G 20 Gipfel in Buenos Aires



  • Proteste in Buenos Aires "Die G20 machen eine Show" 01.12.2018
    https://www.tagesschau.de/ausland/buenos-aires-demonstrationen-101.html

    *Statt auf Straßenschlachten setzen die G20-Gegner in Buenos Aires bislang auf friedliche Proteste. Aber auch sie machen ihren Unmut deutlich: Argentinien gehe es schlecht, der Gipfel ändere nichts. Mit Panflöten gegen Neoliberalismus, US-Präsident Trump als aufgeblasene Baby-Puppe und Südamerikas Präsidenten als Marionettentheater. Das waren die Bilder aus dem Zentrum von Buenos Aires. Keine Straßenschlachten, kein zweites Hamburg. Tausende G20-Gegner haben am Freitag friedlich in Argentiniens Hauptstadt demonstriert - und das, obwohl allein die Anreise zum Protest eine Herausforderung war.
    "Die ganze Stadt ist abgeschirmt, weil sie uns nicht auf der Straße haben wollten", erzählt eine Teilnehmerin. "Viele aus den Vororten konnten nicht kommen, weil die Züge und die U-Bahn nicht fahren. Aber wir sind trotzdem Tausende, um zu zeigen, dass wir gegen G20 und deren Politik sind, die für uns Menschen nichts Gutes bringt." 25.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz, Metallbarrieren überall, am Himmel kreisten die Hubschrauber - für viele der Demonstranten ein Affront und ein weiterer Beweis dafür, dass es bei G20 nicht um die Menschen geht, sondern um Interessen einzelner.

    "Das ist eine Schande!", findet ein Demonstrant. "Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, aber der Regierung fällt nichts Besseres ein, als Millionen in einen sinnlosen Polizeieinsatz zu stecken. Nur um den Menschen seine Macht zu demonstrieren." Die Reaktion auf der Straße war laut, bunt und auch ein bisschen international. Sogar aus Hamburg war eine Gruppe Globalisierungskritiker angereist, vor allem aber aus den lateinamerikanischen Nachbarländern. Teilnehmer aus Brasilien sprechen von "Solidarität unter den Völkern Lateinamerikas", die in einer Krise der Demokratien und in Zeiten von Hass und Gewalt notwendig sei.Frauen, die sich die Flaggen der G20-Länder auf den nackten Oberkörper gemalt haben, marschieren gegen den G20-Gipfel. "Diese ganzen G20, die machen eine Show und ein paar Fotos, reißen sich unsere Rinder, unsere Felder und unser Öl unter die Nägel. Aber verbessern tun sie überhaupt nichts." In Argentinien gebe es immer mehr Armut und immer mehr Menschen würden an den Rand gedrängt.*

    Nils: Die neoliberale Wirtschaftspolitik der herrschenden Poltiker nützt vor allem den Reichen und den multinationalen Konzernen. Die Banken werden mit Milliarden unterstützt, bei den Armen wird gespart. Wir brauchen weltweit eine soziale Marktwirtschaft und eine soziale Demokratie, die vor allem den Hunger und die Armut auf der Welt beseitigt, die Kriege und Machtkämpfe der Staaten überwindet, die Umwelt schützt und weniger Flüchtlinge produziert. Und das innere Glück, den Frieden und die Liebe zwischen den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Also den Konsumkapitalismus mit seiner falschen Ideologie des äußeren Wachstum und des egoistischen Gegeneinanders durch eine Welt des Miteinanders ersetzt.


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