Kritik der Migration - Wer profitiert und wer verliert (Hannes Hofbauer)



  • https://mediashop.at/buecher/kritik-der-migration-2/ (Promedia 2018, 272 Seiten)

    Klappentext hinten

    Im liberalen Diskurs westeuropäischer Medien und Politik wird Migration mit Mobilität gleichgesetzt, die als fortschrittlich gilt. Zu Unrecht, denn damit gerät das sozial, regional und kulturell zerstörerische Potenzial von Migration in den Herkunfts- und Zielländern aus dem Blickfeld.

    Massenwanderungen sind Ausdruck weltweiter Ungleichheit, deren Ursachen in Kolonialismus und Kriegen, Krisen und Umweltzerstörung liegen, die von Menschen gemacht werden und ökonomische und/oder geopolitische Interessen reflektieren.

    Um dies zu dokumentieren, verfolgt Hannes Hofbauer die Migrationsgeschichte zurück bis zur weißen/schwarzen Besiedlung Amerikas, um mit einem Befund der großen Wanderung der Muslime zur Mitte der 2010-er Jahre zu enden.

    Der Massenexodus aus dem "globalen Süden" macht die negativen Folgen von Globalisierung nun auch in den europäischen Zentren spürbar. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu Sündenböcken macht. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen.

    Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften ist überfällig.

    Über den Autor: Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien und arbeitet als Publizist und Verleger (Promedia).



  • Aus der Landing Page zum Buch (https://mediashop.at/buecher/kritik-der-migration-2/) :

    Ist Migration grundsätzlich zu bejahen? Oder ist sie nicht vielmehr ein wichtiger Bestandteil von Ausbeutungsstrukturen? Die Näherin in einer bengalischen Bekleidungsfabrik erfüllt jedenfalls vergleichbare Funktionen im weltweiten Konkurrenzkampf wie der aus Asien nach Europa gekommene Migrant. Beide sind gezwungen, ihre Arbeitskraft extrem billig auf den Markt zu werfen. Doch während sich die Öffentlichkeit darüber einig ist, Weltmarktfabriken in Billiglohnländern zu kritisieren, umgibt den Import billiger ArbeiterInnen in die Zentren der Weltwirtschaft ein Mythos von Mobilität, die als fortschrittlich gilt. Das sozial, regional und kulturell zerstörerische Potenzial der Migration in den Herkunfts- und Zielländern gerät damit aus dem Blickfeld.

    Hannes Hofbauer gibt einen historischen Überblick über die großen Wanderungsbewegungen und ruft die Ursachen dafür in Erinnerung, die von Umweltkatastrophen über Kriege bis zu Krisen reichen, von denen die allermeisten menschlichen Eingriffen geschuldet sind. So zeichnen allein von westlichen Allianzen geführte Kriege für Millionen entwurzelte Menschen verantwortlich, die ebenso ihrer Lebensgrundlagen beraubt sind wie jene, die von ihrem Land vertrieben werden. Diesen Verwerfungen ist es geschuldet, dass ganze Generationen junger Menschen im globalen Süden, aber auch im Osten Europas ihre persönliche Zukunft in der Emigration sehen.

    Mit der Massenmigration aus der Peripherie werden die Folgen der weltweiten Ungleichheit nun auch in den europäischen Zentralräumen – negativ – spürbar. Deregulierungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt erreichen neue Dimensionen.



  • Rezension von Andreas Wehr (20.1.2019)

    https://www.andreas-wehr.eu/der-mythos-migration.html

    Der „Mythos Migration“

    [...]

    Als der Wiener Autor und Verleger Hannes Hofbauer im Oktober 2018 sein Buch vorlegte, stand der UN-Migrationspakt noch nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Und doch wurden bereits in seinem Werk die wichtigsten Probleme benannt, die auch mit diesem Abkommen verbunden sind. In einem Beitrag für das Onlineportal Rubikon nahm Hofbauer zu dem Migrationsabkommen Stellung.[1] Er kritisierte das „grundgelegte Verständnis von Migration des UN-Paktes, in dem es heißt: ῾Wir erkennen an, dass Migration eine Quelle des Wohlstandes, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung in unserer globalisierten Welt ist.῾“ Und er fügte an: „῾Für wen?῾, müsste sich ein unbedarfter Leser spontan fragen. Eine Antwort darauf erhält er freilich nicht.“

    Der Autor erinnert demgegenüber in seinem Rubikon-Beitrag an die Wirklichkeit: „Wem nützen und wem schaden massenhafte Wanderungen, seien sie nun durch Kriege und Vertreibungen oder durch die wirtschaftliche Not ausgelöst? Solche Fragen kann nur jemand tabuisieren, der in der Migration tatsächlich ῾eine Quelle des Wohlstandes, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung῾ sieht, jemand also, der die Ursachen ausklammert und mit einem Tunnelblick durch die Welt geht, getrieben entweder vom eigenen wirtschaftlichen Vorteil oder dem schlechten Gewissen den Armen im ῾globalen Süden῾ gegenüber. Beides führt zur verzerrten Wahrnehmung.“ Und Hofbauer kommt zu der Schlussfolgerung: „Massenmigration ist der sichtbare Ausdruck weltweiter Ungleichheit. Wer diese Erkenntnis teilt, kann am UN-Migrationspakt nichts Gutes finden, denn dieser Zustand muss überwunden und nicht verwaltet werden. (…) Migration wird gemacht. Sie hat viele Gesichter und nur die wenigsten spiegeln Glück und Zufriedenheit.“

    Migration als unabwendbares Schicksal? Weiter...





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