittelpunkt:
    Wie wollen wir leben?

    In dieser Situation ist uns die beste Gelegenheit gegeben, diese Frage wieder und wieder radikal aufzuwerfen. So koennen wir unsere allgemeinen Kriterien und Prinzipien finden, um dann ein wirklich gutes Leben fuer Alle, in Harmonie mit der gesamten Natur, dem Sumak Kawsay, zu erreichen.

    mit lieben gruessen an Alle, willi
    Asuncion, Paraguay


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